Klinik-Führer Rhein-Ruhr
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Pressemitteilung des Initiativkreises Ruhrgebiet 12.10.05:
Kompetente Unterstützung bei der Klinik-Wahl bietet der Klinik-Führer Rhein-Ruhr 2005/2006, den der Initiativkreis Ruhrgebiet zusammen mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft erarbeitet hat ... [und] dessen Informationen weit über gesetzlich vorgeschriebene Qualitätsberichte hinausgehen.
Inhaltsverzeichnis |
Methodik
Pressemitteilung des Initiativkreises Ruhrgebiet 12.10.05:
Der Klinik-Führer Rhein-Ruhr untersucht die teilnehmenden Fachabteilungen anhand von vier Befragungen und Datenerhebungen und ermöglicht so einen differenzierten Blick auf das klinische Leistungsspektrum: Insgesamt 40.000 Patienten wurden nach ihrer Entlassung befragt, wie zufrieden sie mit den behandelnden Ärzten, dem Pflegepersonal und der Behandlung waren. Mehr als 2.400 niedergelassene Ärzte der Region gaben an, in welche Klinik sie sich selbst begeben würden. Darüber hinaus zeigen Fallzahlen, wie viel Erfahrung eine Klinik mit bestimmten Eingriffen und Behandlungen im vergangenen Jahr sammeln konnte. Hierzu zählen unter anderem Operationen an Magen, Darm, Hüft- und Kniegelenk, Entbindungen und Brustoperationen sowie Behandlungen am Herzen und bei Schlaganfällen. Informationen zur Behandlungsqualität – die alle Krankenhäuser per Gesetzesvorgabe erheben müssen – sind bundesweit erstmals in dieser Breite einsehbar.
Die Ergebnisse werden in Form von Tabellen dargestellt, wobei jede Fachabteilung für jede Bewertungskategorie ein bis vier "Qualitätspunkte" erhält. Mit einem Klick auf die Fachabteilung erhält man weitere Informationen, u.a. auch Namen und Adressen häufig einweisender ÄrztInnen.
Organisation
Der Klinik-Führer Rhein-Ruhr ist ein Projekt des Initiativkreises Ruhrgebiet. Beteiligte (nach Selbstdarstellung, Stand 7/07):
- Wissenschaftliche Begleitung: Expertengremium "Spitzenmedizin im Ruhrgebiet"
- PatientInnen- und ÄrztInnenbefragungen: Picker Institut Deutschland gGmbH
- Datenerhebung: Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen
- Konzeption und Projektmanagement: The Boston Consulting Group GmbH
Initiativkreis Ruhrgebiet
Selbstdarstellung - gelesen 7/07:
Als „Initiativkreis Ruhrgebiet“ arbeiten die Repräsentanten der führenden Wirtschaftsunternehmen sowie des öffentlichen Lebens zwischen Rhein und Ruhr seit 1989 zusammen, um die Entwicklung des Ruhrgebiets aktiv zu fördern. ... 60 große Unternehmen aus Deutschland und Europa haben sich den Zielen des Initiativkreises Ruhrgebiet verpflichtet. Sie unterstützen seine Arbeit tatkräftig, ideell und finanziell.
Zu diesen Unternehmen zählen u.a.:
- Roland Berger - Berger sitzt im Aufsichtsrat der Helios Kliniken, die Ende 2005 von Fresenius übernommen wurden
- The Boston Consulting Group
- Accenture, zu deren Kunden der Landesbetrieb Krankenhäuser Hamburg zählt und die mit Ernst & Young eine "strategische Allianz" unterhält
- Ernst & Young
- PricewaterhouseCoopers
- WestLB, die aufgrund von Verbindungen mit Asklepios im Zusammenhang mit dem Landesbetrieb Krankenhäuser Hamburg in dieses Wiki gelangte
- Aldi
- E.ON
- Opel
- ThyssenKrupp
Expertengremium "Spitzenmedizin im Ruhrgebiet"
Das Expertengremium "Spitzenmedizin im Ruhrgebiet" ist ein Kreis von 18 Medizinern aus der Region, der sich unter der Moderation des Initiativkreises zusammen gefunden hat (Selbstdarstellung, Stand 7/07)
Sechs der 18 Mitglieder arbeiten am Universitätsklinikum Essen. Ein weiteres Mitglied, Michael Betzler, ist Ärztliche Direktor des Essener Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Krankenhauses, dem Akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen, dessen alleinige Gesellschafterin die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist.
Eins der Mitglieder, Heinz D. Diste, ist Geschäftsführer der St. Elisabeth-Stiftung Essen. Im Besitz dieser Stiftung war das St. Elisabeth-Krankenhaus Oberhausen, das 2003 an die Neue Pergamon Krankenhaus Management GmbH übergeben und im Verlauf eines Skandals um die Neue Pergamon für 1 € "verschoben" wurde.
Picker Institut Deutschland gGmbH
Das Picker Institut ist führend in der Entwicklung und Durchführung von Patientenbefragungen und Mitarbeiterbefragungen im Gesundheits- und Sozialwesen, speziell für Einrichtungen der Krankenversorgung. Unser Ziel ist es, die Versorgungsqualität im deutschen Gesundheitswesen aus Sicht der Patienten zu verbessern. Das Picker Institut Deutschland gGmbH ist ein gemeinnütziges Tochterinstitut des Picker Institute in Boston (USA). (Selbstdarstellung - gelesen 28.7.07)
Das Picker Institut hat seinen Sitz in den USA (Boston). Tochtergesellschaften existieren in Grossbritannien, in der Schweiz und in Deutschland (Hamburg). (Selbstdarstellung - gelesen 28.7.07)
Kooperations- und Netzwerkpartner des Picker Instituts sind u.a. die Bertelsmann Stiftung und The Boston Consulting Group. (Selbstdarstellung - gelesen 28.7.07)
Ein ehemaliger Geschäftsführer der Picker International GmbH (gGmbH?), Rolf J. Lucas, ist Hauptgeschäftsführer bei der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH (Asklepios Mitteilung - gelesen 28.7.07).
Picker-Ehrenpreis
Am 26. Oktober 2005 hat das Picker-Institut für das Projekt "Klinik-Führer Ruhrgebiet" den Picker-Ehrenpreis „Award for Excellence in the Advancement of Patient-Centered Care" (ungefähr: Preis für hervorragende Leistungen für den Fortschritt patientenzentrierter Versorgung) an den Initiativkreis Ruhrgebiet und die Boston Consulting Group verliehen. (Mitteilung des Picker-Instituts 28.7.07)
Picker-Fragebogen
In Kooperation mit der Harvard Universität hat das Picker-Institut den Picker-Fragebogen entwickelt.
Picker Institut Schweiz - gelesen 7/07):
Der Picker-Fragebogen will die Sichtweise des Patienten abbilden. Er ist keinesfalls ein Instrument zur Beurteilung der medizinischen Qualität eines Spitals. Während mehreren Jahren Literaturrecherche und Forschung ging eine Gruppe von Wissenschaftlern der Harvard University und des Picker Institute der Frage nach, auf welche Faktoren der Patient bei seiner Betreuung am meisten Wert legt. Dabei wurden mehr als 8'000 Interviews und zahlreiche Gruppendiskussionen mit Betroffenen durchgeführt: mit Patienten und deren Angehörigen sowie mit Berufsleuten aus dem Gesundheitswesen, wie Pflegepersonen, Ärztinnen und Ärzte und Personen aus der Verwaltung. Die dabei gefundenen wichtigsten Themen entsprechen den Picker Dimensionen.
Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen
Der Lehrstuhl, dessen Inhaber Jürgen Wasem im Juni 2007 die Qualtitätspolitik des Helios-Konzerns lobend hervorhob (siehe Helios Kliniken: Qualitätspolitik), wird finanziert von der Alfried-Krupp-von-Bohlen-und Halbach-Stiftung.
Jürgen Wasem bildete mit Gerd Glaeske (Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen) und Bert Rürup 2002 eine "Expertengruppe", die Umstrukturierungen im Gesundheitswesen empfahl.
The Boston Consulting Group GmbH
Personen, die mal bei Boston Consulting waren, und in den Krankenhausbereich gegangen sind:
- Alexander Kirstein: Mitautor des Krankenhaus Rating Reports 2006, ist Vorstandsmitglied, seit 2004 kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf und stellv. Vorsitzender des Krankenhausarbeitgeberverbandes Hamburg (KAH); zuvor u. a. Medizinischer Projektleiter bei Boehringer Mannheim in Deutschland und Geschäftsführer im Bereich Health Care bei der Boston Consulting Group. (Mitteilung des Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit zum Hauptstadtkongress 2006)
- Achim Gässler: Ende der 90er Jahre arbeitete Achim Gässler als Berater bei der Boston Consulting Group im Bereich Health Care. Anschließend war er Referent des Ärztlichen Direktors und Geschäftsführers am Unfallkrankenhaus Berlin. Seit 2002 leitet Gässler die Stabsstelle Unternehmensentwicklung der Asklepios Kliniken GmbH. (Asklepios Pressemitteilung 24.2.05)
Weitere Verbindungen bestehen über die AIESEC, einer Plattform, auf der Studierende ihre Potenziale entdecken und in einem internationalen Kontext Führungs- und Sozialkompetenzen ausprägen können. (Siehe dazu Asklepios: B. Braun Melsungen AG und Uniklinik Gießen-Marburg.)

