Medigreif
Aus PrivatisierungsWiki
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Die MEDIGREIF-Unternehmensgruppe ist ein in Mecklenburg-Vorpommern ansässiger Firmenverbund, der durch Verselbständigung und Ausgründung von Geschäftsfeldern aus der 1990 gegründeten MEDIGREIF GmbH bzw. im Gefolge der durch den Zuerwerb von Immobilien und Liegenschaften bedingten Neugründung von Unternehmen entstanden ist.
Seit seiner Gründung ist der Verbund stetig gewachsen und umfasst derzeit 22 Unternehmen mit 1.530 Beschäftigten. Im Jahre 2005 wird die Erlösgrenze von 100 Mio. Euro überschritten sein. In den kommenden Monaten und Jahren wird die Unternehmensgruppe weiter konsolidieren und ihren Mitarbeitern und Partnern ein sicheres und stabiles Unternehmensgefüge bieten.
Krankenhaus Neindorf
Erklärung des Landrats des Landkreises Bördekreis 14.6.06 (Rechtschreibfehler im Original):
Der Kreistag des Bördekreises auf seiner Sitzung am 14.06.2006 beschlossen hat, im Rahmen der Privatisierung des Kreiskrankenhauses des Bördekreises der MEDIGREIF Unternehmensgruppe den Zuschlag zu erteilen. Damit ist es gelungen, in einer sich verändernden Krankenhauslandschaft einen strategischen Partner zu finden, der in hohem Maße die Sicherheit dafür bietet, dass sich das Kreiskrankenhaus in einem sich verschärfenden Wettbewerb am Markt behaupten kann. ... Die MEDIGREIF Unternehmensgruppe hat sich verpflichtet, insgesamt zwei Mio. Euro in die Modernisierung und Umstrukturierung des Krankenhauses zu investieren. Der Investor wird sämtliche Verpflichtungen bezüglich des Krankenhauses übernehmen und hierfür einen Kaufpreis in Höhe von 1,5 Mio. Euro zahlen. ...
Die Volksstimme vom 13.7.06 berichtet, dass für den 13.7. eine Belegschaftsversammlung anberaumt wurde, auf der Kreisverwaltung und Medigreif die rund 350 MitarbeiterInnen über den Verkauf "informieren" wollten.
Tags zuvor seien Abteilungsleiter des Börde-Kreiskrankenhauses von Station zu Station gegangen und erklärten, maximal je vier Mitarbeiter dürften an dieser Belegschaftsversammlung teilnehmen.
Für den 12.7. hatte Ver.di eine Demonstration vor dem Klinik-Haupteingang. Die bereits erteilte Genehmigung sei kurzfristig vom Landratsamt widerrufen worden.
Rolf König, Ver.di-Sekretär des Fachbereichs 03, sagte, so die Volksstimme vom 13.7.06 weiter:
"Die haben Angst". ... Der Verdi-Mann bekräftigte die Haltung der Demonstranten zur Zukunft des kommunalen Hauses: Nein zum Verkauf eines anerkannten Medizinstandortes, der nach wie vor schwarze Zahlen schreibe. Aus Gründen sicherer Arbeitsplätze, der Tarifsicherheit und der Wahrung hoher medizinischer Standards, so König, lehne die Gewerkschaft den Ausverkauf kommunaler Kliniken ab. Dass sich der Personalrat in Neindorf für einen Verkauf an den AWOLandesverband ausgesprochen habe, akzeptiere er. Laut König müsse nun die so genannte Einigungsstelle entscheiden, ob der Kreistagsbeschluss zugunsten Medigreifs rechtmäßig sei.
Siehe auch

