St. Georg und Hubertusburg
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Das Klinikum St. Georg befindet sich seit 1439 im Besitz der Stadt Leipzig.
Das Städtische Klinikum „St. Georg“ Leipzig ist ein Unternehmen mit derzeit 1.414 Betten und tagesklinischen Plätzen im Krankenhausbereich, im Bereich Maßregelvollzug, in der Rehabilitation sowie im Bereich medizinisch-sozialer Wohnheime, in Notschlafstellen und Übernachtungshäusern. (Selbstdarstellung 10/2005)
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Nachrichten
September 2005: Übernahme des Wermsdorfer Krankenhauses Hubertusburg
Das St. Georg übernimmt zum 1. Juli 2006 das Wermsdorfer Krankenhaus Hubertusburg.
"Die Klinik in Wermsdorf bleibt in ihrer jetzigen medizinischen Leistungsstruktur erhalten und wird eher noch ausgebaut", so der Direktor des Leipziger Klinikums St. Georg. Auch die Verwaltung bleibe vor Ort. Bei der Übernahme der Trägerschaft handele es sich nicht um eine Fusion ... Erklärtes Ziel sei, "die Arbeitsplätze langfristig zu erhalten". Mögliche Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen könne er allerdings nicht ausschließen – weder für Wermsdorf noch für Leipzig. Mittelfristig seien Neuerungen in der Organisation der Küche geplant. ... (Leipziger Volkszeitung 23.9.05)
Siehe auch
Unklare Cross-Border-Leasing-Geschäfte
Das Krankenhaus St. Georg ist an einen US-Investor verleast worden. Nach dem Notverkauf der Landesbank Sachsen fragen LokalpolitikerInnen, welche Folgen sich aus den Cross-Border-Leasing-Geschäften (CBL-Geschäften) für die Stadt ergeben könnten.
... Beim St. Georg sieht der Vertrag ... vor, dass die Transaktion im Jahr 2032 wieder beendet werden könne, die Stadt also das Krankenhaus vom US-Investor zurückkaufen könne. Bei dem Geschäft war ein Gewinn für den Kommunalhaushalt zwischen 8 und 18 Millionen Euro geplant. «Dies ist deutlich höher als ursprünglich geplant», heißt es dazu in einem internen Rathauspapier. Offen bleibt, wer die Risiken dieser Geschäfte trägt, wenn beispielsweise die US-Seite aufgrund der zumeist sehr komplizierten Verträge Nachforderungen stellt. In diese Geschäfte seien normalerweise zwei Banken involviert, erklärt der Kölner Publizist und CBL-Experte Werner Rügemer. Eine führende Rolle dabei spielen nach Einschätzung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Landesbanken als öffentlich-rechtliche Finanzierungspartner der Kommunen. Und eben diese Rolle der Landesbank Sachsen im Falle Leipzigs sei nach wie vor unklar, kritisiert Linke-Politikerin Hollick. Wenn nach den CBL-Geschäften diese enormen Summen an die Landesbank geflossen sein sollten, dann stelle sich die Frage, wo dieses Geld nach dem Notverkauf der Bank an die LBBW jetzt ist und wer bei Problemen haftet. ... Der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Michael Weichert, sagte, negative Folgen dieser Geschäfte seien im Zuge der US-Immobilienkrise grundsätzlich nicht auszuschließen. Vor allem Berater- und Anwaltskosten könnten bei den betroffenen Kommunen immense Kosten verursachen.
Siehe auch

