Roland Berger

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Aus einer Pressemitteilung der Geschäftsführung der Helios-Kliniken 23.10.06:

Roland Berger neues Mitglied im Aufsichtsrat der HELIOS Kliniken GmbH

... Prof. Dr. h.c. Roland Berger, 68, ist Vorsitzender des Aufsichtsrats von Roland Berger Strategy Consultants, München. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in München und Hamburg.

Von 1971 bis 1972 war er Lehrbeauftragter für Marketing und Werbung an der Technischen Universität München. Seit 1996 hat er einen Lehrauftrag und seit 2000 eine Honorarprofessur für Betriebswirtschaft und Unternehmensberatung an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Er ist Mitglied der Hochschulräte der Technischen Universität und der Hochschule für Theater und Musik, München, des Kuratoriums des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München, des Kuratoriums der Universität Erfurt und des Boards der besten europäischen Business School Insead, Fontainebleau. Zudem ist er Honorargeneralkonsul der Republik Finnland in den Freistaaten Bayern und Thüringen.

Roland Berger wurde von Bundeskanzler Gerhard Schröder in die Expertenkommission zur Erarbeitung von Regeln für feindliche Unternehmensübernahmen berufen und war Mitglied der Sachverständigengruppe für die Strukturreform der Deutschen Bundesbank. Er wurde von Bundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog in den "Innovationsbeirat des Bundespräsidenten" berufen und war Vorsitzender der "Kommission zur Neuordnung der Bezüge von Mitgliedern der Landesregierungen in Bayern und Nordrhein-Westfalen", Mitglied der Kommission "Fortentwicklung der Rentenversicherung" und des Sachverständigenrats "Schlanker Staat" der Bundesregierung sowie der "Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen".

Der damalige Ministerpräsident Erwin Teufel berief Roland Berger als Mitglied in das "Innovationsforum Baden-Württemberg". Zudem war Roland Berger Mitglied der "Kommission für Nachhaltigkeit in der Finanzierung sozialer Sicherungssysteme" (Rürup-Kommission). Er gehört der von Bundeskanzler Gerhard Schröder gegründeten Initiative "Partner für Innovation" an. Zudem ist er Vorsitzender des Kuratoriums im "Konvent für Deutschland" mit Olaf Henkel und Roman Herzog. Im Dezember 2000 wurde ihm in New York durch die American Management Consultant Federation (AMCF) der "Carl Sloane Excellence in Management Consulting Award" verliehen.


Inhaltsverzeichnis

Roland Berger bei Helios

Pressemitteilung der Geschäftsführung der Helios-Kliniken 23.10.06:

Mit einem am 18. Oktober vollzogenen Gesellschafterbeschluss wurde Prof. Dr. h.c. Roland Berger in den Aufsichtsrat der HELIOS Kliniken GmbH berufen. ... Prof. Dr. h.c. Roland Berger ist damit einer der Acht von den Anteilseignern berufenen Aufsichtsratsmitglieder in dem Klinikunternehmen. Die HELIOS Kliniken gewinnen damit einen bedeutenden Wirtschaftsexperten für die Krankenhausbranche, der mit seiner anerkannten Wirtschaftsexpertise wichtige Impulse für die weitere Entwicklung des Konzerns setzen wird. ...

"Wir freuen uns sehr über das Engagement von Herrn Prof. Berger im Aufsichtsrat der HELIOS Kliniken GmbH. Als erfahrener Unternehmensberater mit viel Gespür für politische und unternehmerische Strategieentwicklung wird er den weiteren Weg unserer erfolgreichen Klinikgruppe sicherlich positiv begleiten. ", so Ralf Michels, Hauptgeschäftsführer der HELIOS Kliniken Gruppe.

Siehe auch


Roland Berger in Duisburg

Version 1

World Socialist Web Site 22.2.2006:

... Der von CDU und Grünen geführte Stadtrat hatte im vergangenen Jahr den Unternehmensberater Roland Berger beauftragt, Einsparpotentiale bei den städtischen Ausgaben zu finden. Roland Berger hat in seinem Gutachten dann insgesamt Einsparungen von über 53 Millionen Euro vorgeschlagen. Letztlich fordert die Unternehmensberatung die Privatisierung von öffentlichen Dienstleistungen, den Abbau der sozialen Infrastruktur sowie Einsparungen bei Langzeitarbeitslosen. In der Berger-Einsparliste finden sich Anteilsverkäufe beim Klinikum Duisburg ebenso wie die Zusammenlegung von städtischen Wohnungsbau- und Immobiliengesellschaften, die Schließung von Schwimmbädern, Stadtteilbibliotheken genauso wie Einsparungen im öffentlichen Nahverkehr. Den größten Einspareffekt – mehr als die Hälfte – könne man laut Roland Berger bei den Hartz-IV-Geld-Empfängern, also bei den Ärmsten der Armen erzielen, und das in einer Stadt mit fast 18prozentiger Arbeitslosigkeit und extrem hoher Armutsquote. Gleichzeitig fordert Roland Berger in der Presse die Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit für die Beschäftigten aller Branchen. ...

Version 2

Mitteilung der Stadtverwaltung Duisburg, ohne Datum:

... Die Verwaltungsspitze [der Stadt Duisburg] und die Unternehmensberatung Roland Berger haben einen Konsolidierungsplan vorgestellt, der den städtischen Haushalt mittelfristig um etwa 50 Millionen Euro entlasten kann. Kern des Konzepts ist eine Anpassung der Ausgaben auf das Niveau vergleichbarer Städte in Nordrhein-Westfalen und möglichst kostendeckendes Wirtschaften bei allen städtischen Dienstleistungen. ... Nach Einschätzung der Unternehmensberatung würde ein Bündel weitreichender Maßnahmen den Haushalt mittelfristig um rund 53 Millionen Euro entlasten. Hinzu kommen Einsparpotenziale, die risikoreiche Verpflichtungen der Stadt in Eigenbetrieben und Gesellschaften mindern. Werden alle Vorschläge umgesetzt, könnte so ein erheblicher Beitrag geleistet werden, 2013 einen Haushalt vorzulegen, bei dem die Stadt nicht mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt. Nur so lässt sich langfristig die Lebensqualität der Duisburger erhalten und die Attraktivität der Stadt auch als Wirtschaftsstandort erhöhen. ... Der Konsolidierungsplan bedeutet keinen Kahlschlag, sondern soll dazu dienen, auf sensible Art Geld zu sparen. Er folgt zwei Leitgedanken: Erstens, alle Leistungen auf das Niveau vergleichbarer Städte anpassen. Zweitens, alle Aufgabenfelder möglichst kostendeckend zu organisieren. Zu den einzelnen Maßnahmenpaketen zählt: Reorganisation des Sozialbereichs. Durch optimierte Arbeitsprozesse sollen Empfänger von Arbeitslosengeld II schneller vermittelt und Missbrauch vermindert werden. Zudem sollen Angehörige von Pflegebedürftigen bei der Heimauswahl umfassend beraten und die Kontrolle der Ausgaben bei der Heimpflege und der Grundsicherung erhöht werden. Dies soll Einsparungen von rund 16,5 Mio. Euro einbringen. Zentralisierung der Einkaufprozesse in der Stadtverwaltung. Bisher werden die meisten Leistungen dezentral beschafft. Eine Konzentration auf wenige spezialisierte Stellen würde die Einkaufsmacht erhöhen und Einsparungen bis zu 6,7 Millionen Euro erbringen. Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft, zum Beispiel im Rahmen eines Public Private Partnerships im Bereich der Sanierung und des Betriebes der Schulen (Einsparungen in Höhe von 15,6 Mio. Euro) An die demographische Entwicklung angepasster Rückbau städtischer Infrastruktur. Der Bevölkerungsrückgang ermöglicht Einsparungen bei Infrastrukturmaßnahmen in Höhe von bis zu 4,3 Millionen Euro.

Version 3

Homberger Störenfried Blog 7.3.2006

... Der Mann, der es schafft zu Gerhard Schröder und Edmund Stoiber gleichermaßen gute Beziehungen zu pflegen soll die Stadt Duisburg aus ihrer Schuldenfalle retten. ... Dabei kommen so schöne Sätze wie dieser heraus: "Eine Fokussierung auf lohnende Fälle in der Resteabwicklung kann eine deutliche Reduzierung und Beschleunigung der Arbeit bewirken".
Und weiter "Selektive Bearbeitung mit hoher Schlagzahl für Alt-Akten bei deutlich reduziertem Personalaufwand..." Alles Klar??? Mit "Resteabwicklung" sind übrigens Menschen aus Fleisch und Blut gemeint, die seit längerer Zeit öffentliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen! ...

Roland Berger in Hamburg

Jungle World 26.7.07: Die Humanressourcen leisten Widerstand

Roland Berger in Hannover

Laut der Sendung „Kontraste“ vom 19.2.04 wurde die Unternehmensberatung Roland Berger in den 90er Jahren für 110.000 € beauftragt, eine Studie zu den wirtschaftlichen Chancen einer neu zu gründenden Privatklinik für Hirnchirurgie in Hannover zu erstellen. Aufgrund der Ergebnisse der Studie übernahm das Land die Bürgschaft für über die Häfte der Baukosten, die rund 70 Millionen € betrugen. Entgegen der Prognosen der Studie wurde die Klinik ein Flopp.

„Kontraste“ berichtet weiter:

Jetzt sollen Pflichtversicherte die Stationen füllen, die Klinik vor der Pleite bewahren. Rettungsversuche auf Kosten der gesetzlich Versicherten: Die Kassen spielen da nicht mit. Christine Lüer, Vorstand AOK Niedersachsen: "Da muss ich schon relativ schlicht sagen, ihr habt das damals in die Wege geleitet, ihr habt euch stützend auf ein Roland Berger Gutachten das Teil dort hinstellen lassen. Es sollte rein privat betrieben werden. Und bitte schön: Dann betreibt es doch auch rein privat." Leere Stationen statt volle Auslastung. Ein teures Gutachten, das offensichtlich ignoriert: Schon vor dem Bau des Prestige-Projektes gab es im Bereich Neurochirugie in Niedersachsen Überkapazitäten. Christine Lüer, Vorstand AOK Niedersachsen: "Wenn man die Marktrealitäten zu Grunde gelegt hätte, dann möchte ich fast schon sagen, braucht man gar kein Gutachten. Weil man schon mit einem bisschen gesundem Menschenverstand sich gesagt hätte, das trägt sich niemals."

Zu der Zeit, als der Auftrag für die Studie vergeben wurde, war Gerhard Schröder Ministerpräsident in Niedersachsen, der ein „Duzfreund“ von Roland Berger sei. Auch die nachfolgende Landesregierung habe an die Unternehmensberatung Roland Berger Aufträge vergeben. Unter anderem sollte das Unternehmen für 516.000 € ein Gutachten über Einsparmöglichkeiten im niedersächsischen Haushalt erstellen.

Dazu Hartmut Möllring (CDU), Niedersächsischer Finanzminister:
"Weil in diesem Gutachten keine Hilfestellung für eine Landesregierung drin steht, weil alles das, was da drin steht, jeder Politiker auch so weiß, wo man ansetzen kann und zum Teil die Zahlen völlig unrealistisch überhöht sind. Und damit ist es auch nichts wert."

Die Zeit vom 5.2.04 berichtet:

Die Berger-Gruppe kam in Niedersachsen auffällig oft bei kostspieligen Beratungsprojekten zum Zuge. Zwischen 1994 und 2002 vergaben die Landesregierungen von Gerhard Schröder, Gerhard Glogowski und Sigmar Gabriel 368 Aufträge für insgesamt 28,3 Millionen Euro an Consultants, PR-Agenturen, Professoren und Rechtsanwälte. Mehr als ein Fünftel dieser Ausgaben, 6,2 Millionen Euro, floss in die Tasche von Berger. 21 Gutachten fertigten die Münchner Berater an. Bis auf 40 Projekte vergab die Landesregierung sämtliche Aufträge freihändig, das heißt, ohne sich zu erkundigen, ob andere Beratungsfirmen den Job möglicherweise kostengünstiger oder besser erledigen könnten. ... „Wir fragen derzeit lieber Unternehmensberater wie McKinsey oder Berger, wenn wir schnell ein Politikkonzept brauchen“, räumte Staatssekretär Tacke auf der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik vor einigen Monaten ein. Neu ist vor allem, wie selbstverständlich Unternehmensberatern auch Kompetenz bei originär politischen Fragen zugetraut wird. Tackes Ressort, das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, hat beispielsweise gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeit bei Roland Berger ein Gutachten zur geplanten Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe erstellen lassen, was die Opposition für eine klassische Aufgabe der Ministerialbürokratie hält. ... Sechs Gutachten, die Berger zwischen 1995 und 2000 für das Land Niedersachsen anfertigte, liegen äußerst knapp unter der Grenze von 200000 Euro, von der an die Vergabe von Gutachten öffentlich ausgeschrieben werden muss. ...

Siehe auch

Roland Berger in Düsseldorf

Ausbeuter des Jahres 2006

Die Plattform für Hochschul-, Bildungs- und Sozialpolitik, Uebergebuehr, berichtet am 17.12.06:

„Die Überflüssigen“ küren die Unternehmensberatung Roland Berger zum „Ausbeuter des Jahres“ 2006. Hintergrund ist die Beratung der Arbeitslosenagenturen durch das Unternehmen. Am 14.12. stürmten Überflüssige, bewaffnet mit Champagner, Konfetti, Urkunde und Blumen für die Sekretärin, die Niederlassung in Düsseldorf. Seinen Preis verdiente sich Roland Berger mit seinem neuesten Werk „ASCHENPUTTEL RELOADED“. Nach dem Prinzip „die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen“ krempelt Roland Berger seit Mai 2005 die Arbeitsabläufe von vielen ARGE-Standorten bundesweit um. ...

Siehe auch

Roland Berger in Köln

Bericht beim Erwerbslosen Forum Deutschland 12.10.06:

Zahlreiche Mitglieder von Kölner Erwerbsloseninitiativen und dem Erwerbslosen Forum Deutschland überraschten am Donnerstagmorgen die ARGE Köln, indem sie den sofortigen Auszug der Unternehmensberatung ‚Roland Berger’ aus der ARGE Köln forderten. Anlass war ein dem Erwerbslosen Forum Deutschland zugespieltes internes Papier der Unternehmensberatung, welches der Optimierung von Geschäftsprozessen in der ARGE dienen soll.

Die Kölner ARGE gilt als Modellprojekt für andere Jobcenter. Wichtigste Ergebnisse sind die Klassifizierung von Hartz IV-Betroffenen in verschiedene Gruppen. Demnach bekommen zukünftig Personen zwischen 25 bis 40 Jahre die meisten Kontakte bei ihrem Fallmanager. Hauptaufgaben seien Kontrollen, konsequentere Sanktionierung und Aktivierung zu Maßnahmen (z. B. 1 Euro Jobs). Hingegen erhalten Schwerbehinderte und ältere Erwerbslose nur noch zweimal im Jahr eine Beratung beim persönlichen Ansprechpartner. Außerdem sollen Fragen zu Leistungsangelegenheiten deutlich eingeschränkt werden bzw. auf Telefonhotlines und einen erweiterten Eingangsbereich ausgelagert werden. Für die Initiativen ist dies ein Skandal, da damit der grundgesetzlich garantierte sozialpolitische Auftrag der SGB - Behörden faktisch außer Kraft gesetzt wird. Zudem zeige die völlig überfüllte Eingangszone, dass keine Fragen geklärt werden können und dringende Angelegenheiten erst nach einer Terminvergabe möglich sind.

Die Aktivisten verteilten Flugblätter an Mitarbeiter und Betroffene in der ARGE. Außerdem wurden durch Umzugskarton, die die Unternehmensberatung ‚Roland Berger’ zum Auszug aus den ARGEN aufgefordert. Bei den Ärmsten der Armen mit Methoden von marktorientierten Wirtschaftsunternehmen das meiste Einsparpotenzial heraus zuholen könne nicht der richtige Weg sein. Das Papier sei außerdem dazu geeignet, um Schwerbehinderte völlig auszugrenzen und diskriminiere sie. Wenn Mitarbeiter diese Anweisungen durchziehen müssten und der Handlungsmaxime des Papiers folgen würden – Treiber statt Getriebener – müssten sie den Bedürftigen zwangsläufig Rechte vorenthalten. Dies sei aber die im Sozialgesetzbuch verankerte Pflicht.

Die Geschäftsführung der Kölner ARGE – Frau Jung- versprach zum Abschluss der Aktion einen in kürze stattfindenden Gesprächstermin mit Vertretern der Erwerbsloseninitiativen.

Siehe auch

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Persönliche Werkzeuge