Uniklinik Köln

Aus PrivatisierungsWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Universitätsklinikum Köln ist eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR).

Wikipedia, gelesen 18.7.10:

Die Uniklinik ist mit 1.275 Betten das größte Krankenhaus in Köln und versorgte im Jahr 2008 ca. 54.000 Patienten im stationären Bereich und 172.000 Patienten im ambulanten Bereich (Jahresbericht 2008). Auf dem Campus der Universitätsklinik existieren derzeit 34 Kliniken ...


Inhaltsverzeichnis

Kooperationen

Bayer AG

Aus dem Aktionärsbrief 2008 1. Quartal der Bayer AG:

... Bayer und die Uniklinik Köln arbeiten ab sofort im Bereich der medizinischen Forschung zusammen. Ein Kooperationsvertrag wurde Ende März in Köln unterzeichnet. Dieses „Preferred-Partnership-Agreement“ für die Zusammenarbeit bei Forschungs- und Entwicklungsthemen – speziell in der Onkologie, der Kardiologie, den Erkrankungen des Zentralnervensystems sowie bei präklinischen Arbeiten – bringt durch die fachlichen Schwerpunkte und die geographische Nähe der Partner deutliche Vorteile bei der Positionierung im internationalen Wettbewerb. Die Uniklinik Köln und Bayer wollen in Zukunft vermehrt gemeinsame klinische Studien in den oben genannten Gebieten vornehmen. ...


Aus einer Mitteilung der [Bayer HealthCare AG vom 26. März 2008]:

... Die Uniklinik Köln und die Medizinische Fakultät der Universität zu Köln haben als Schwerpunkte ihrer klinischen Forschung das Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tumorleiden und Abwehrmechanismen sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems und Stoffwechselleiden definiert. Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung wird der Bayer-Teilkonzern HealthCare hinsichtlich der Entwicklung und klinischen Testung neuer Substanzen jeweils prüfen, ob sich Studien in enger Zusammenarbeit mit der Uniklinik Köln realisieren lassen. Die Uniklinik wird bei neuartigen medizinischen Entwicklungen oder Ideen wiederum abwägen, ob eine Kooperation mit Bayer möglich ist. ...

Forderung nach Offenlegung der Rahmenvereinbarung mit Bayer

Aus einer Mitteilung des Bunds demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) vom 15. Februar 2009:

... Zehn Verbände und studentische Interessensvertretungen, darunter der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte, medico international, die Kritischen Medizinstudierenden an der Uni Köln und die Coordination gegen BAYER-Gefahren, fordern die Universität Köln in einem Offenen Brief vom 18.11.2008 auf, den im Frühjahr geschlossenen Kooperationsvertrag mit der Bayer AG vollständig offenzulegen. Die Organisationen fürchten eine Neuausrichtung der pharmakologischen Forschung an der Kölner Uniklinik nach rein wirtschaftlichen Kriterien. ...

Die Leitung der Universität Köln verweigerte die Offenlegung des Vertrags.

Daraufhin hat die Coordination gegen BAYER-Gefahren bei der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW (LDI NRW) eine Beschwerde eingereicht, die rund ein halbes Jahr später beantwortet wurde. Laut dieser Antwort ist die Rahmenvereinbarung offenzulegen. Die LDI NRW habe der Universität "empfohlen", dies zu tun, jedoch keine Möglicheiten, die Offenlegung durchzusetzen.

Mitte Juli 2010 beschloss das rektorat der Universität Köln, der Empfehlung der LDI NRW nicht zu folgen und die Rahmenvereinbarung weiterhin geheim zu halten. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (oder vielleicht noch weitere Organisationen) sandten daraufhin ein anwaltliches Schreiben mit Fristsetzung an die Leitung der Uni.

Es gibt eine Unterschriftensammlung zur Unterstützung der Offenlegungsforderung.

Die Geheimhaltung von Verträgen ist auch im Bereich von Privatisierungen im Gesundheitswesen (Übergabe öffentlicher Krankenhäuser an private Träger, PPP) ein Problem.


Siehe auch

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge