Rot-Kreuz-Krankenhaus Wiesbaden

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Ende 2004 beschloss die Krankenhauskonferenz Wiesbaden-Limburg, die Schließung des Rot-Kreuz-Krankenhauses der Schwesternschaft Oranien in der Schönen Aussicht zu empfehlen. In der Konferenz sind jeweils acht VertreterInnen der Krankenkassen und der Krankenhäuser vertreten.

Angelika Beltz, Geschäftsführerin des Rot-Kreuz-Krankenhauses, sagte, das Verfahren der Abstimmung in der Krankenhauskonferenz sei illegal gewesen. Aufgrund des Konkurrenzkampfes würden die Klinikvertreter in den Krankenhauskonferenzen immer seltener einheitlich abstimmen. Beltz: „Manche wollten gerne einen Konkurrenten weghaben.“ ... Die Konferenz hatte weiterhin empfohlen, dass auch die Horst-Schmidt-Kliniken 20 bis 30 Betten verlieren. Demgegenüber soll die Asklepios-Paulinenklinik um 22 auf 316 Betten wachsen. (Wiesbadener Tagblatt 7.9.04)

Die Horst-Schmidt-Kliniken erhielten von der Krankenhauskonferenz den Versorgungsauftrag für 100 psychiatrische Betten in Wiesbaden. Für diese Betten hatte sich auch der Landeswohlfahrtsverband interssiert. (Wiesbadener Kurier 24.02.05)

Seit Februar 2005 gibt es in der Klinik Kurzarbeit. Die Auslastung ist nach Angaben von Beschäftigten auf 20% gesunken. Vielen Beschäftigte, die nicht zur Schwesternschaft gehören, wurde gekündigt. Die Rhön Klinikum AG, der schon die Deutsche Klinik für Diagnostik in Wiesbaden gehört, hat ein Kaufangebot gemacht. Mit einem Kauf bestünde die Gefahr, dass das Krankenhaus geschlossen wird: Denn der Konzern dürfte zwar an dem Versorgungsauftrag interessiert sein, den das Rot-Kreuz-Krankenhaus hat. Den aber könnte die AG in ihrer Deutschen Klinik für Diagnostik erfüllen und danach die Immobilie verkaufen. Wenn die Schwesternschaft Oranien andererseits das Krankenhaus in ein Altenheim umwandelt, droht ihr die Rückzahlung von 3,7 Millionen €, mit denen das Land 2004 den Ausbau des Krankenhauses gefördert hat. (Wiesbadener Tagblatt 22.4.05)

Außer Rhön hatte laut FAZ vom 24.4.04 auch Asklepios Interesse am Rot-Kreuz-Krankenhaus angemeldet. Asklepios gehört die Paulinenklinik in Wiesbaden.

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