Ostholstein-Kliniken

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Die Ostholstein-Kliniken wurden zum 1. Januar 2004 an Sana übergeben. (Ärzte Zeitung 24.11.04)

Im Juni 2004 kündigte Sana in einem „medizinischen Zielkonzept“ an, im Laufe des Jahres 40 Arbeitsplätze von rund 900 und 20-30% der Betten zu streichen, die Arbeit zu „verdichten“ und die Geburtshilfe in Oldenburg zu schließen. (Kieler Nachrichten 11.6.04)

In einer Pressemitteilung erklärte die SPD Oldenburg:

SPD-Ortsverein und SPD-Fraktion Oldenburg fordern den Erhalt der Geburtshilfe und der Gynäkologie in Oldenburg
Nun ist eingetreten, was die SPD, der Förderverein und die Gewerkschaft ver.di schon im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens zum Verkauf der Ostholstein Kliniken GmbH (an die Sana Kliniken GmbH) unter anderem befürchtet hatte, die Geburtshilfe und große Teile der Gynäkologie der Klinik Oldenburg sollen nach Eutin verlagert werden.
Dies bedeutet, dass die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung nicht mehr im notwendigen Umfang gewährleistet sein wird. Aber auch 40 Arbeitsplätze sollen unternehmensweit abgebaut werden. Die SPD Oldenburg hält fest: ""Hat die Gynäkologie erst ihren Sitz in Eutin, ist die logische Konsequenz, dass der größte Arbeitsplatzabbau in der Klinik Oldenburg stattfinden wird."
Leider stieß die SPD vor wenigen Monaten, als es um die Privatisierung der Ostholstein-Kliniken ging, mit ihren Befürchtungen bei den Kreistagsgremien von CDU, Bündnis 90/die Grünen und der FDP nicht nur auf taube Ohren, sondern auf öffentliche Häme. So warf die CDU-Kreisfraktionsvorsitzende Frau Elisabeth Pier in einem Pressebericht der SPD vor, "Ängste zu schüren" und es an "politischer Weitsicht" fehlen zu lassen.

Die Lübecker Nachrichten vom 20.11.03 berichteten über Schwierigkeiten von Sana in Stuttgart, und der Haltung der ostholsteinischen Kreisverwaltung dazu:

"Wir wussten nichts davon", sagte die Pressesprecherin der ostholsteinischen Kreisverwaltung, Anja Sierks-Pfaff, zu der Kontroverse. Man sehe aber kein Problem auf den Kreis Ostholstein zukommen. Man werde sich allerdings mit der Sana in Verbindung setzen, um Näheres über die Probleme in Stuttgart zu erfahren.

Kurz nach der Gründung einer Bürgerinitiative gegen die Verlegung der Geburtenstation in Heiligenhafen, am 20.11.2004, meldeten die Kieler Nachrichten, die Geburtshilfe bleibe bis auf weiteres erhalten. Aus dem Artikel geht indirekt hervor, dass diese Entscheidung getroffen wurde, nachdem Sana öffentliche Gelder für Investitionsmaßnahmen zugespochen wurden. (Wer weiß mehr?)

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