Karl-Jaspers-Klinik

Aus PrivatisierungsWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Dies ist eine Wiki-Seite. Ein Wiki ist eine Art offenes Buch. Alle, die es möchten, können die Texte auf dieser Seite innerhalb von Minuten ergänzen, ändern und löschen. Siehe dazu Hilfe und Arbeitsweise.

Inhalt

Inhalt
Nachrichten
Bundesrepublik
Bundesländer
Städte, Kommunen
Klinikunternehmen/Heimbetreiber
Zusammenschlüsse
Weitere Organisationen
Dokumente
Themen

Die Karl-Jaspers-Klinik - Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, war ein niedersächsisches Landeskrankenhaus. Seit dem 1. Juli 2007 befindet sich das Krankenhaus in Trägerschaft des Psychiatrieverbunds Oldenburger Land gGmbH und trägt seinen heutigen Namen.


Geschichte

Die Klinik wurde 1885 als "Irrenheilanstalt zu Wehnen" gegründet (von wem?).

Seit 2001 gibt es ein Mahnmal und eine Dauerausstellung zum Gedenken an die Opfer der sog. "wilden Euthanasie" in Wehnen.

Auf einer Internetseite der Klinik (gelesen 8.8.08) heißt es dazu:

Die nationalsozialistische Politik der Euthanasie betraf auch die Heil- und Pflegeanstalt Wehnen. Zwar ist eine direkte Beteiligung an der offiziellen "T4-Aktion", in der Patientinnen und Patienten zur Ermordung in eine der sechs zentralen Tötungsanstalten verlegt wurden, nicht belegt. Aufgrund der historischen Forschung neuerer Zeit besteht jedoch die dringende Vermutung, dass zahlreiche Patientinnen und Patienten einer "wilden Euthanasie" durch drastische Kürzungen der Lebensmittelrationen zum Opfer fielen.

Die Gedenkstätte wurde auf Initiative von Angehörigen der in Wehnen Ermordeten errichtet. Sie wird vom Gedenkkreis Wehnen e. V. betrieben und vom Förderkreis der Karl-Jaspers-Klinik unterstützt.

Die Junge Welt vom 4.10.08 berichtet:

In der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen bei Oldenburg wurden während der Nazizeit mindestens 1500 Patienten ermordet, man ließ sie einfach verhungern. Auf dem ehemaligen Anstaltsfriedhof wurde erst Ende August eine Gedenkstätte errichtet. Dem gingen zehn Jahre Bemühungen eines Gedenkkreises voraus ...

Nach diversem Hickhack ist nun auch die zuständige Kirchengemeinde Ofen dem Gedenkkreis entgegengekommen und hat ihm auf ihrem Friedhof ein Areal zur Verfügung gestellt. Auf einem Bett aus Thymian liegt dort jetzt ein weißes Kissen aus Marmor. Später soll für jeden der getöteten Patienten ein kleinerer Stein mit Namen oder Initialen hinzugefügt werden. Dafür sucht der Gedenkkreis noch Paten, um die Kosten aufzubringen.

Ursprünglich sollte auf dem Marmorkissen folgende Inschrift stehen: »Du sollst nicht töten. Zur Erinnerung an mindestens 1500 Patienten der Heil- und Pflegeanstalt, die 1935 – 1945 von Ärzten, Pflegepersonal und Medizinalbeamten durch verordneten Hunger ermordet wurden«. Diesen Text lehnte aber der Gemeindekirchenrat ab. ... Der Gedenkkreis plant nun eine öffentliche Vortragsreihe, um die besondere Täterschaft der Ärzte aufzuzeigen. Es seien eben nicht SS-Leute in die Anstalten gekommen, um die Patienten zu töten, das haben Ärzte und Pflegepersonal schon selber gemacht. Deshalb empfanden es einige der Angehörigen auch als zynisch, daß bei der Einweihung des Denkmals der Vorsitzende des Friedhofausschusses für seine Bibellesung ausgerechnet die Verse aus dem Matthäus-Evangelium ausgewählt hatte, die von den Vögeln unter dem Himmel handeln, die nicht säen und nicht ernten und vom himmlischen Vater doch ernährt werden. ...

Das große Hungersterben begann in Wehnen schon 1935. ... Der kleine Friedhof wurde bald zu eng, es mußten Erweiterungsarbeiten vorgenommen werden: 1936, 1938, 1941 und 1942 schaufelten sich die Patienten der Heilanstalt buchstäblich ihr eigenes Grab. Der Pastor der Gemeinde Ofen hat damals jeden einzelnen Todesfall registriert; er machte zudem Krankenbesuche in der Anstalt und hielt dort Gottesdienste ab. Er wußte Bescheid ...


Siehe auch

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge