Pro Seniore

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Die Pro Seniore Unternehmensgruppe mit zentralem Verwaltungssitz in Saarbrücken wurde 1977 gegründet und zählt heute zu den führenden, privaten Betreibern von Senioreneinrichtungen in Deutschland. In bundesweit 106 Einrichtungen mit über 17.000 Betten bieten wir ein breites Spektrum von Seniorendienstleistungen an, für deren Qualität und Kundenfreundlichkeit sich unsere rund 9.000 Mitarbeiter mit hohem fachlichen und persönlichen Engagement einsetzen. In verschiedenen Unternehmenszweigen mobilisieren wir mit Planung, Bau, Betrieb und Versorgung von Senioreneinrichtungen sowie unserer unternehmensinternen Fachschule für Altenpflege alle Kräfte, um für ältere Menschen ein Maximum an Lebensqualität zu erreichen.
Selbstdarstellung, gelesen 19.7.06


Inhaltsverzeichnis

Pro Seniore Residenz Düsseldorf

Im April 2004 ließen die Betreiber des Pro Seniore Heims Düsseldorf eine bettlägerige Frau in das Verwaltungsgebäude der rheinland-pfälzischen Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich bringen und dort in ihrem Bett stehen.

Die Zeit vom 6.5.04:

Monatelang seien die Rechnungen für den Heimaufenthalt nicht bezahlt worden, erklärte Pro Seniore ... Man habe deshalb „der Bewohnerin die Möglichkeit“ geben wollen, „persönlich bei der Behörde vorstellig zu werden“. Dabei kann die Frau seit einem Hirnschlag nicht mehr sprechen. Zwar gab Pro Seniore einige Tage später eine Erklärung ab, in der mehrfach das Wort „bedauern“ vorkam: Man bedaure, „wenn ein falscher Eindruck von unserer Unternehmensphilosophie entstanden“ sei. Man könne versichern, „dass bei allen unseren Überlegungen stets die bestmögliche Versorgung unserer Bewohner im Vordergrund steht“. Den Transport selbst bedauerten die Pflegemanager nicht.


Pro Seniore Residenz Hamburg

Ver.di Mitteilung 14.6.06:

Die Residenzleitung will für die Beschäftigten eine Betriebsvereinbarung abschließen, damit die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten „verbessert“ werden. Unabhängig von der Frage, ob die Vorschläge der Residenzleitung auch wirklich zu einer „Verbesserung“ führen, stellt sich die Frage:
  • Warum hält sich die Residenzleitung nicht an den gültigen Manteltarifvertrag?
  • Was tut die Residenzleitung dafür, dass der Manteltarifvertrag eingehalten
wird? ... ver.di erwartet von Pro Seniore und auch von der Hamburger Residenzleitung die Einhaltung des Tarifvertrages und unterstützt den Betriebsrat bei der Kontrolle der Umsetzung. Selbst wenn der Betriebsrat wollte, kann er nach dem Betriebsverfassungsgesetz keine Betriebsvereinbarung abschließen. ... Die Gewerkschaft ver.di hat bundesweit Pro Seniore mit Klagen von Kolleginnen und Kollegen konfrontiert, damit der Tarifvertrag eingehalten wird.


Pro Seniore Residenz Nürnberg

Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeits- und Sozialordnung, Familie und Frauen 13.7.06

Pflegemissstände in der Pro Seniore Residenz Nürnberg
Sozialministerin Stewens: Aufnahmestopp der einzig richtige Weg – Staatsanwaltschaft eingeschaltet „Um die Gesundheit der Bewohner zu schützen, ist der von der Heimaufsichtsbehörde verhängte sofortige Aufnahmestopp der einzig richtige Weg. Nur so können die Mitarbeiter entlastet und weiterer Schaden von den Bewohnern abgewendet werden. Darüber hinaus wurde die Einrichtung verpflichtet, sofort für personellen Ersatz zu sorgen. Sollte der Träger dieser Auflage nicht nachkommen, behalten wir uns eine Betriebsuntersagung der Einrichtung vor. Außerdem habe ich das Staatsministerium der Justiz gebeten, die vor Ort zuständige Staatsanwaltschaft einzuschalten.“ Dies teilte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens heute in München zu den Vorkommnissen in der Pro Seniore Residenz in Nürnberg mit. Nach einer anonymen Beschwerde, die am vergangenen Dienstag, 11. Juli, beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) Bayern einging, hat der MDK gestern gemeinsam mit der Heimaufsichtsbehörde der Stadt Nürnberg eine unangemeldete Qualitätsprüfung in der Pro Seniore Residenz durchgeführt. Dabei wurden gravierende pflegerische Defizite, insbesondere bei der Flüssigkeitszufuhr, sowie eine deutliche Unterschreitung des Pflegeschlüssels festgestellt. Stewens: „Unser Ziel ist eine qualitativ hochwertige Pflege. Dies geht uns alle an – Heimträger und Heimleitungen ebenso wie Pflegekassen, Politik und Öffentlichkeit. Wir alle können in die Situation kommen, auf professionelle Pflege angewiesen zu sein. Alte und pflegebedürftige Menschen brauchen couragierte Pflegekräfte und eine starke Lobby! In unserer Gesellschaft sehe ich derzeit aber eine größere Lobby für Braunbären als für Pflegebedürftige.“


Pro Seniore Residenz Oberau

Merkur 11.4.06:

Die Mitarbeiter der "Pro Seniore Residenz" in Oberau sollen ihr vermeintliches Weihnachtsgeld vom vorletzten Jahr zurückzahlen. Die Pflege-Einrichtung aus Saarbrücken fordert das als "Sonderzahlungsvorschuss" deklarierte Geld zurück. Aus formalen Gründen sollen die Mitarbeiter dazu einen Darlehensvertrag unterzeichnen, dessen genaue Konditionen ihnen aber erst nach geleisteter Unterschrift zur Kenntnis gebracht werden. ... Peter Müller, Sprecher von "Pro Seniore", erklärt: "Das Haus sieht in dem ,Vorschuss’, der im November 2003 ausbezahlt wurde, nach wie vor ein Darlehen. Die Mitarbeiter wussten das, sie wurden darüber informiert."

Merkur 17.4.04:

Ingrid Sponnier leidet an Alzheimer. Über sechs Jahre wurde die heute 80-Jährige von ihrer Tochter Anja daheim betreut. Dann wurde diese selbst krank und musste ihre Mutter in einem Heim unterbringen. Was sie dort miterlebte, verletzt nach ihrem Empfinden Menschenwürde und Selbstbestimmung. Deshalb wandte sich die Murnauerin Hilfe suchend an die bayerische Sozialministerin Christa Stewens (CSU). Anja Sponnier und 40 weitere Unterzeichner, vor allem aus der Frauen-Union Murnau, appellieren an die Politik, sich die "Ohnmacht der Rechtlosigkeit" von Demenz-, Alzheimer- und unheilbar Kranken vor Augen zu halten und die Zustände in den Pflege-Einrichtungen zu verbessern. ... Obwohl das Gericht die Anbringung des Beckengurts auf die Nacht beschränkt habe, habe sie ihre Mutter auch tagsüber ans Bett gefesselt angetroffen. Außerdem sei die richterlich angeordnete Dokumentation der Fixierung lückenhaft gewesen. ...

Einträge in einem Forum

In einem Forum von Pflegenetz finden sich u.a. folgende Einträge:


06.03.2005 17:00
Gehe in eine Pro-Seniore-Schule. Was ich so höre geht es in den Heimen ziemlich ab. Die größte Frage die ich habe. Kann es wirklich sein das es so einen großen Unterschied zwischen Ost und West gibt: Bin Selber Wessi


09.07.2005 18:05
habe mal gaaaanz kurz für den laden gearbeitet und bin extrem gefrustet da raus. ich weiß nicht, wie es in anderen altenheimen ist, aber es war menschenverachtend. wie auch die "firmenpolitik".


30.07.2005 23:56
Das Thema pro seniore erscheit schon seit längerem immer wieder auf altenpflege.de. Positive Meldungen gibt es so gut wie gar nicht, alles deutet auf Mobbing im Höchstmaß hin. Betriebsräte sind unerwünscht. Die Idee einen zu wählen wird im Keim erstickt.


03.08.2005 22:21
ich gebe auch mal was zu dem thema bei...
bin seit einer woche in so einer einrichtung und ich kann dir sagen...
ich könnt schreien was da so abgeht.
dachte nie das es sowas gibt
ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll
aber du kennst dich doch aus...was kann ich machen
wenn eine pflegerin ,wenn ich neue kleidung hole weil bewohnerin sich eingekotet hat ,sagt zur kollegin,ist das nu gang und gäbe das die sich jeden tag einscheisst ...ich dachte ich bin im falschen film...nicht mal ne aussage
woher kann das wohl kommen?essen?ist ne magendarmgrippe grade im umkreis...sag mir was soll ich tun...
sowas hab ich noch nicht erlebt gab es nicht in dem seniorenheim wo ich 3 jahre gearbeitet habe, und ich dachte mir...na ja...kannst dir mal für deine ausbildung praktisches anlernen.aber so...neeeeeeeeeee...da kann ich nicht drauf...


06.08.2005 19:38
Pro seniore ist hier NRW-Dortmund noch nicht, hier sind es andere Gesellschafter. Hier läuft der gleiche Film nur unter anderen Namen.
Der Umgang mit den BewohnerInnen ist unter aller ..., das Personal wird bis zum geht nicht mehr ausgenutzt.


Siehe auch

Persönliche Werkzeuge