Interview zur GGB

Aus PrivatisierungsWiki

(Weitergeleitet von Interview zur GBB)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dies ist eine Wiki-Seite. Ein Wiki ist eine Art offenes Buch. Alle, die es möchten, können die Texte auf dieser Seite innerhalb von Minuten ergänzen, ändern und löschen. Siehe dazu Hilfe und Arbeitsweise.

Inhalt

Inhalt
Nachrichten
Bundesrepublik
Bundesländer
Städte, Kommunen
Klinikunternehmen/Heimbetreiber
Zusammenschlüsse
Weitere Organisationen
Dokumente
Themen

März 2010

Heiko Grau-Maiwald ist von Beruf Krankenpfleger. Er ist Mitglied der Gewerkschaft Gesundheitsberufe (GGB) Hannover und macht seit 15 Jahren Betriebsarbeit in Gesundheitseinrichtungen. Vor Kurzem veröffentlichte er eine Broschüre über Betriebsarbeit im Gesundheitswesen (siehe Kasten unten rechts) – Anlass, ihm einige Fragen zu stellen.


Inhaltsverzeichnis

Frage 1: Zur GGB

Heiko Grau-Maiwald:
Aus dem Takt. Offensive Betriebsarbeit im Gesundheitswesen.

Syndikat-A Medienvertrieb, Moers, Dezember 2009.
32 Seiten
Preis: € 2.00

Zum Inhalt:

Organisations- und Arbeitskampfformen traditioneller Gewerkschaften haben sich längst überlebt. Deshalb ist es Zeit,andere Wege zu gehen. Für das Gesundheitssystem gilt dies in besonderem Maße. Anhand von Beispielen lenkt der Autor deshalb den Fokus auf unkonventionelle Herangehensweisen an Konflikte.

Weitere Informationen zur Broschüre:

Syndikat-A Medienvertrieb

Bestelladresse:

Syndikat-A Medienvertrieb
E-Mail: syndikat-a[at]fau.org
www.syndikat-a.de

Heiko, was ist die GGB? Ist das eine Sektion der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft “Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter- Union” (FAU)? Gibt es die GGB nur in Hannover?

GGB steht für “Gewerkschaft Gesundheitsberufe”. Es handelt sich um eine kleine Branchengewerkschaft, die der Lokalföderation Hannover, also dem örtlichen Zusammenschluss von FAU-Einzelgewerkschaften, angehört. In der GGB haben sich Beschäftigte aus Hannover und Region organisiert, die im Bereich Gesundheit und Soziales tätig sind. Uns gibt es jetzt seit drei Jahren.

In einigen anderen Städten existieren innerhalb der FAU ebenfalls Branchengruppen und -kontakte, allerdings unter anderem Namen. Erst ab einer gewissen Anzahl und Stärke macht es Sinn, sich gemeinsam in einer Industrieföderation zusammen zu schließen. Wir befinden uns von unseren Zielsetzungen her quasi noch ganz am Anfang.

Aber um eine Vorstellung davon zu bekommen, was mit Industrieföderation gemeint ist, auch wenn ich an dieser Stelle Äpfel mit Birnen vergleichen muss: Eine Industrieföderation fände bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di als Fachbereich ihre Entsprechung. Allerdings sind Aufbau und Entscheidungsstrukturen grundverschieden. Wir sind eine Basisgewerkschaft, ver.di ist eine zentralistische Gewerkschaft. Bei uns treffen allein die Mitgliederversammlungen Entscheidungen, gibt es nur gewählte, ehrenamtlich tätige GewerkschaftssekretärInnen, die allein auf der Grundlage von Beschlüssen der Basis aktiv werden.

Bei Gewerkschaften wie ver.di gibt es dagegen einen bezahlten Funktionärsapparat, Hauptamtliche, die im wesentlichen alle Entscheidungen treffen, Strategien entwickeln, die taktische Linie vorgeben. Die Mitglieder werden hier nur verwaltet. Solche Organisationen gleichen vom Aufbau, den Strukturen her eher Betrieben. Sie haben abhängig Beschäftigte, Angestellte. Sie werden auch ganz klar als Servicebetriebe betrachtet. Mitglieder erhalten Rechtsschutz und andere Leistungen für einen monatlichen Obolus. Sie vertrauen darauf, dass Leute, die sie nicht mal kennen, ihre Interessen vertreten, in ihrem Sinne entscheiden und handeln, etwas für sie herausholen. Genauso gut könnten die Leute dem Deutschen Mieterbund beitreten oder eine private Rechtsschutzversicherung abschließen.

Unsere Organisationsform fußt dagegen von A-Z auf der Aktivität der Mitglieder, alles steht und fällt mit ihrem Engagement. Unser basisdemokratisches Gewerkschaftsmodell ist eine Form von Selbstorganisierung. Es entspricht in keinster Weise dem von zentralistischen Verbänden – allerdings oft den Vorstellungen, die ihre aktiven Mitglieder, die mit uns in Berührung kommen, von gewerkschaftlicher Organisierung haben.

Frage 2: Zum DGB

Wäre es nicht besser, nur eine Gewerkschaft zu haben, anstatt mehrere? Schwächen Mini-Gewerkschaften wie FAU bzw. GGB nicht die Kräfte der abhängig Beschäftigten?

Gegenfrage: Hältst du die DGB-Gewerkschaften etwa für stark? Ihre Mitgliederzahlen gehen Jahr für Jahr zurück. Stärke erwächst zudem nicht allein aus der Mitgliederzahl einer Gewerkschaft, sondern aus dem Willen und der Bereitschaft, wirklich zu kämpfen. Wann fangen sie also an zu kämpfen? Es sind gerade kleine, DGB-unabhängige Gewerkschaften, die in den letzten Jahren wirklich gekämpft haben, bei aller Kritik an ihrem ständischen Verständnis, das einzelne Berufsgruppenintereressen in den Vordergrund rückt. Egal, ob es sich um die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), die Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GdL), die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (mb) oder die FluglotsInnen in der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) handelte. Der Einfluss von DGB-Gewerkschaften wie ver.di basiert derzeit allein auf Lobbyismus und auf der Rechtsauslegung deutscher Arbeitsgerichte, so genanntem “Richterrecht”. Sie sind im Gegensatz zu uns und den anderen genannten nicht kämpferisch, sondern vom Scheitel bis zur Sohle sozialpartnerschaftlich ausgerichtet. Ihnen geht es allein um “Mitgestaltung”, wobei ArbeitnehmerInneninteressen lediglich Berücksichtigung finden sollen. Mit einer konsequenten Vertretung der Interessen der ArbeitnehmerInnen, die denen der Arbeitgeber bekanntlich diametral gegenüber stehen, hat das nun wahrlich nichts zu tun. Das Bundesarbeitsgericht hat es einst auf den Punkt gebracht: “Tarifverhandlungen ohne das Recht zum Streik” sind “nicht mehr als kollektives Betteln.“ Verhandlungen und Proteste ohne Nachdruck in Form von Arbeitskampfmaßnahmen jucken bekanntlich niemanden. Dass sich abhängig Beschäftigte organisieren müssen, um der organisierten Macht der Arbeitgeber etwas entgegensetzen zu können, liegt dagegen auf der Hand.

Die Kräfte der Beschäftigten, beispielsweise im Bereich Gesundheit und Soziales, sind im übrigen auch ohne unser Zutun längst aufgefächert worden, und zwar von den Zentralverbänden selbst. Neben ver.di sind hier Fachgewerkschaften unter dem Dach der dbb-tarifunion genauso aktiv wie der Marburger Bund für ÄrztInnen, der „Verband medizinischer Fachberufe e.V.“ (Vmf) für Medizinische Fachangestellte in medizinischen, zahnmedizinischen und tiermedizinischen Praxen oder der „Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V.“ (bpt) für angestellte und selbständige TiermedizinerInnen, um hier nur einige zu nennen. Die Spaltung und Schwäche der abhängig Beschäftigten kommt am Arbeitsplatz nicht durch vermeintliche Zerwürfnisse unter KollegInnen zustande, sondern durch taktische Einflussnahmen der Arbeitgeber. Das Ringen der Zentralverbände um ihre eigenen Einflussgebiete tritt noch hinzu.

Natürlich sind wir für die Einheit, allerdings nicht um jeden Preis. Einheit kann nur von unten kommen, nicht von oben. Sie hat sehr viel mehr mit Kollegialität und Solidarität zu tun, weniger mit der Farbe des Gewerkschaftsausweises.

Frage 3: Zur Einheitsgewerkschaft

Antifaschistische WiderstandskämpferInnen wie das Volksfrontkomitee vom KZ Buchenwald zogen die Schlussfolgerung, dass eine Einheitsgewerkschaft notwendig ist, um zukünftig Krieg und Diktatur zu verhindern. In der Weimarer Republik haben sich Mitglieder der verschiedenen Richtungsgewerkschaften buchstäblich die Köpfe eingeschlagen, anstatt sich gegen den aufkommenden Faschismus zusammenzuschließen. Wie ist das heute? Herrscht vor Ort in den Betrieben Feindschaft oder kommt es auch mal zur Zusammenarbeit mit ver.di-KollegInnen?

Ich hatte es eben schon angedeutet: Wir treten für unsere Belange ein, die zugleich die unserer KollegInnen sind. Das zählt mehr als das Werbegeschenk eines Zentralverbandes. Wir sind keine “Bürogewerkschaft”, sondern eine “Gewerkschaft zum Anfassen”, aktiv im Betrieb, mit KollegInnen, die die gängige Passivität ihrer Zentralverbände hinter sich lassen wollen oder bereits abgeschüttelt haben. Wir arbeiten nicht nur mit den KollegInnen anderer Gewerkschaften gut zusammen, sondern binden auch Unorganisierte mit ein. Unsere Organisationsweise und unsere basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen, die wir im KollegInnenkreis, über Organisationsschranken hinweg, etablieren, wirken dabei oft wie eine Offenbarung. Feindschaft erleben wir hier nicht. Mitunter nur Konkurrenzdenken, aus dem eine solche resultiert. Diese wird uns aber nicht von aktiven KollegInnen entgegengebracht, beispielsweise von ver.di, sondern am ehesten von FunktionärInnen. Wir betrachten uns nicht als Konkurrenz, sondern als Alternative. Wir haben einen gänzlich anderen Ansatz.

Aber um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: Ich habe nicht gerade den Eindruck, dass die großen Einheitsgewerkschaften völlig losgelöst von dem sind, was Richtungsgewerkschaften ausmacht. Die DGB-Gewerkschaften sind stark sozialdemokratisch geprägt, ihre Positionen stehen eindeutig in dieser Tradition, auch wenn sie sich selbst als parteiunabhängig bezeichnen. Daneben gibt es die christlichen Gewerkschaften im Christlichen Gewerkschaftsbund (CGB), von den erwiesenermaßen “Gelben” ganz zu schweigen. Die ganzen kommunistischen und linken organisatorischen Spielarten, bis hin zu AkteurInnen der radikalen Linken, organisieren sich zwar in den DGB-Einheitsgewerkschaften, gelten sogar als ihre größten VerteidigerInnen. Aber auch ihnen geht es innergewerkschaftlich um den Einfluss ihrer Positionen. Ich kann darin keine großen Unterschiede zu den Zielen und dem Wirken der KommunistInnen der Weimarer Zeit im sozialdemokratischen Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) erkennen, getreu den Richtlinien und Beschlüssen der Roten Gewerkschaftsinternationale (RGI). Die Gründung einer kommunistischen Gewerkschaft, der Roten Gewerkschaftsopposition (RGO), war damals nur ein Bruch mit ihrer Linie.

Die Einheit gegen den Faschismus kam auch zu jener Zeit nur von unten zustande, punktuell. Die heftigen Richtungskämpfe, die gegenseitigen Diffamierungen seitens ihrer Führungen brachten die ArbeiterInnen gegeneinander in Stellung, verhinderten die Aktionseinheit, nicht die ArbeiterInnen selbst.

Und heute? - In heutigen Gewerkschaften, in denen laut Studien rassistische bis rechtsextreme Positionen Boden finden, scheint doch Einiges im Argen zu sein. Gewerkschaften vereinen abhängig Beschäftigte, nicht nur im Betrieb, sondern über Ländergrenzen hinweg. Sie trennen sie nicht in den Mikrokosmos angeblicher “Kerngeschäfte” und “peripherer Bereiche” oder in “Standorte”, wie es immer wieder durch die Zentralgewerkschaften geschieht.

Frage 4: Zur gewerkschaftlichen Organisierung

Ob ver.di oder GGB: der gewerkschaftliche Organisationsgrad ist niedrig. In ver.di treten viele KollegInnen nur ein, um Rechtsschutz und/oder Streikgeld zu bekommen. Wie kommt es, dass 99,9% der KollegInnen über Arbeitsbedingungen und Geld meckern, aber nur 0,1% oder noch weniger aktiv werden? Oder ist die Frage falsch gestellt? Sollten wir uns vielleicht eher fragen: Wie kommt es, dass KollegInnen trotz Angst, täglicher TV-Dröhnung und allgemeiner Erschöpfung aktiv werden? Sind das alles kinderlose Singles, die im Grunde genommen Sozialkontakte suchen?

Über mangelnde Sozialkontakte kann sich wahrlich keine/r beklagen. Wir sind kein Geselligkeitsverein, sondern unsere Treffen sind überwiegend Arbeitstreffen. Natürlich entstehen und pflegen wir auch hier und darüber hinaus Sozialkontakte unter GGB-KollegInnen. Kinderlose und KollegInnen mit Kindern sind bei uns gleichermaßen organsiert. Wir sprechen hier über eine Branche, in der überwiegend Frauen tätig sind. 80 Prozent der GGB-Mitglieder sind Frauen.

Das Problem, dass sich insgesamt nur wenige KollegInnen engagieren, hat andere Ursachen. Zunächst: Es gibt hier keine kämpferische Traditionslinie. Diese wurden mehrfach zerschnitten. Die Menschen haben es verlernt, sich wirklich an ihren Interessen entlang zu organsieren und zu kämpfen. Es hat auch etwas damit zu tun, dass das Bild von “Gewerkschaft” über Jahrzehnte von den DGB-Einheitsgewerkschaften und dem mit ihnen verbundenen sozialpartnerschaftlichen Kurs geprägt wurde. Den Sozialstaat im herkömmlichen Sinne und die Bereitschaft der Arbeitgeber, sich mit Zugeständnissen am Verhandlungstisch Ruhe zu erkaufen, ist passé. Das scheint nur noch nicht bei den Gewerkschaftsführungen angekommen zu sein. Viele Bereiche, etwa im Öffentlichen Dienst, mussten lange Jahre nicht kämpfen. Das haben andere Beschäftigtengruppen für sie besorgt, etwa die MüllwerkerInnen und der öffentliche Nahverkehr. Mittlerweile wurden viele Betriebe privatisiert, nun sind plötzlich alle Belegschaften gefordert. Aber wie kämpft man, wenn Gewerkschaften im Betrieb nicht als aktive Kräfte unter den Beschäftigten verankert sind? – “Gewerkschaft, das ist doch ein Büro, wo Hauptamtliche und FunktionärInnen sitzen... Die kenne ich nicht mal, aber ich überweise monatlich Beiträge. So wie an meine Versicherung. Die reißen das dann für mich.”

Wo sich allerdings KollegInnen engagieren, wird schnell die Erfahrung gemacht, dass es eigentlich vergeblich ist. Man reißt sich den Hintern auf und am Ende verhandeln andere etwas, wofür sich niemand auch nur im Ansatz erhoben hätte. Und verkaufen das auch noch als Erfolg. Also schmeißen die KollegInnen wieder hin, treten aus und versuchen sich allein durchzuwursteln, nach dem Motto: “Wenn ich es nicht mehr aushalte, gehe ich halt woanders hin.” – Aber wo ist heute noch dieses “woanders”?

Frage 5: Zur Aktivität der KollegInnen

Soweit ich verstanden habe beim Lesen deiner Broschüre, siehst du die Möglichkeit, dass mehr KollegInnen aktiv werden, ziemlich positiv. Ich musste da an den Ersten Weltkrieg denken: 2 Millionen tote deutsche Soldaten und 1 Million Verhungerte im Deutschen Reich, ehe die Kraft da war, den Kaiser davonzujagen. 20 Jahre später Diktatur, Krieg und industrieller Massenmord. Damals wie heute wäre es eigentlich nötig, das Prinzip der Demokratie auf die Arbeitswelt auszudehnen. Wie viel Schreckliches muss noch kommen, bevor der Gedanke mehrheitsfähig wäre: “Die Kontrolle über und Verantwortung für unsere Arbeit und deren Produkte müssen wir selber übernehmen”?

Menschen sind bereit, sich zu engagieren. Das machen sie entlang vieler Interessen und Bedürfnisse. In der Arbeitswelt ist es nur schwieriger. Die wirklich freie Rede ist hier eingeschränkt, schon allein aus dem Abhängigkeitsverhältnis zum Arbeitgeber heraus. Es ist aber meiner Ansicht nach keine Frage der besseren Argumente, wenn man KollegInnen animieren will, sich zu engagieren, sondern der Erfahrungen, die sie selbst machen. Nur das zählt, nicht schöne Worte. Füreinander einstehen, selbst Nachteile dafür in Kauf zu nehmen, schweißt ungemein zusammen.

Als Basisgewerkschaft sind wir natürlich auch soziale Bewegung. Uns eint die Freude am Zusammenstehen und -gehen für gemeinsame Ziele. Unser Ansatz ist positiv, gesamtgesellschaftlich, nicht negativ zentriert auf “Probleme” des Alltags. Um diese geht es natürlich auch. Aber allein damit lässt sich niemand dauerhaft vom Hocker reißen. Das ist das Dilemma anderer Gewerkschaften. Sie sind nur Zweckgemeinschaft entlang von Problemen, nicht Bewegung. Wir betreiben – anders als andere gesellschaftliche Kräfte, egal welcher Coleur – keine Ideologie, sondern funktionieren schon heute ganz praktisch so, wie wir uns das Funktionieren einer Gesellschaft insgesamt vorstellen. Das ist “ansteckend”.

Frage 6: Kontakt zur GGB

In deiner Broschüre heißt es, Betriebsgruppen könnten sich an Basisgewerkschaften wenden, um Unterstützung zu erhalten. Zum Beispiel, um Flugblätter vor dem Betrieb zu verteilen, oder um jemanden mit Erfahrung in Betriebsarbeit mal einzuladen, damit er oder sie was erzählt. Gibt es da bei der GGB eine Anlaufstelle, wo Betriebsgruppen nachfragen könnten?

Wir sind, ich sagte es eingangs schon, in lokalen Gewerkschaften organisiert. Es macht deshalb Sinn, sich auch an eine lokale FAU-Gruppe zu wenden. Wenn es im jeweiligen Ort noch keine Gewerkschaft für den Bereich Gesundheit und Soziales geben sollte, sind die KollegInnen anderer Branchen auf jeden Fall bereit, beim Aufbau einer solchen Branchengewerkschaft tatkräftige Unterstützung zu leisten. Niemand ist auf sich allein gestellt.

Kontakt zur Gewerkschaft Gesundheitsberufe (GGB) erhaltet ihr unter:

GGB-Hannover
c/o FAU-Hannover
PF 2043
30020 Hannover

Email: ggb-hannover[at]fau.org

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge