Marienhaus GmbH

Aus PrivatisierungsWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Dies ist eine Wiki-Seite. Ein Wiki ist eine Art offenes Buch. Alle, die es möchten, können die Texte auf dieser Seite innerhalb von Minuten ergänzen, ändern und löschen. Siehe dazu Hilfe und Arbeitsweise.

Inhalt

Inhalt
Nachrichten
Bundesrepublik
Bundesländer
Städte, Kommunen
Klinikunternehmen/Heimbetreiber
Zusammenschlüsse
Weitere Organisationen
Dokumente
Themen

Die Marienhaus GmbH Waldbreitbach gehört den Franziskanerinnen von Waldbreitbach.

Zur Marienhaus GmbH zählen
  • 23 Krankenhäuser
  • 17 Alten- und Pflegeheime
  • 2 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen
  • 8 Hospize
  • 7 Sonstige Einrichtungen
Die Einrichtungen liegen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, insgesamt arbeiten in der Marienhaus GmbH etwa 11.000 Frauen und Männer.

(Selbstdarstellung September 2005)

Zur Bedeutung der Religion

Im Jahr 1993 kam es im Zusammenhang mit Absichten, das Kreiskrankenhaus Merzig-Wadern an die Marienhaus GmbH zu verkaufen, zu Auseinandersetzungen religöser Art. Durch den Verkauf an die Marienhaus GmbH wäre diese Firma zum dominierenden (einzigen?) Krankenhausträger im Landkreis Merzig-Wadern geworden. Eine SPD-Abgeordnete im Kreistag des Landkreises Merzig-Wadern, Evi Maringer, zugleich Religionslehrerin und Schulleiterin, nahm dazu wie folgt Stellung:

"Die Kirche ist ein Fremdkörper in unserem Staatsgefüge, sie ist hierarchisch strukturiert, frauenfeindlich, intolerant, autoritär. Deshalb bin ich dagegen, daß kirchlich orientierte und strukturierte Gesellschaften solch wichtige Bereiche unseres rechtsstaatlich-demokratischen Gemeinwesens dominieren und damit manipulieren. Eine solche Entwicklung kann ich nicht mittragen". (Saarbrücker Zeitung vom 13/14.3.1993)

Daraufhin wurden Maringer und ihre Familie Tag und Nacht telefonisch terrorisiert und Maringer selbst vom Bildungsministerium zurechtgewiesen. Nach eigener Einschätzung unbeeinflusst von allen offenen und anonymen Pressionen und Verlautbarungen von 'oben' und 'unten' erklärte Maringer in der Saarbrücker Zeitung vom 20/21.3.1993: Sollte es jetzt immer noch keine Klarheit bezüglich meiner Rede geben, nehme ich den Satz 'Die Kirche ist ein Fremdkörper in unserem Staatsgefüge' zurück und hoffe, daß alle Christen mir verzeihen mögen." (Mitteilungen des Internationalen Bunds der Konfessionslosen und Atheisten e. V. 2/94)

Das Krankenhaus Merzig gehört heute als gGmbH zur damaligen Mitbieterin SHG - Saarland Heilstätten GmbH, einer gemeinnützigen Gesellschaft in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft.

Rodalber Krankenhaus

Im September 2004 wurde der Marienhaus GmbH die Geschäftsführung des Rodalber St.-Elisabethen-Krankenhauses, das einer katholischen Stiftung gehört, übergeben.

Das Krankenhaus wurde daraufhin v.a. durch Reduzierung der Personalkosten „saniert“, schreibt die Pirmasenser Zeitung vom 14.9.05. Und weiter:

Weniger Personalkosten, das heißt auch weniger Beschäftigte: Etwa 30 Mitarbeiter weniger als vor einem Jahr arbeiten momentan im Rodalber Krankenhaus, allerdings beschränkten sich die Kündigungen auf vier Teilzeitkräfte. Alle anderen Mitarbeiter haben einen Ersatzarbeitsplatz gefunden, sind in Ruhestand gegangen oder haben das Krankenhaus verlassen. Auf 230 Vollzeitstellen kommt der Personalplan der Klinik heute, vor einem Jahr waren es noch 253 Vollzeitstellen. Die größten Opfer musste die Abteilung Reinigung/Wäscherei bringen, die von ursprünglich 22 auf 15 Mitarbeiter verkleinert wurde. Ein weiterer Personalabbau ist nicht zu vermeiden ...

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge