Hessen

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März 2012

Rhön AG: Proteste gegen Stellenabbau Unikliniken Gießen/Marburg

Am 17. März rief die Gewerkschaft verdi zu einer Demonstration gegen den geplanten Abbau von 500 Stellen an den privatisierten Unikliniken Gießen/Marburg auf. Die beiden Kliniken wurden 2006 als erste Universitätskliniken von einem Klinikkonzern, der Rhön Klinikum AG, übernommen. Es verblieben lediglich 5% der Anteile beim Bundesland Hessen.

Stellenabbau ist an privatisierten Kliniken und speziell bei der Rhön AG nichts neues. Protest allerdings schon. Explizit sollte auch die Öffentlichkeit von den Stellenstreichungen erfahren, so hatte verdi die BürgerInnen dazu aufgefordert, sich an der Demonstration zu beteiligen und die Anliegen der Beschäftigten zu unterstützen. Die Frankfurter Rundschau spricht von 1200 DemonstrantInnen.

Knapp zwei Wochen, am 7.März, zuvor regte sich, laut Deutschem Ärzteblatt, bereits der erste Widerspruch als 200 KollegInnen während einer Aufsichtsratssitzung mit Schildern wie „Bist du eine/r von 500?“ demonstrierten. Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der Rhön AG, äußerte er könne keine Entwarnung geben. Er rief den KollegInnen zu, der „Stellenabbau wird weiter voran getrieben“.

Nach der weitaus größeren Protestaktion ist der Stellenabbau, laut Angaben der hessischen Landesregierung, vom Tisch. Ein Sprecher des Klinikums setzte noch einen drauf, indem er allen Ernstes verlautbaren ließ, er sei „verwundert, dass nach wie vor immer wieder der Eindruck erweckt werde, es sei geplant, 500 Menschen in Gießen und Marburg auf die Straße zu setzen“. Haben sich die Betroffenen das nur eingebildet?

Ob massenhafte Einbildung oder nicht, Stellen werden erst mal keine abgebaut. Weil die KollegInnen sich zur Wehr setzen.



Mai 2005

Demonstration gegen Privatisierungen

Gegen die Privatisierung der mittelhessischen Kliniken demonstrierten am 20. Mai über 2.500 Menschen 2005 in Marburg. (DGB Mittelhessen 20.5.05)

Die unumgänglichen Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt nahmen die Betroffenen in den allermeisten Fällen mit großer Geduld und viel Verständnis hin. ... Teilweise erreichte der Zug eine Ausdehnung von 500 bis 700 Metern. Der große Lautsprecherwaqgen zog auf dem Marschweg noch eine Menge Menschen durch direkte Ansprache mit, sodass der Abschlusskundgebung auf dem damit sehr gut gefüllten Marktplatz etwa 3000 Menschen beiwohnten. (Presseinfo des Polizeipräsidiums Mittelhessen 20.5.05)

Siehe auch

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