Rhön
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Die Rhön-Klinikum AG ist einer der größten Klinikbetreiber in Deutschland. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 2,6 Mrd EUR und ein Konzernergebnis von 161 Mio EUR. Zur Rhön-Klinikum AG gehören 53 Kliniken mit rund 16.000 Betten sowie 39 Medizinische Versorgungszentren. Im Jahr 2011 wurden knapp 2,3 Millionen Patienten behandelt. (Finanznachrichten vom 26.4.2012)
In diesem und im kommenden Jahr wollen wir mit den Neubauten an den beiden Standorten [Gießen und Marburg] beginnen, um weitere Rationalisierungspotenziale zu heben. Allein in Gießen sind derzeit noch über 100 Einzelgebäude auf dem Klinikgelände verteilt, die wir durch ein kompaktes Gebäude ersetzen werden. Auf diesem Weg führen wir das Flussprinzip – also die Anwendung industrieller Produktionstechniken und die vierstufige Patientenversorgung – erstmals in einem Universitätsklinikum ein. (Bilanzpressekonferenz der Rhön-Klinikum AG, 19.4.07)
Rhön-Klinikum erzielte im Geschäftsjahr 2004 nach vorläufigen Zahlen bei einem Umsatz von 1,045 Mrd. EUR einen Jahresüberschuss von 76,4 Mio. EUR. (Bankgesellschaft Berlin Juli 2005)
Stimmrechte (Rhön-Info - gelesen 23.9.07):
- Eugen und Ingeborg Münch, Deutschland (16,20%)
- Alecta pensionsförsäkring, ömsesidigt, Stockholm, Schweden (> 10%)
- Ameriprise Financial, Inc., Minneapolis, USA (> 5%)
- Franklin Mutual Advisers, LLC, Short Hills, USA (> 5%)
- Nordea 1 Sicav, Findel, Luxemburg (> 5%)
- Bank of America Corporation, Charlotte, USA (4,46%)
- Julius Bär Holding AG, Zürich, Schweiz (> 3%)
Inhaltsverzeichnis |
Nachrichten
April 2012: Fresenius will Rhön Klinikum AG übernehmen
Fresenius hat vor, die Rhön-Klinikum AG mit dem ihnen eigenen Klinikkonzern Helios zusammenzuführen. Damit entstünde der bundesweit größte Klinikkonzern, der fern jeglicher Konkurrenz wäre.
Unternehmensgründer und Ankeraktionär Eugen Münch, langjähriger Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender der Rhön AG, unterstützt das Vorhaben. Er erklärte, er werde das Übernahmeangebot mit allen von ihnen gehaltenen Aktien in Höhe von 12,45 % des Grundkapitals der Rhön-Klinikum AG annehmen. Er werde den Aktionären die Annahme des Angebotes ebenfalls empfehlen.
Laut Bayerischem Rundfunk stieg der Wert der Rhön Aktie, nach Bekanntgabe der Übernahme, um 46%.
Meldung bei Reuters vom 26.4.2012 10.43 Uhr
Fresenius will Konkurrent Rhön Klinikum schlucken
Frankfurt (Reuters) - Milliardenübernahme im deutschen Klinikmarkt: Der Gesundheitskonzern Fresenius will für rund 3,1 Milliarden Euro den Klinikbetreiber Rhön-Klinikum kaufen.
Mit der Übernahme will Fresenius zusammen mit seiner Tochter Helios den unangefochtene Marktführer unter den privaten Klinikbetreibern in Deutschland schaffen. Der neue Krankenhausverbund Helios-Röhn käme dann auf einen Jahresumsatz von rund sechs Milliarden Euro. "Der geplante Erwerb der Rhön-Klinikum AG ist ein bedeutender Schritt im weiteren Ausbau unseres Krankenhausgeschäfts" erklärte Fresenius-Chef Ulf Schneider am Donnerstag. Mit der Bündelung der Geschäfte könne Fresenius neue Wege in der Gesundheitsversorgung gehen. Rhön-Klinikum kündigte umgehend an, die Übernahme-Offerte zu prüfen.
Fresenius bietet den Rhön-Klinikum-Aktionären 22,50 Euro je Aktie. Die Offerte liegt um 52 Prozent über dem Schlusskurs der Rhön-Klinikum-Aktie vom Mittwoch. Die im Nebenwerteindex MDax notierten Rhön-Titel sprangen am Donnerstagvormittag um rund 50 Prozent auf 22,14 Euro in die Höhe, blieben aber unter dem Übernahmepreis. Die im Leitindex Dax notierte Fresenius-Aktie büßte 4,4 Prozent auf 70,65 Euro ein.
Für das Angebot soll eine Mindestannahmequote von 90 Prozent plus eine Rhön-Klinikum-Aktie gelten. Der Unternehmensgründer und Großaktionär von Rhön-Klinikum, Eugen Münch, unterstützt die Übernahme. "Ich halte den Zusammenschluss für einen richtigen und wegweisenden Schritt", erklärte Münch. Er hält zusammen mit seiner Familie 12,5 Prozent der Rhön-Klinikum-Anteile. Ein Verkauf an Dritte liege nicht in seinem Interesse, sagte der langjährige Vorstands- und Aufsichtsratschef des Unternehmens aus Neustadt an der Saale.
Helios und Rhön-Klinikum gehören bereits neben dem Asklepios-Konzern zu den drei größten privaten Klinikbetreibern in Deutschland. Daher erwartet Schneider bei den Kartellbehörden keinen Spaziergang. "Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Klinikstandorte veräußert werden müssen, um die kartellrechtliche Freigabe zu erhalten", erklärte das Fresenius-Management. Zu Helios gehören aktuell 75 Kliniken und 31 medizinische Versorgungszentren. Die Gruppe versorgt mehr als 2,7 Millionen Patienten pro Jahr. Rhön-Klinikum besitzt derzeit 53 Krankenhäuser und 39 medizinische Versorgungszentren. Pro Jahr wurden zuletzt mehr als 2,2 Millionen Patienten behandelt.
Mit dem Zusammenschluss von Helios und Rhön erhofft sich Fresenius Größenvorteile unter anderem im Einkauf, im Servicebetrieb und in der Verwaltung. Damit werde sich künftig die operativen Rendite (Ebitda-Marge) der neuen Gruppe um ein bis zwei Prozent verbessern lassen, erklärte Schneider. Er erwartet, dass sich der Zukauf im ersten vollen Jahr der Zugehörigkeit zu Fresenius positiv auf das Konzernergebnis auswirken wird. Der Gewinn je Aktie werde aber leicht belastet. Im zweiten vollen Jahr solle der Zukauf dann auch zum Gewinn je Aktie beitragen. ABSCHLUSS IM DRITTEN QUARTAL GEPLANT
Fresenius-Chef Schneider will die Übernahme im dritten Quartal unter Dach und Fach zu bringen. Eine Börsennotierung der neuen Helios-Rhön-Gruppe sei nicht geplant. Fresenius will den Zukauf über Kredite und eine Anleihe finanzieren. Dazu kommen Kapitalmaßnahmen im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro. Dies könne eine Bezugsrechteemission, die Ausgabe neuer Aktien oder auch eine Wandelanleihe sein, sagte ein Sprecher. Die Else-Kröner-Stiftung will sich nach Angaben von Fresenius mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag daran beteiligen. Über Aktien der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care will Schneider die Übernahme nicht finanzieren. Zusagen zur Finanzierung gebe es bereits von den Geldhäusern Deutsche Bank, J.P. Morgan, Societe Generale, Credit Suisse und der UniCredit.
FRESENIUS HEBT AUSBLICK 2012 AN
Fresenius legte am Donnerstag auch Eckdaten zum ersten Quartal vor und hob seinen Geschäftsausblick für 2012 an. Danach nahm der Konzernumsatz in den Monaten Januar bis März um 13 Prozent auf 4,42 Milliarden Euro zu. Der Konzerngewinn kletterte um 18 Prozent auf 200 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Fresenius-Chef Schneider nun einen währungsbereinigten Anstieg des Konzerngewinns um zwölf bis 15 Prozent. Bisher wurden acht bis elf Prozent Zuwachs erwartet. Der Konzernumsatz soll 2012 währungsbereinigt um zehn bis 13 Prozent zulegen. Fresenius peilt hierbei das obere Ende dieser Spanne an.
April 2011: Bilanzkonferenz der Rhön Klinikum AG - Gewinnzuwachs und Prognose 2011
Wallstreet Online meldet am 28.4.2011:
Rhön Klinikum profitiert von gestiegenen Patientenzahlen
BAD NEUSTADT - Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum ist dank deutlich gestiegener Patientenzahlen mit einem Gewinnanstieg ins neue Geschäftsjahr gestartet. ´Die guten Zahlen im ersten Quartal sind eine sehr gute Ausgangslage, um unsere Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2011 zuverlässig zu erreichen´, sagte Finanzvorstand Erik Hamann bei Vorlage der Zahlen am Donnerstag. Die Zahlen und der Ausblick kamen an der Börse gut an. Vorbörslich stieg der Kurs um mehr als 2 Prozent.
2011 wird unverändert ein Umsatzplus von vier Prozent auf 2,65 Milliarden Euro erwartet. Der Konzerngewinn vor Minderheiten soll auf 160 Millionen Euro steigen, wobei der Überschuss in einer Bandbreite von fünf Prozent um diesen Wert schwanken kann.
Der Marktanteil sei 2010 weiter ausgebaut worden. Wie die im MDax-notierte Gesellschaft weiter mitteilte, stieg der Konzerngewinn um 10,8 Prozent auf 38,0 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse kletterten dank einem prozentual zweistelligen Plus bei den Patientenzahlen in den ersten drei Monaten um 3,7 Prozent auf 647,2 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 8,1 Prozent auf 50,6 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 51,06 Millionen gerechnet. An die Aktionäre soll eine Dividende von 0,37 Euro nach 0,30 Euro im Vorjahr ausgeschüttet werden.
Ende 2010 beschäftigte der MDax-Konzern 38.058 Mitarbeiter. Das sind 1176 mehr als im vergangenen Jahr. Rhön-Klinikum zählt neben den zum Medizinkonzern Fresenius gehörenden Helios-Kliniken und dem Konkurrenten Asklepios zu den drei großen privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland.
Finanz Nachrichten meldet:
RHÖN-KLINIKUM AG: Bilanzpressekonferenz in Frankfurt/Main 28.04.2011 Jahresergebnis 2010 * Erneuter Anstieg der Patientenbehandlungen um 13,4 % ist Beleg für Vertrauen in die hohe Qualität der angebotenen medizinischen Leistungen. * 9,9 % Umsatz- und 10,2 % Ergebnisplus in 2010 beweisen die Nachhaltigkeit des Wachstumskurses. * Bezug neuer Gebäude in Gießen und Marburg im ersten Quartal 2011. Die dortigen Investitionsverpflichtungen - 260 Mio. EUR aus Mitteln der Aktionäre - wurden voll erfüllt. Gießen und Marburg sind ein Beleg für Investitionsfähigkeit und Innovationskraft.
Ergebnis 1. Quartal 2011 * Fortgeführter Patientenanstieg um 69.839 Fälle bzw. 13,7 % auf insgesamt 579.632 Fälle (Vj. 509.793 Fälle) unterstreicht guten Start in das neue Geschäftsjahr. * Umsatzerlöse erhöhten sich um 3,7 % auf 647,2 Mio. EUR. * Konzerngewinn stieg um 3,7 Mio. EUR bzw. um 10,8 % auf 38,0 Mio. EUR. * EBITDA stieg um 5,7 Mio. EUR bzw. 7,8 % auf 78,8 Mio. EUR. * EBIT verbesserte sich um 3,8 Mio. EUR bzw. 8,1 % auf 50,6 Mio. EUR.
Prognose für die weitere Entwicklung in 2011
Für 2011 bestätigt das Unternehmen seine Prognose. Erwartet werden trotz herausfordernder Rahmenbedingungen Umsatzerlöse in Höhe von ca. 2,65 Mrd. EUR, ein EBITDA von 340 Mio. EUR und ein Konzerngewinn in Höhe von ca. 160 Mio. EUR. Beide zuletzt genannten Zahlen mit einer Bandbreite von jeweils 5 % nach oben bzw. unten.
Bad Neustadt a. d. Saale/Frankfurt am Main, den 28. April 2011 Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG wird auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main die bereits im Februar veröffentlichten Trendzahlen bestätigen. Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 zurück. Die Patientenzahlen sind erneut gestiegen, so Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG. Wir sind stolz auf die Leistung unserer Mitarbeiter und Einrichtungen. Die steigende Nachfrage nach unseren Gesundheitsleistungen ist der Beleg für das Vertrauen der Menschen in die hohe Qualität unseres medizinischen Angebotes. Es ist uns sowohl im ambulanten als auch stationären Bereich gelungen, unser Wachstum fortzusetzen. Unsere Umsatz- und Ergebnisziele wurden planmäßig erreicht. Wir konnten unseren Marktanteil in 2010 erneut ausweiten. Unsere Bestandskliniken haben ein internes Wachstum, deutlich über dem sich abzeichnenden Bundesdurchschnitt. Dabei bleiben wir bei unserer Politik, den Löwenanteil unseres Unternehmensgewinns in Kliniken und MVZ zu investieren. Rund 70 % fließen zurück. Damit ist unsere Investitionsquote deutlich höher als bei jedem öffentlichen Träger. Die Verlässlichkeit unseres Geschäftsmodels wurde erneut unter Beweis gestellt. Unser Fazit für das Geschäftsjahr 2010 fällt daher durchweg positiv aus, so Pföhler.
Jahresergebnis 2010 In den Kliniken des Verbunds wurden 2010 insgesamt mehr als zwei Mio. Patienten behandelt. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum auf 2,55 Mrd. EUR. Der Konzerngewinn erhöhte sich wie prognostiziert um 10,2 % auf 145,1 Mio. EUR. Das EBITDA konnte im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 % auf 307,3 Mio. EUR und das EBIT um 8,7 % auf 197,9 Mio. EUR gesteigert werden. Der operative Cash-Flow erhöhte sich um 7,4 % auf 255,9 Mio. EUR. Der Anstieg der Patientenbehandlungen um 13,4 % sei Beleg für das große Vertrauen in die Qualität unserer Arbeit. Mit 9,9 % Umsatz- und 10,2 % Ergebnisplus in 2010 beweise die RHÖN-KLINIKUM AG darüber hinaus die Nachhaltigkeit des Wachstumskurses - auch in Krisenzeiten. Pföhler sagt zu, diesen verlässlichen Kurs auch im neuen Geschäftsjahr konsequent beizubehalten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der diesjährigen Hauptversammlung am 8. Juni 2011 die Ausschüttung einer Dividende von 0,37 EUR (Vj. 0,30 EUR) je dividendenberechtigter Stückaktie (DE 0007042301; 138.232.000 Stückaktien) vorschlagen.
Arbeitsplätze 2010 Zum 31. Dezember 2010 hat die RHÖN-KLINIKUM AG in zehn Bundesländern 38.058 Mitarbeiter beschäftigt. Das sind 1176 mehr als im vergangenen Jahr. Neu hinzu kamen vor allem Ärzte und Pflege-kräfte. Mittlerweile zählen die Klinken der AG in vielen Regionen zu den größten Arbeitgebern.
Ergebnis 1. Quartal 2011 Mit dem Start in das Geschäftsjahr 2011 ist die Konzernleitung zufrieden. Bereits in den ersten drei Monaten konnten 579.632 Patienten behandelt werden (+ 13,7 %). Die Umsatzerlöse stiegen auf 647,2 Mio. EUR (+3,7 %). Der Konzerngewinn steigt um 10,8 % auf 38,0 Mio. EUR. Das EBITDA steigt auf 78,8 Mio. EUR (+ 7,8 %). Das EBIT erhöht sich auf 50,6 Mio. EUR und liegt um 8,1 % über dem Vorjahreswert. Zum Stichtag 31. März 2011 waren im Klinikverbund 38.174 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die guten Zahlen im ersten Quartal sind eine sehr gute Ausgangslage, um unsere Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2011 zuverlässig zu erreichen, so Finanzvorstand Dr. Erik Hamann. Zwei große Projekte wurden im ersten Quartal bereits erfolgreich bewältigt. Am Universitäts-klinikum Gießen und Marburg wurden zwei neue Gebäude in Betrieb genommen. An beiden Standorten konnten die Umzüge ohne Zwischenfälle abgeschlossen werden.
Ausblick 2011: Gute Medizin zukunftsfest zu gestalten ist ein zentrales Anliegen des Konzerns. Die demographische Entwicklung und der damit verbundene wachsende Bedarf an einer hochwertigen medizinischen Versorgung älterer Menschen stellen neue Anforderungen an das Gesundheitssystem. Diesem Bedarf wollen wir mit maßgeschneiderten medizinischen Angeboten Rechnung tragen. Einen wesentlichen Ansatzpunkt sehen wir in der Stärkung unserer medizinischen Leistungsnetze in unserem Verbund beispielsweise in der Akutgeriatrie. Den Grundstein haben wir durch den Erwerb der Salze Klinik und die Integration eines geriatrischen Schwerpunkts in unseren Klinikverbund gelegt. Mit dem bundesweit herausragenden medizinischen Konzept setzen wir erneut Maßstäbe. Die Umsetzung weiterer tragfähiger und zukunftsweisender Leistungsangebote treiben wir gezielt voran. Daneben bleibt es Ziel, uns vom klassischen Klinikbetreiber hin zum integrierten Gesundheits-versorger zu entwickeln. Der sich abzeichnende Strukturwandel zeigt, dass wir uns auf dem vor zwei Jahren eingeschlagenen Weg auf Erfolgskurs befinden: Aufgrund des Fortschritts in der Medizin und Medizintechnik ergeben sich immer mehr Möglichkeiten zur ambulanten Therapie. So steht zum Beispiel die Ophthalmologie (Augenheilkunde) wie kaum ein anderes Fachgebiet für die Verlagerung stationärer Leistungen in den ambulanten Bereich. Die darin liegenden Chancen haben wir früh erkannt und können mit unserem zum Jahresbeginn vollzogenen Markteinstieg in die Ophthalmologie den Patienten innovative Versorgungsleistungen anbieten. Derzeit werden die Weichen für eine gesetzliche Neuordnung der ambulanten Versorgung gestellt, so der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Pföhler. Anlass für das angekündigte Versorgungsgesetz ist ein sich abzeichnender Ärzteengpass insbesondere in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Als einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland will die RHÖN-KLINIKUM AG den erforderlichen Systemwandel mitgestalten. Das Unternehmen sieht in der Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung und der Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen für Ärzte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen wichtigen Ansatzpunkt.
Gesundheit bedeutet Lebensqualität, sie ist das höchste Gut der Menschen. Unser Ziel ist daher auch 2011 eine wohnortnahe, qualitativhochwertige und bezahlbare Versorgung für jedermann anzubieten, so Pföhler.
Oktober 2008: Rhönwatch
Die ver.di Jugend Hessen hat einen Blog ins Leben gerufen, um befürchtete Qualitätsmängel beim privaten Klinikbetreiber Röhn Klinikum AG zu sammeln und offenzulegen:
In einem anonymen Blog-Beitrag vom 6.10.08 heißt es z.B.:
... In Krankenhäusern, die schon mehrere Jahre zu Rhön gehören, wird den Mitarbeitern sicherlich viel abverlangt. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, da es in den inzwischen mehr als sechs Jahren, die ich bei Rhön arbeite genug Tage gab, an denen ich erschöpft von der Arbeit nach Hause kam, weil ich mein Bestes gegeben habe. ABER: Nach einer Zeit in der die Klinik entschlackt wurde, Stellen abgebaut und Prozesse umgestellt wurden, gings aufwärts. ...
Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) protestierte in einer Pressemitteilung vom 2.10.08 gegen den Blog:
... Auf der Internet-Seite werden anonym ausschließlich negative Erfahrungen mit den Rhön-Krankenhäusern veröffentlicht, zu denen auch das Universitätsklinikum Gießen und Marburg gehört. „Der richtige Weg bei Problemen zwischen Mitarbeitern und Unternehmensführung führt über die betriebsinternen Gremien“, hält VUD-Generalsekretär Strehl fest. ... Strehl bedauert, „dass die Gewerkschaft Verdi zu Mitteln greift, die in unserer Sozialordnung zur Beilegung betrieblicher Konflikte nicht vorgesehen sind“. Er hält es für bedenklich, wenn mit nicht oder nur schwer nachprüfbaren Anschuldigungen Druck auf die Betriebsleitungen aufgebaut werden soll. „Außerdem werden dadurch Patienten verunsichert, die solche Kampagnen am wenigsten einschätzen können.“ Patienten würden dadurch für Arbeitskämpfe instrumentalisiert. ...
Nach 5 Wochen schließt Ver.di www.rhoenwatch.de wieder:
Frankfurter Rundschau 5.11.08:
Seit fünf Wochen besteht die Möglichkeit, sich im Internet über Erfahrungen mit dem Klinikum auszutauschen, das seit der Privatisierung vor zwei Jahren zum Rhön-Konzern gehört. Die Gewerkschaft Verdi hatte Rhoenwatch.de installiert, nachdem sich Beschwerden über die Folgen des Personalabbaus gehäuft hatten. Jetzt wird die Plattform erst mal abgeschaltet. "Wir machen eine Pause." So formuliert es Georg Schulze-Ziehaus von Verdi Hessen. "Die Probleme sind benannt, nun wollen wir über Lösungen sprechen." Am heutigen Mittwoch sollen die Gespräche mit der Geschäftsführung beginnen…
Siehe auch
- Junge Welt 14.10.08: »Die Unzufriedenheit der Beschäftigten nimmt zu«
- Diskussion der VUD-Pressemitteilung
- Whistleblowing
- Uni-Klinika Gießen und Marburg
September 2006: Capio
Die Börse Berlin Bremen meldet über den Nachrichtendienst ots am 01.09.2006 folgendes:
Rhön-Klinikum (WKN 704 230) stiegen um 6,4 Prozent auf 33,83 Euro. Hier schürten Fusionsgerüchte die Fantasie der Anleger. Offensichtlich haben Finanzinvestoren ein Kaufangebot für den schwedischen Gesundheitskonzern Capio vorgelegt. Das ließ Investoren von Übernahmen im gesamten europäischen Gesundheitssektor träumen.
Siehe auch
Allgemeine Strategie
Rhön-Kliniken wollen keine Patientenselektion nach USA-Muster betreiben, denn Fließbandfertigung für einen Massenmarkt bringt am Ende höhere Gewinne:
Wir sind davon überzeugt, daß eine Flächenversorgung für jedermann wegen der größeren Leistungsmenge bei niedrigerem Preis, der damit sozialer ist, langfristig bei richtiger Steuerung die Krankenhausträger zur Einleitung kostendegressiver Leistungsprozesse anregt und damit dem Entwicklungspotential der hochpreisigen Spitzenversorgung für eine zahlungsfähige Oberschicht überlegen ist. ... Das heißt wir sind davon überzeugt, daß steigende Mengenleistungen, die aus der demografischen Entwicklung resultieren, zur Kostendegression im Krankenhaus führen müssen und die Kostendegression ihrerseits die Leistung preiswerter und damit verfügbar für jedermann macht. Ein vergleichbarer Prozeß hat das Automobil für viele erst erschwinglich gemacht und umgekehrt die Massenproduktion ermöglicht. ( Vorstandsvorsitzender Eugen Münch 17.5.1996)
Fließkonzept
In Rhön-Kliniken sind Pflege und Unterbringung in vier Hospitationsebenen untergliedert. Die Behandlung folgt arbeitsteiligen Fließkonzepten . Damit konnten nach Aussagen des Konzerns die Kosten je Fall bei gleichzeitig höherer Qualität der Leistung am und für den Patienten um bis zu 40% unter den des Bundesdurchschnitts gesenkt werden.
Im Ver.di Infodienst 2001 Nr. 11 heißt es:
es gibt in den Häusern nicht mehr nur die herkömmlichen zwei Versorungsstufen OP/Intensiv und Normalstation, sondern es wird ein flexibel gegliedertes System angewendet mit einem sehr hohen Anteil an Intensivabteilungen und vielen Schnittstellen, an denen die Patienten übergeben werden und eine Qualitätskontrolle stattfindet. Der große Anteil an Intensivbetten in den RKA-Häusern ist in sich gegliedert: höchstintensiv – überwachungsorientiert – pflegeorientiert, erst dann kommt der/die Patient/in in die Normalstation. Dieser Ablauf im Krankenhaus, der gleichzeitig noch interdisziplinär organisiert ist und so Doppelleistungen und Kosten vermeidet, bewirkt wesentlich mit, dass die Kosten der RKA-Häuser nach eigenen Angaben 30-40% geringer sind als in “alten“ Krankenhausstrukturen2 (Fallkosten öffentlicher Krankenhäuser 7.600 DM; RKAKlinik 5.100 DM (Dresdner Kleinwort Benson 1999)).
Siehe auch
- FAU Lokalföderation München 13.8.07: Kosten senken! - Qualität Steigern?
(ausführlichere Darstellung der Entwicklung der Arbeitsbedingungen in den Amper Kliniken seit Übergabe an Rhön) - Amper Kliniken AG
Personalpolitik
Rhön gliedert Serviceleistungen aus und "bestellt" bei den Behörden nach §§ 48 SGB III Erwerbslose für rechtswidrige, nicht entlohnte "Praktika" als Reinigungskräfte. Siehe dazu Uniklinikum Marburg / RK-Reinigungsgesellschaft (Rhön): Arm DURCH Arbeit (Juli 2007).
Übernahmepolitik
Die RHÖN-KLINIKUM AG strebt in jedem Fall die stringente Umsetzung ihrer erfolgsorientierten Konzepte an und ist deshalb nur an Übernahmen interessiert, bei denen sie als Mehrheitsgesellschafter auftritt. (Selbstdarstellung Mitte 2004)
Im Ver.di Infodienst 2001 Nr. 11 heißt es:
Bei der Übernahme einer Klinik wird der Personalbedarf berechnet »und kann nicht Gegenstand sozialer Überlegungen sein, die letztlich systemtötend wären«4. Im Klartext: Ein Personalüberhang wird möglichst schnell abgebaut. (E. Münch, Das flexible Krankenhaus; in: Das Krankenhaus 8/97, S. 466)
Teleportal-Konzept
Mit dem Tele-Portal-Konzept werden die Möglichkeiten der Telematik genutzt, um medizinische Kompetenz aus der Spitzenmedizin bereits auf der Ebene der Grundversorgung zur Verfügung zu stellen. Zentrales Element der Tele-Portal-Klinik ist eine diagnostisch-technische Ausstattung auf dem Niveau gut geführter Schwerpunktkrankenhäuser (z.B. CT = Computertomograph, MRT = Magnetresonanztomograph). Direkten Zugriff auf Spezialexpertise hat die Tele-Portal-Klinik rund um die Uhr durch telematische Online-Verbindung zu geeigneten Schwerpunkt- und Fachkliniken. Der Einsatz von „virtuell“ anwesenden Spezialisten wird gemeinsame Online-Befundungen in "Echtzeit" ermöglichen, die im „alten“ Grundversorgungskrankenhaus bisher sowohl technisch wie auch finanziell undenkbar waren. (Mitteilung von Rhön – Finanztreff.de / DGAP 14.4.05)
In einer PowerPoint-Präsentation vom 27.1.2003 stellt die Rhön AG ihre Pläne zur Umstukturierung des Gesundheitsversorgung ausführlicher vor.
Danach soll eine kostengünstige Flächenversorgung durch Standardisierung der Diagnostik und Behandlung erreicht werden. Rhön vergleicht den angestrebten Wandel in der Patientenversorgung mit dem Übergang von der Manufaktur zur Prozessorientierung . Wie bei industriellen Fertigungsprozessen wird durch Wiederholung in völlig neuen Formen der Arbeitsteilung eine Rationalisierung ermöglicht.
Die arbeitsteilige „Produktion“ medizinischer Leistungen erfolgt dezentral an virtuellen Patienten , die auf der Basis bildgebender Verfahren (übereinandergelegt und mehrdimensional) konstruiert werden. Zusätzlicher Vorteil: der anonyme virtuelle Patient wird, als Pendant zum realen virtuellen Patienten, völlig neue Forschungsmöglichkeiten über Massenphänomene ermöglichen .
Sämtliche Daten des virtuellen Patienten fließen in eine elektronische Krankenakte ein, zu der die PatientInnen selbst und die beteiligten BehandlerInnen über ein Intranet Zugang haben.
Die Durchsetzung des Systems erfolgt, indem der Patient eingebunden wird und durch Hinterlegung seiner Karte beim jeweiligen Behandler den Zugang öffnet. Das bedeutet, dass niedergelassene Ärzte sich genauso einloggen können – vorausgesetzt, dass der Patient das will. Wenn er es nicht will, wird er es dem Arzt begründen müssen. Die im System liegende Bequemlichkeit wird zu schneller Verbreitung führen und auch die niedergelassenen Ärzte werden sich dem nicht entziehen können. Den niedergelassenen ÄrztInnen fällt die Aufgabe zu, PatientInnen in ein von Rhön organisiertes Versorgungssystem aus ambulant und stationär behandelnden Einrichtungen weiterzuleiten. Der niedergelassene Arzt prüft nur noch, ob stationäre oder teilstationäre Aufnahme erforderlich ist. Alle weiteren Schritte veranlasst die Klinik . Die Klinik, genannt Teleportal-Klinik , ist mit anderen Kliniken durch ein Schienennetz verbunden, über das die PatientInnen ggf. in überregionale Schwerpunktkrankenhäuser weitergeleitet werden. Rhön strebt jedoch die Verringerung stationärer zugunsten ambulanter und teilstationärer Behandlungen an. Am Krankenhaus angesiedelte FachärztInnen sollen dabei in Doppelfunktion ambulante und tagesklinische Leistungen unter Nutzung der Krankenhaus-Technik erbringen.
Damit sich das besser lohnt, tritt Rhön für eine Weiterentwicklung der DRG’s ein: Das erstaufnehmende Haus bildet den Fall – Endabrechnung durch das entlassende Haus – Leistungseinkauf zwischen den Häusern . Mit der Qualifizierung der Krankenhäuser als teilstationäre Einrichtungen sieht Rhön die heutige Struktur der doppelten Facharztvorhaltung mindestens in der Flächenversorgung erheblich in Frage gestellt. Während FachärztInnen anscheinend eher materiell an Rhön gebunden werden sollen, z.B. durch den Kauf von und die Beteiligung an Praxen und durch Bereitstellung diagnostischer Geräte, ist für HausärztInnen eine eher immaterielle Einbindung geplant: Die Teleportal-Klinik wird ... für zukünftige Hausärzte der Platz sein, an dem sie einen Teil ihrer Weiterbildung als Assistent des Präsenzarztes verbringen . Mit der Einbindung in das Teleportal-System verbunden ist nach Ansicht von Rhön ein erheblicher Reputationsgewinn des Einweisers gegenüber den Patienten . Ein Artikel des Handelsblatts vom 30.3.05 sieht das Teleportal-Konzept durch das Bundeskartellamt gefährdet:
Die Rhön untersagte Übernahme des städtischen Krankenhaus in Eisenhüttenstadt mit 326 Betten ... trifft den Konzern ... im Mark, weil es seine Strategie grundsätzlich in Frage stellt.
Rhön-Chef Eugen Münch hat eine Strategie entwickelt, die er das Teleportal-Konzept nennt. Um es umzusetzen, muss er gerade in den Regionen zukaufen, in denen er bereits große Häuser besitzt. Der Kerngedanke ist, dass große Kliniken, an denen Spezialisten arbeiten, mit den kleineren Häusern der Region vernetzt werden. Auf diese Weise will Münch eine qualitativ hochwertige Versorgung auch in dünn besiedelten Regionen sicherstellen.
Die Ärzte in den kleineren Häusern sollen demnach bei schwierigeren Fällen über Online-Verbindungen Ferndiagnosen von den Spezialisten der großen Häuser einfordern können. Falls der Fall für die Generalisten des kleinen Krankenhauses zu kompliziert ist, kann der Patient in die Fachabteilung der großen Klinik überwiesen werden.
Elektronische Patientenakte / Siemens
Rhön-Klinikum AG und Siemens führen einrichtungsübergreifende elektronische Patientenakte ein
Nachdem die WebEPA bereits in Leipzig (Herzzentrum und Parkkrankenhaus) erfolgreich pilotiert wurde, steht nun der konzernweite Roll-out bevor. Eines der europaweit größten eHealth-Projekte läuft an.
Siehe auch
- Wirtschaftswoche 24.7.06: Microsoft, Intel und eine deutsche Klinikkette testen in einem weltweit einzigartigen Großversuch das Krankenhaus der Zukunft (veröffentlicht bei Asklepios)
- Siemens-Info 19.12.06: Partikeltherapie - Kooperation Siemens, Rhön, Universitätsklinikum Gießen/Marburg
- Elektronische Patientenakte und Fallakte
Tarife
Bezahlt wird bei Rhön nach individuellen Haustarifen , wobei (alle?) Beschäftigten eine erfolgsabhängige Ergebnisbeteiligung am Gesamtergebnis der jeweiligen Klinik erhalten.
Die ÖTV bzw. ver.di haben sich von Anfang an (anfangs?) um einen konzernweiten Manteltarifvertrag mit engeren Grenzen für klinikeigene Regelungen bemüht. (ver.di Infodienst Krankenhäuser 04/2001)
[Wie hat sich das weiter entwickelt?])
Mit individuellen Haustarifverträgen haben unsere Konzernkliniken die Möglichkeit, auf die jeweiligen Bedingungen am Arbeitsmarkt und auf die Betriebsstrukturen vor Ort einzugehen , heißt es auf der Internetseite der RKA zu diesem Thema. Und weiter: Wir würden den Versuch, uns auf BAT-Niveau binden zu wollen, als Angriff auf die Zukunft unserer Krankenhäuser betrachten, und wir sind sicher, dass die weit überwiegende Mehrzahl unserer Betriebsräte (es gibt sie in allen unseren Häusern) das genau so sieht.
Kapitalstruktur
Größte Anteilseignerinnen an der RKA sind die Hypo- und Vereinsbank AG mit 26,5% und die Familie des Vorstandsvorsitzenden, Eugen Münch, mit 24% der Stammaktien. Rund ein Drittel der RKA-Aktien besitzen als „Vorzugsaktien“ kein Stimmrecht. (Wer weiß, was es damit auf sich hat?)
An der HypoVereinsbank sind u.a. die Allianz AG, die E.ON AG und die Münchener Rückversicherung AG beteiligt. Über gehäufte Aufsichtsratsposten und Mandate ist die HypoVereinsbank mit Axel Springer, BMW, BASF, DaimlerChrysler und der ERGO Versicherungsgruppe AG verflochten.
ERGO gehört zu über 90% der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft und ist mit Thyssen Krupp und Henkel verflochten. Zur ERGO Versicherungsgruppe gehören die Victoria Krankenversicherung AG, Hamburg-Mannheimer, Deutsche Krankenversicherung AG (DKV), D.A.S. und KarstadtQuelle Versicherungen. An der Münchener Rückversicherung AG sind die Allianz AG, die E.ON AG und die HypoVereinsbank beteiligt. Im Aufsichtrat der Münchener Rück sitzen Aufsichtsratsmitglieder von Aventis und Bayer, deren größter Einzelaktionär die Allianz AG ist, die wiederum an Schering beteiligt ist.
Ein Vertreter von ERGO ist bei MediClin aktiv. Ein Vertreter der Deutschen Krankenversicherung AG (DKV) ebenfalls. Die DKV ist außerdem mit Sana verbunden.
2003 schüttete die Rhön-Klinikum AG bei einem Gewinn von 73 Mio. € und einer Eigenkapitalrendite von 16% knapp 18 Mio. € Krankenkassenbeiträge als Dividenden an die AktionärInnen aus.
Anleihen
Im Juli 2005 nimmt Rhön eine Anleihe in Höhe von 110 Millionen € auf dem Kapitalmarkt auf. Zweck sei die Refinanzierung kurzfristig angestiegener Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den seit Jahresbeginn konsolidierten neun Neuerwerbungen und den zum 1. Juli hinzugekommenen Kliniken Miltenberg/Erlenbach . (Krankenhausumschau 6.7.05)
Gesellschaftspolitische Einflüsse
Bundesregierung und Gesundheitsorganisationen
Die RKA pflegt enge Kontakte zur Bundesregierung. So sind die RKA-Aufsichtsratsmitglieder Karl W. Lauterbach und Detlef Klimpe Berater der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Lauterbach gehört dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen an. (Siehe auch: Spiegel 4.10.05, Deutscher Bundestag 16. Wahlperiode)
Klaus-Theo Schröder (SPD), Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium und seit 1986 für die Gesundheitsministerien Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Berlin tätig, war kurzfristig leitender Angestellter der RKA, bevor er in einem persönlichen Telefonat mit Eugen Münch von der Bundesgesundheitsministerin für den Staatsdienst abgeworben wurde.
Die enge Verbindung Schröders zu Rhön war in Berlin heftig kritisiert worden , schrieb das Deutsche Ärzteblatt 22.2.2002, weil sich der Klinikkonzern in Schröders Amtszeit darum beworben hatte, vom Senat das traditionsreiche Berliner Klinikum Buch zu übernehmen. Der springende Punkt: Mit Schröder habe Rhön über Monate hinweg auf beiden Seiten des Verhandlungstisches gesessen.
Ein Abteilungsleiter der RKA, Stephan Achner, war Leiter des Dezernats II „Krankenhausfinanzierung und Krankenhausplanung“ in der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Wolfram L. Boschke, der seit 2002 für Rhön arbeitet, war seit 1982 Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatkrankenanstalten, seit 1985 Geschäftsführer des Landesverbandes der Privatkrankenanstalten in Nordrhein-Westfalen und seit 1998 Mitglied des Kuratoriums zur Förderung deutscher Medizin im Ausland, das von einer großen Koalition aus FDP, SPD, Grünen, CDU und dem Bundesverband Deutscher Privatkrankenanstalten geleitet wird.
Siehe auch
- Sächsische Anästhesisten weisen Prof. Lauterbach in einem Offenen Brief auf Widersprüche hin
Gesundheit-Sachsen, ungefähr Juni 2006
Forschung und Lehre
Mit dem Herzzentrum Leipzig betreibt RKA die erste private Universitätsklinik der Bundesrepublik.
Der zwischen der Universität Leipzig, dem Freistaat Sachsen und der RHÖN-KLINIKUM AG geschlossene Vertrag gewährleistet Freiheit von Forschung und Lehre , heißt es auf den Internetseiten der RKA. Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig ist Dr. Elmar Keller, bis dahin Mitglied des Vorstands der Rhön-Klinikum AG und zuvor Geschäftsführer bei der AOK (Health Update 03/03).
Obschon (noch) nicht privatisiert, versteht sich auch die Universität Bayreuth als Partner und Dienstleister für die gewerbliche Wirtschaft (Internetseite der Uni). Im Februar 2004 verlieh die Universität Bayreuth Eugen Münch und dem Vorstandsvorsitzenden der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, zum Dank für einen 1998/99 eingerichteten Studiengang die Ehrensenatorwürde. Die RKA schreibt:
Bedingt durch unser stetiges Wachstum haben wir einen ständig steigenden Bedarf an Führungskräften, die in der Lage sind, die Unternehmensziele in den einzelnen Kliniken zu verfolgen und umzusetzen. ... Seit Herbst 1998 gibt es an der Universität Bayreuth einen neuen Diplom-Studiengang „Gesundheitsökonomie“. Der von der RHÖN-KLINIKUM AG in Kooperation mit der Universität Bayreuth und der Techniker Krankenkasse eingeführte Studiengang dient auch dazu, dem Konzern zu qualifiziertem Führungsnachwuchs zu verhelfen. (Internetseite Rhön Mitte 2004)
In seiner Dankesrede lobte Klusen einen der Professoren und zugleich Mitglied der bayerischen Bioethik-Kommission, Peter Oberender, dafür, dass er immer den Wettbewerbsgedanken auch für das Gesundheitswesen in den Vordergrund gestellt habe . (Pressemitteilung der Uni)
Die RKA gehört zu den Stiftern des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bayreuth. Das Institut unterstützt dafür die RKA bei strategischen Projekten im Bereich der neuen Medien . Geschäftsführender Direktor des Instituts ist Eckhard Nagel, Mitglied des Nationalen Ethikrats. Zu den Kooperationspartnern des Instituts gehört außer der RKA u.a. Novartis.
Bertelsmann-Stiftung
Ein Aufsichtsratsmitglied der RKA, Brigitte Mohn, ist Mitglied der Geschäftsführung der Bertelsmann Stiftung, die einen ziemlich großen Einfluss nicht nur auf die Entwicklung des Gesundheitssystems zu haben scheint.
Siehe auch
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Verbindungen zwischen der RKA und Bertelsmann bestehen auch über die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, die zu einem großen Teil von der Bertelsmann Stiftung getragen wird. Im Stiftungsrat der Deutschen Schlaganfall-Hilfe sitzen neben VertreterInnen von Bertelsmann auch Hoppe (Präsident der Bundesärztekammer), Pohle (ehemaliger Finanzvorstand der Schering AG) und Eugen Münch.
Friedrich-Ebert-Stiftung, Lauterbach, Telemedizin
Ein Aufsichtsratsmitglied der Rhön-Klinikum (RKA), Karl W. Lauterbach, das seit 1998 Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln (als Mitglied des Bundestags für die SPD beurlaubt) und ver.di Mitglied ist, hat(te) beratende Funktion bei der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Die Ärzte Zeitung vom 12.5.04 schrieb:
In der Stiftung waren vor knapp zwei Jahren entscheidende Reformansätze der SPD für das aktuelle Gesundheitsmodernisierungs-Gesetz erarbeitet worden.
So ist Lauterbach Mitautor eines Gutachtens für den Gesprächskreis Arbeit und Soziales der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Titel „Zwei Dogmen der Gesundheitspolitik – Unbeherrschbare Kostensteigerungen durch Innovation und demographischen Wandel?“ (Juli 2001). In diesem Gutachten werden die Niederlande, Finnland und Schweden als Beispiele angeführt, dass eine Verbesserung in der Versorgungsqualität bei wichtigen Volkskrankheiten erreicht werden kann, ohne dass der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP [Bruttoinlandprodukt] gestiegen wäre . ... Die erzielte Verbesserung in der Gesundheitsversorgung ist in erster Linie durch die Verdrängung nichtwirksamer Verfahren durch innovative, evidenzbasierte Verfahren erklärbar.
In einem Papier mit dem Titel „Weichenstellungen für die Zukunft – Elemente einer neuen Gesundheitspolitik“, das von Lauterbach, Bert Rürup und anderen zur Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Gesprächskreis Arbeit und Soziales, am 5.12.05 vorgelegt wurde, ging es um die „Mittel- und langfristige Gestaltung des deutschen Gesundheitswesens“.
In diesem Papier werden qualitative Mängel in der bundesdeutschen Gesundheitsversorgung angeführt, beispielsweise: Bei der Krebsbehandlung können im deutschen Gesundheitssystem in 11 von 12 Krebsarten schlechtere Überlebensraten als in den Vereinigten Staaten nachgewiesen werden . Außerdem heißt es, der Aufbau einer modernen, qualitätsorientierten Wettbewerbsordnung ist notwendig , jedoch gehe es nicht darum, immer mehr Gesundheitsrisiken oder –leistungen zu privatisieren .
Ein weiteres Gutachten, das 1999 erschien, beschäftigt sich mit Telemedizin in Deutschland:
Lauterbach, K., Lindlar, M., Informationstechnologien im Gesundheitswesen - Telemedizin in Deutschland, Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn. (Erwähnt auch: Bundesministerium für Gesundheit 11.12.02
Siehe auch
- Veranstaltungen des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln 2001 bis 2005
- Übersicht über aktuelle Forschungsaktivitäten und Publikationen des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln
- PowerPoint Präsentation „Zuzahlungen bei Arzneimitteln“, Prof. Dr. Dr. K. W. Lauterbach, Dr. A. Gandjour, M.B.A., Dipl. Kfm. G. Schnell, 25.2.2000
- Homepage von Prof. Lauterbach
Eugen Münch
Eugen Münch weiß wie ein Krankenhaus funktioniert, das als privates Unternehmen geführt wird. Der Gründer und Aufsichtsratvorsitzende der Rhön-Klinikum-AG verfügt über ca. 11.000 Krankenhausbetten in 43 Krankenhäusern. Für 112 Millionen Euro kaufte sein Konzern jüngst das Uniklinikum Marburg-Gießen. Das Credo des 61-Jährigen Schwaben: "Ein Krankenhaus sollte wie eine Automobilfabrik funktionieren." Zum Krankenhaus als Unternehmen gibt es für ihn keine Alternative. (Nachtcafé 3.2.06)
Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender
Stand der folgenden Infos: Juni 2004 – Die Infos können inzwischen veraltet sein. [Wer mag sie aktualisieren?]
Oberender ist Prodekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth und engagiert sich dort für den Studiengang „Gesundheitsökonomie“, der von der Rhön-Klinikum AG und der Techniker Krankenkasse eingerichtet wurde.
Oberender ist zugleich Seniorpartner bei Oberender & Partner, einer Unternehmensberatungsfirma im Bereich Gesundheitswesen, die u.a. die RKA, Siemens Medical Solutions, Sana Kliniken, Roche Diagnostics und Novartis Pharma beräht. Zuvor war Oberender als Gutachter u. a. für das Bundesministerium für Gesundheit tätig.
Oberender sitzt außerdem in der bayerischen Bioethik-Kommission und berät als Mitglied des Wissenschaftsrats die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Die Mitglieder dieses Wissenschaftrats werden vom Bundespräsidenten auf gemeinsamen Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) berufen.
Daneben ist Oberender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Euromed AG, die eine interdisziplinäre belegärztliche Privatklinik in Fürth betreibt und eine Beratungsgesellschaft für das Gesundheitswesen (ENTACON GmbH Mangement Systeme).
Post an Oberender
Anfang Februar 2005 erhielt Oberender einen Brief von Wilfried Meißner, Facharzt für Anatomie, Psychiatrie und Psychotherapie am Bezirkskrankenhaus Bayreuth, das sich gerade in einer Vor-Privatisierungszeit nach einer Jahre zurückliegenden Prüfung durch eine Beraterfirma befindet. In diesem Brief wird Oberender nach der Sinnhaftigkeit von Privatisierungen namentlich psychiatrischer Kliniken gefragt und um eine für ökonomische Laien verständliche Erklärung gebeten.
Oberender antwortete nicht, so dass er am 12. Mai 2005 einen weiteren Brief erhielt.
Im August erhielt Meißner ein Buch geschenkt: „Wachstumsmarkt Gesundheit“, woraufhin er diesen Brief schrieb.
Bayreuther Versicherungsmodell will Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung aufheben
Nach einem Versicherungsmodell, das eine Gruppe um Oberender an der Universität Bayreuth entwickelt hat, sollen die lohnabhängigen Krankenversicherungsbeiträge auf risikoorientierte Prämien umgestellt werden. Bei Menschen, die sich das nicht leisten können – so genannten „Schwachen“ –, soll der Staat einspringen. Außerdem sollen Krankenkassen mit Leistungserbringern direkt Verträge abschließen dürfen. Eine Kassenärztliche Vereinigung wäre in diesem System weitgehend überflüssig. Auch die Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung wird nicht mehr der KV, sondern dem Wettbewerb überlassen. (Ärzte Zeitung 20.2.06)
Im Nordbayerischen Kurier vom 15.2.06 heißt es zu dem Modell unter Berufung auf Oberender:
Der grundlegende Effekt: Eine Kapitaldeckung ersetze das Umlageverfahren. Einen Teil seiner Prämie spart der Versicherte demnach in jungen Jahren, in denen er üblicherweise weniger Leistungen abruft, für die Zeit an, in der er das Gesundheitswesen stärker braucht. Bei 40 Jahren, so empfielt der Ökonom den Politikern, sollten sie den Schnitt ansetzen. Alle darunter in das neue System, alle düber weiter im Umlageverfahren. Nach der Umstellung auf das Kapitaldeckungsverfahren, etwa 2050, werden laut Oberender die staatlichen Zahlungen maximal 3% des Bruttoinlandsprodukts betragen. Für noch viel wertvoller hielte Oberender die Entstaatlichung des Gesundheitswesens, das nur dann finanzierbar, sozialverträglich und zukunftsfähig bleibe.
10 Euro pro Arztbesuch
Gesundheit-Sachsen vom 2.6.06 meldet:
In dem gut besuchten Symposium "Ethik und Ökonomie" während der DDG [Deutsche Diabetes Gesellschaft]-Tagung forderte der Bayreuther Gesundheitsökonom ... eine Gebühr von 10 Euro bei jedem Arztbesuch (mit Höchstgrenze aller Gesundheitskosten bei ca. 15% des Einkommens). Er verwies auf die im internationalen Vergleich viel zu häufigen Arztkontakte in Deutschland (Deutschland 9,8 pro Jahr, Schweden 2,3). Auf Initiative des Tagungspräsidenten Prof. Kiess, der die Über-, Unter- und Fehlversorgung von Diabetikern konstatiert, wurde das Hauptsymposium "Ethik in der Diabetologie" eingeführt.
Weitere Quellen
Siehe auch
- Oberender über Organhandel
Spiegel Online 12.3.04 - Gesundheitsökonomie: Krankes Gesundheitswesen und die Reformen
Felix Tretter vom Bezirkskrankenhaus Haar; Dtsch Arztebl 2005; 102: A 570–571 [Heft 9] - Website von Oberender & Partner
- Monetäre Anreize für die postmortale Körperorganspende – Eine ökonomische Analyse
Peter O. Oberender und Thomas Rudolf, Universität Bayreuth Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Wirtschaftswissenschaftliche Diskussionspapiere, Diskussionspapier 15-05, Oktober 2005
Übergaben
- Kreistagsentscheid Dezember 2004: Kreiskliniken München-Pasing und München-Perlach (100%).
Ver.di hatte zu den Privatisierungsplänen im Oktober 2004 eine Informationsveranstaltung organisiert. Auch die Grünen engagierten sich. - Zum 1. Januar 2005: Klinikum Salzgitter (94,9%)
Es verbleiben 5,1% der Anteile bei der Stadt Salzgitter.
Gegen den Verkauf wurde eine Bürgerinitiative gegründet. - Zu Anfang 2005: 74,9% der Amper Kliniken AG (Klinikum Dachau, Frauenklinik Dachau+Klinik Markt Indersdorf)
Der LK DAH behält 25,1% der Anteile.
In einer Presseerklärung lehnte der SPD-Ortsverein Dachau den Verkauf ab. - Kreistagsentscheid Oktober 2004: Kreiskrankenhaus Gifhorn (96%)
4% verbleiben beim Kreis Gifhorn.
Klinik-MitarbeiterInnen veranstalteten im Oktober 2004 einen Protestmarsch. - Stadtratsentscheid Oktober 2004: Städtisches Krankenhaus Wittingen (96%)
Die Stadt Wittingen behält 4% der Anteile. - April 2005: Die Altmühltalklinik Kipfenberg geht an die Klinik Kipfenberg GmbH über, die Rhön gehört. Im Donaukurier 5.4.05 heißt es: Die Immobilie Altmühltalklinik Kipfenberg wird Eigentum der Besitzgesellschaft Altmühltalklinik Leasing-GmbH, an der der Landkreis 49 Prozent und die Rhön Klinikum AG 51 Prozent hält. Dieser Besitzgesellschaft gehörten bisher schon Grundstück und Bauten der Neurochirurgischen und Neurologischen Fachklinik. Betreibergesellschaft aber wird die Klinik Kipfenberg GmbH. Die Umsetzung der neuen Lösung soll, so Schlosser, "schnellstmöglich" erfolgen. Die Empfehlung des Kreisausschusses an den Kreistag fiel einstimmig.
[Eine Aufteilung in Besitz- und Betreibergesellschaft gibt es öfters. Wer mag den wirtschaftlichen Hintergrund genauer erklären?] - Mit der Unterzeichnung und notariellen Beurkundung des Kaufvertrages übernimmt die Rhön-Klinikum AG die Heinz-Kalk-Krankenhaus GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2006. Das Kartellamt hat dem Zusammenschluss zugestimmt. (Pressemitteilung Rhön 9.8.05)
Über die Konditionen wurde nichts bekannt gegeben. (Der Aktionär) - Zum 1. Oktober 2005: Frankenwaldklinik Kronach gGmbH an Rhön übergeben
Quellen
- Website von Rhön
- Marburger Bund zum Hausvertrag der Klinikum Frankfurt/Oder GmbH Januar 2003
- Konferenz Euroforum 02/2002 (PDF)
- Interview mit Rhön-Klinikum-Chef Münch, Spiegel 02.12.2002
- Rhön Geschäftsbericht 2003 (PDF)
- Ergo Dokument 19.5.04 (PDF)
- Geschäftsbericht der Münchener Rück 2003
Die Münchener Rück rechnet übrigens mit weiteren Klimakatastrophen.
Siehe auch
- Homepage der Rhön-Klinikum AG
- Rhoenwatch - Seite der ver.di Jugend Hessen zur Beobachtung der Rhön-Klinikum AG
- Interview mit Eugen Münch, Spiegel 2.12.02
- Zur Unternehmensverflechtung in der BRD und ihren Vorteilen (PDF)
- Zur Verflechtung im Medizinbereich und ihren Nachteilen
- Sehr interessantes Interview mit Martin Menger, einem Rhön-Manager 29.9.05
Jürgen Meier in der Sozialistischen Zeitung, Meier sprach mit Menger unter vier Augen ... - Portrait über Eugen Münch
brand eins 3/2006 - Video von NDR Panorama 26.7.07: Außen hui, innen pfui - Chaos an privaten Krankenhäusern
- Deutsches Ärzteblatt 4.5.07: Rhön-Klinikum AG: Cluster kollidieren mit Kartellrecht
- Deutsches Ärzteblatt 22.2.02: Rhön-Klinikum AG: Strategische Kontakte
- Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. 28.4.06: Rhön-Klinikum AG: Flächendeckendes Netz von Medizinischen Versorgungszentren
- Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Februar 2008)
- Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen
- Bundeskartellamt
- Kritische Aktionäre
- Hessen unter Ministerpräsident Roland Koch (CDU), ein Privatisierungseldorado
- ´Der´ Markt herrscht und richtet (hin)
- Mai 2010: Privatisierung der Universitätsklinik Gießen und Marburg: ein voller Erfolg!
- Bertelsmann Stiftung
- Eisenhüttenstadt
- Bundeswehr
- Amper Kliniken AG
- Miltenberg
- Mainburg, Kelheim
- Klinikum Salzgitter
- Uni-Klinika Gießen und Marburg

