Helios Kliniken

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Aus einer Pressemitteilung der Geschäftsführung der Helios-Kliniken 23.10.06:

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 56 eigene Kliniken, darunter vier Maximalversorger in Erfurt, Berlin-Buch, Wuppertal und Schwerin. HELIOS ist damit einer der größten und medizinisch führenden Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung Europas und beschäftigt aktuell 26.400 Mitarbeiter. Die Gesellschafter der HELIOS Kliniken GmbH sind die Fresenius ProServe GmbH, die ProServe Krankenhaus Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Ralf Michels, Bert Uwe Drechsel, Peter Küstermann, Uwe Klingel und Dr. Francesco De Meo. Die HELIOS Gruppe verfügt über Kompetenz in allen medizinischen Bereichen und Versorgungsstufen. Unter der Führung der HELIOS Kliniken GmbH leisten die HELIOS-Kliniken schwerpunktmäßig akutmedizinische Versorgung, die Wittgensteiner-Kliniken Rehabilitationsmedizin. Mehrheitsgesellschafter der HELIOS Kliniken GmbH und der Wittgensteiner Kliniken AG ist die Fresenius ProServe GmbH.

Zu Helios gehören u.a.: Reinigungsgesellschaft Oberwald GmbH, KE Reinigungsgesellschaft mbH, KE Logistik GmbH, KE Blutspendezentrale GmbH, KTT Krankenhaus Technik Thüringen GmbH, GLD Gesellschaft für Logistik und Dienstleistungen in Kliniken mbH, Optirex Ungarn Kft und Klinikum Erfurt GmbH.

Die Helios Kliniken GmbH trennte sich 1994 von Asklepios.


Inhaltsverzeichnis

Übernahme durch Fresenius

Zum Jahresende 2005 genehmigte die EU-Kommission die Übernahme von Helios durch Fresenius:

Fresenius erwirbt 93,9855% der Geschäftsanteile an Helios. Hinsichtlich der restlichen 6,0145% der Geschäftsanteile an Helios, die von den Mitgliedern der Geschäftsführung von Helios gehalten werden, haben sich Fresenius und die geschäftsführenden Gesellschafter von Helios gegenseitig Put- und Call-Optionen eingeräumt.
EU:Kommission: Fall Nr. COMP/M.4010 - FRESENIUS / HELIOS

Die Helios Klinik Kette wird damit zu einem Teil der Fresenius ProServe GmbH, zu der auch die Wittgensteiner Kliniken gehören.

Siehe auch

Öffentliche Förderung

Dr. med. Lutz Helmig, Gründer der Helios Kliniken GmbH, schlägt in einem Text zur Gesundheitspolitik den Verzicht auf Gemeinnützigkeit für Gesundheitsdienste vor.

Mit dem Bau eines 1.000-Betten-Klinikums in Berlin-Buch führt Helios nach eigenen Angaben das größte privat finanzierte Klinikneubauprojekt Europas durch. Der 200 Millionen € teure Neubau werde komplett ohne öffentliche Förderung finanziert, sagte der Hauptgeschäftsführer des Konzerns, Ralf Michels, dem Tagesspiegel am 24.06.04. Das nötige Kapital für den Bau erhält Helios von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Europäischen Investitionsbank, die als Non-Profit-Unternehmen der EU-Staaten verbilligte Kredite offeriert. (Helios Pressemitteilung 13.01.05, Helios Pressemitteilung 15.06.05)

In den offiziellen Berichten über die Finanzhilfen des Landes Berlin 1999-2001 und 2001-2003 taucht Helios als Empfänger auf.

Helios investierte zwischen 1998 und 2001 ca. 12 Mio. €, von denen 9 Millionen aus öffentlicher Förderung stammten und 3,0 Millionen aus Eigenmitteln (Schriftenreihe des UNI Unternehmerinstituts der ASU e.V. Band 10).

Nach Angaben von Helios sind 2003 6,8 % des Sachanlagevermögens aus pauschalen Fördermitteln finanziert worden.

Personalpolitik

Gehälter

1998 wurden die drei Kreiskrankenhäuser in Breisgau-Hochschwarzwald an Helios verkauft. Zwei Jahre später erhielten Neueingestellte 20% weniger Lohn. (Betriebszeitung der ver.di-Betriebsgruppe Charité CVK/CCM extra, Februar 2005)

Im Jahr 2005 beginnt ver.di mit Gesprächen über einen einheitlichen Konzerntarifvertrag für alle Helios-Kliniken. (ver.di Hessen, ca. Mai 2005).

Den Entgelttarifvertrag für die Helios-Klinik St. Elisabeth Hünfeld schloss ver.di im August 2005 mit einer 2,1-prozentigen Gehaltserhöhung bis Ende 2007 für 280 KlinikmitarbeiterInnen ab. Georg Schulze-Ziehaus von Verdi-Hessen erklärte gegenüber unserer Zeitung [Fuldaer Zeitung], der Abschluss „ist zwar nicht die Welt, aber immerhin gegen den Trend“. Die offizielle Wochenarbeitszeit beträgt 38,5 Stunden. (Fuldaer Zeitung 26.8.05)

Francesco De Meo, einer der Geschäftsführer der Helios-Kliniken:
"Wir orientieren die Bezahlung an Leistungen im Führungskräftebereich durch entsprechende Zielvereinbarungen. Wir sagen zum Beispiel: Wir haben das Ziel, dass bei Patientenbefragungen die Werte im nächsten Jahr um so und soviel Prozent besser werden, und wenn ihr das erreicht, bekommt ihr einen Bonus und eben mehr Geld." (Deutschlandradio 4.6.07)


Tagesspiegel 16.1.07:

Für die meisten Beschäftigten der Helios-Klinken gibt es ab sofort mehr Geld. Der Krankenhausbetreiber, der an zwei Berliner Standorten knapp 3000 Leute beschäftigt, einigte sich jetzt erstmals mit der Gewerkschaft Verdi auf einen bundesweit gültigen Tarifvertrag. Danach bekommen Ärzte bis zu 18 Prozent mehr Lohn, bei den übrigen Beschäftigten steigen die Bezüge schrittweise um bis zu 450 Euro…

Erziehung

Ärzte Zeitung 23.4.07:

Beschäftigte, die auf dem Klinikgelände und während der Arbeitszeit nicht rauchen, erhalten einen zusätzlichen Urlaubstag. ... Die Beschäftigten begrüßen das Angebot und stellen bereits in großer Zahl Anträge. Um den zusätzlichen Sonderurlaubstag zu bekommen, müssen die Mitarbeiter gegenüber der Personalabteilung eine schriftliche Erklärung unterzeichnen, dass sie nicht rauchen. Eine Kontrolle findet nicht statt. Die Regelung ist Bestandteil der zum Jahresbeginn erfolgten Tarifeinigung mit dem Marburger Bund und Verdi. Für 31 der 55 Konzernhäuser, gilt der Vertrag noch nicht. ...Das Verhalten von Ärzten und Krankenschwestern habe eine Signalfunktion. Nur eine nachgeordnete Rolle spielen die Argumente, dass Nichtraucher seltener krank sind und bei ihnen keine Arbeitszeit durch Zigarettenpausen verloren gehen. Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Erwin Sellering (SPD) nannte den Vorstoß von Helios einen "wunderbaren Anreiz für Raucher, ihr Verhalten zu überdenken".

Qualitätspolitik

Jürgen Wasem, Inhaber des Alfried-Krupp-von-Bohlen-und Halbach-Stiftungslehrstuhls für Medizinmanagement an der Universität Duisburg-Essen (Deutschlandfunk 4.6.07):

"Ich selber war anfangs sehr skeptisch und habe gedacht, die zunehmende Privatisierung, wenn der Gewinngedanke im Krankenhaus Bedeutung bekommt, bisher kann man das nicht feststellen, sondern im Gegenteil: Einige Private gehen Themen wie Qualität sehr offensiv an. Wenn Sie etwa den Helios-Konzern nehmen, das ist einer der Vorreiter, die Transparenzberichte ins Internet stellen über die Qualität in ihren Krankenhäusern. Die berichten über Komplikationsraten, Sterberaten in einer relativ offensiven Art und Weise und versuchen darüber, die Qualität im Klinikkonzern zu verbessern. Insgesamt würde ich nicht sagen, dass die Privatisierung die Qualität beeinträchtigt hat."

Siehe auch

Kooperationen, Beteiligungen

Klinikum Wuppertal GmbH

In Wuppertal betreibt Helios im Rahmen der Klinikum Wuppertal GmbH das Universitätsklinikum der Universität Witten/Herdecke.

Die Stadt Wuppertal hält einen Anteil von 5,1% an der Klinikum Wuppertal GmbH. Helios übernahm zum 1.1.2003 94,9% der Geschäftsanteile sowie 38 Mio. Schulden der GmbH. Die Stadt Wuppertal übernahm rd. 66 Mio. € der Schulden. (Pressemeldung der Stadt 25.11.02)

Der Kaufpreis wird mit 34 Mio. € angegeben (dz Corporate Finance 13.05.03 – [abzüglich der übernommenen Schulden?]). Zusätzlich hat Helios eine Finanzierungszusage von 27 Mio. € für Investitionen abgegeben.

Mit Vera Dedanwala (SPD) sitzt ein Aufsichtsratsmitglied des Helios Klinikums Wuppertal im Landtag von Nordrhein-Westfalen (Landtagsinfo).

Im Geschäftsbericht 2003 heißt es zu den günstigen Ergebnissen der Gewinn- und Verlustrechnung:

Das operative Ergebnis ist wesentlich geprägt durch Firmenwertamortisationen, insbesondere durch den Sanierungsbeitrag der Stadt Wuppertal zu Gunsten des Klinikums in Höhe von €50,8m.

Und an anderer Stelle:

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung wurde erstmalig seit Unternehmensgründung eine Ausschüttung in Höhe von € 4.479.000 an die Gesellschafter geleistet.

Berlin-Buch

Seit 2001 ist die Helios Kliniken GmbH alleinige Trägerin des Klinikums Berlin-Buch. In diesem Rahmen ging das Unternehmen langfristige Kooperationsverträge mit der Charité und dem Max-Delbrück-Centrum (MDC) ein. Mit dem Helios Research Center, das laut einer Pressemitteilung von Helios (16.7.04) die medizinische Forschung im Konzern koordiniert und fördert , betreibt Helios eine gemeinsame Tochtergesellschaft mit dem MDC.

Vorstandschef der Charité ist Detlev Ganten, Mitglied des Nationalen Ethikrats und ehemaliger Wissenschaftlicher Vorstand des MDC. Das MDC beschäftigt sich mit Gentechnologie, kooperiert mit der Schering AG und gehört zu 20% der Siemens AG.

Laut Geschäftsbericht der Helios Kliniken GmbH 2004 besitzt Helios 100% der L + P Berlin-Buch GmbH, 51% der TMK Berlin-Buch GmbH (ein Architekturbüro, dem die Planung des Helios Klinikums Berlin-Buch oblag) und 51 % der Berliner Gesundheitszentrum GmbH. Zu letzterem heißt es im Geschäftsbericht:

Durch Kaufvertrag vom 29. Oktober 2003 mit Wirkung zum 1. Januar 2004 wurden 51 % der Anteile an der Berliner Gesundheitszentrum GmbH erworben. Damit konnte am Standort Berlin-Buch die Poliklinik am HELIOS Klinikum Berlin-Buch in den Konzern integriert werden. Die Poliklinik ist als Einrichtung nach § 311 Abs. 2 SGB V zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassen. In ihr sind zurzeit 27 Fachärzte in 14 Fachrichtungen tätig, die die ambulante vertragsärztliche Versorgung der Patienten unter Anbindung an die medizinische Infrastruktur des HELIOS Klinikums Berlin-Buch sicherstellen.


Siehe auch

Sana

Laut e27 wurden der Berliner Gesundheitszentrum GmbH Anfang 1996 alle bestehenden ambulanten und poliklinischen Einrichtungen im Ostteil Berlins vom Land Berlin übergeben. In diesem Rahmen besteht eine Kooperation mit Sana.

Helios Mitteilung 17.12.03:

Das PARITÄTISCHE Gesundheitszentrum (PGZ) und die HELIOS Kliniken GmbH haben seit 2002 intensive Gespräche über eine tragfähige medizinische und wirtschaftliche Kooperation an diesem Standort geführt. Zu Beginn des Jahres haben beide Partner eine Zielvereinbarung über die kooperativen Inhalte und Formen der zukünftigen medizinischen Zusammenarbeit abgeschlossen und darauf aufbauend die gesellschaftsrechtliche Zusammenarbeit gegründet. Im Rahmen einer gemeinsamen Trägerschaft für die Poliklinik soll im Rahmen der neuen gesetzlichen Möglichkeiten
. die medizinische Kooperation qualitativ weiterentwickelt,
. vorhandene Leistungsverbünde ausgebaut und verstärkt werden
. und insbesondere im prä- und poststationären Bereich die Zusammenarbeit zum Wohle der Patienten als "integrierte Versorgung" aufgebaut werden.

Die Sana Gesundheitszentrum Berlin GmbH, eine Tochter der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH, besitzt eine Beteiligung an der Poliklinik am Helios Klinikum Buch GmbH (Info der Sana Gesundheitszentrum Berlin GmbH, gelesen 8/07), an der Helios mit 51% beteiligt ist (Geschäftsbericht der Helios Kliniken GmbH 2004).


Helios kauft Anteile Sana ab

Mit Wirkung zum 1. Juli 2006 übernahm die HELIOS Kliniken GmbH vom bisherigen Minderheitenbeteiligten Sana Gesundheitszentren GmbH alle Anteile an der Poliklinik am HELIOS Klinikum Berlin-Buch und ist somit alleiniger Gesellschafter. Damit verbunden ist seit dem 1. November 2006 die Übernahme der Geschäftsführung durch Dr. rer. nat. Harald Katzberg und die Berufung von Dr. med. Monika Kaul zur Ärztlichen Leiterin. Die Poliklinik am HELIOS Klinikum Berlin-Buch war und ist integraler Bestandteil des Klinikums und leistet einen bedeutenden Anteil an der ambulanten Versorgung der Bürger und Bürgerinnen vor allem aus dem Bezirk Berlin-Pankow und dem Landkreis Barnim (Land Brandenburg). [(http://www.helioskliniken.de/de/Kliniken/Berlin-Buch/Patienten/Poliklinik_am_HELIOS_Klinikum_Berlin-Buch/index.htm Meldung auf Helios Website)]



Siehe auch

AOK, Medvantis, Winterthur

Zusammen mit Asklepios und der AOK führte Helios ein Modellprojekt „Qualitätsmodell Krankenhaus (QMK)“ durch, für das sie 2002 den Medvantis Forschungspreis erhielten.

Die Medvantis Medical Services GmbH, die den Forschungspreis verleiht, gehört der Winterthur Gruppe (Pressemitteilung Winterthur 11.1.02).

Die Winterthur Gruppe ist ein weltweit agierender Versicherungskonzern. Neben einem Vertreter der Schering AG sitzt ein Vertreter von Winterthur im Aufsichtsrat des Axel Springer Konzerns. Winthertur gehört zur Credit Suisse Gruppe, in deren Aufsichtsrat ein Vertreter von Bayer sitzt.

Qualitätssicherung mit Routinedaten

Im Rahmen des Projekts „Qualitätssicherung mit Routinedaten“ (QSR) erhielt Helios Zugang zu bundesweiten Abrechnungsdaten von AOK-PatientInnen mit Entlassungsdatum in den Jahren 1999 bis 2001.

Korrektur 18.7.05: Helios hat eine Auswertung mit aggregierten Daten für AOK PatientInnen von Helios Kliniken bekommen, nicht von anderen Kliniken. Zu ihren Daten haben sie einen Bundes-Benchmarkvergleich erhalten, der jedoch keine Aufschlüsselung nach Land, Krankenhaus etc. ermöglicht. Der o.g. Satz unterstellt aber, sie hätten Zugang zu Einzelfalldaten oder zu aggregierten Daten anderer Krankenhäuser, dies ist falsch.


QSR ist ein gemeinsames Forschungsprojekt des AOK-Bundesverbandes, der Helios Kliniken GmbH, des Forschungs- und Entwicklungsinstituts für das Sozial- und Gesundheitswesen Sachsen-Anhalt (FEISA) und des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

QSR verfolgt das Ziel, anhand der Abrechnungsdaten aller Kliniken ein Verfahren zu entwickeln, das einen Vergleich der Krankenhäuser bezüglich der „Ergebnisqualität“ ihrer Behandlungen ermöglicht. Die Kassenärztlichen Vereinigungen hatten ihre Daten nicht zugänglich gemacht (Ärzte Zeitung 20.6.05, AOK-Info, QSR Zwischenbericht) – [: Wer weiß, weshalb nicht?]


Im Herbst soll der Abschlußbericht des Forschungsprojekts vorliegen. „Ab 2006 soll es möglich sein, auf Knopfdruck für jedes Krankenhaus in Deutschland einen Bericht zu erstellen", sagt Lütticke [ärztlicher Berater beim AOK Bundesverband]. Dann wäre ein Ranking von Kliniken möglich. Eine Veröffentlichung wird aber nur mit Einwilligung der Kliniken möglich sein. (Ärzte Zeitung 20.6.05)

Korrektur 18.7.05: Richtig ist: Klinikberichte für Krankenhäuser sollen ab 2006 möglich sein. Ein Ranking wird aus vielen methodischen Gründen nicht möglich sein. Die Erstellung von Krankenhaus-Rankings ist also nicht nur eine Frage des Datenschutzes.


Nach Auskunft von Dr. Jürgen Lütticke (per E-Mail vom 27.6.05) enthalten die QSR-Daten keine persönlichen Angaben zum Versicherten, wie Name oder Adresse. Für die zentrale Zusammenführung der Daten aus den Landes-AOKs im WidO werden zunächst in den Landes-AOKs aus jedem Falldatensatz Name und Adresse des Versicherten gelöscht und durch eine Pseudonym-Nummer ersetzt. Somit wird ein Falldatensatz an das WIdo übermittelt, der für jeden Krankenhausaufenthalt Diagnosen, Prozeduren, Alter, Geschlecht etc. eine Pseudonym-Nummer zuordnet. Diese Nummer gestattet es, Fälle auch über mehrere Jahre hinweg, eindeutig einer Person zuzuordnen (z.B. Wiederaufnahmen, etc.). Die Pseudonymisierungs-Nummern werden in den Landes-AOKs gepflegt und bleiben lebenslang für den Versicherten stabil. Beim angewandten Pseudonymisierungsverfahren handelt es sich um ein Einweg-Verfahren. Dies bedeutet, eine Rückschlüsselung vom WIdO aus ist unmöglich. Diese Rückschlüsselung ist auch nicht nötig, da die Pseudonym-Nummer stabil bleibt und eine Zuordnung im Längsbeobachtung möglich ist.

ATON GmbH

MEDICA.de 17.10.05:

Die auf IT-Lösungen für Krankenhäuser spezialisierte Gesellschaft für Systemforschung und Dienstleistungen im Gesundheitswesen (GSD) bleibt vom Verkauf der HELIOS Kliniken GmbH an den Gesundheitskonzern Fresenius AG unberührt. ... GSD-Geschäftsführer Stefan Herm ... teilte mit, dass die GSD, eine ehemalige 100-prozentige HELIOS-Tochter, inzwischen an die Aton GmbH verkauft worden sei. Die ATON GmbH ist eine Holding mit zahlreichen Mehrheitsbeteiligungen an medizinnahen Unternehmen und steht im Besitz des HELIOS-Gründers Dr. med. Lutz Helmig, der damit auch weiter Mehrheitsgesellschafter der GSD bleibt.

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der ATON GmbH sind Dr. Lutz M. Helmig, Rainer Bauer und Dr. Martin Kirchner. (Info der ATON GmbH, gelesen 8/07).

Schmidt-Seeger AG und REM AG

Lutz Helmig, Rainer Bauer und Martin Kirchner werden als alleinige Aufsichtsratsmitglieder der Schmidt-Seeger AG genannt, einer 100%-igen Tochter der ATON GmbH, die sich mit Herstellung, Bearbeitung und Vertrieb von Maschinen und Anlagen befasst, insbesondere im Zusammenhang mit Getreide. Vorstandsvorsitzender der Schmidt-Seeger AG ist Dr. Günter Fenneberg (Info der Schmidt-Seeger AG, gelesen 8/07). Der Name Dr. Günther Fenneberg wird in einer Pressemitteilung der REM AG vom 24.1.07 genannt:

Erfolgreiche Beratereinsätze haben leider immer wieder auch eine Kehrseite der Medaille: Herr Dr. Günther Fenneberg, der das REM Büro München in den letzten drei Jahren sehr erfolgreich leitete, hat zum Jahresbeginn die Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden bei einem unserer Kunden übernommen.

Die Die REM AG ist ein Beratungsunternehmen, das für die nachhaltige Ertragssteigerung von Unternehmen eintritt. (Selbstdarstellung, gelesen 8/07)

Siehe auch


Educationtrend AG

Die ATON AG ist mit 90% an der Educationtrend AG beteiligt (Info der ATON GmbH, gelesen 8/07). Als Aufsichtsratsvorsitzender der Educationtrend AG wird Lutz Helmig genannt ([http://www.educationtrend.com/de/home.html Info der Educationtrend AG, gelesen 8/07).

Die Educationtrend AG ist mit 26% an der Aktionslernen deutschland gmbh beiteiligt (Info der ATON GmbH, gelesen 8/07). Die Aktionslernen deutschland gmbh (Kleinschreibung im Original) bietet u.a. Ausbildungen zur Verantwortlichen Pflegefachkraft (VPF), Stations- und Heimleitung und zur/zum Qualitätsbeauftragten an.


Siehe auch


Haema AG

Die ATON AG ist mit 99,8% an der Haema AG beteiligt.

Info der ATON GmbH, gelesen 8/07:

Die Haema AG ist der größte unabhängige und privat-wirtschaftlich organisierte Blutspendedienst Deutschlands. In 16 Blutspendezentren und 15 medizinischen Laboratorien werden jedes Jahr rund 600.000 Spenden entnommen. Neben ihren Aufgaben als Einrichtung im Blutspendewesen engagiert sich die Haema erfolgreich in den Geschäftsfeldern Laboratoriumsmedizin, Krankenhaushygiene, Transfusionsmedizin, Mikrobiologie und Laborberatung.

Info der Haema AG, gelesen 8/07:

Die Haema wurde im Juni 1993 unter dem Namen Labor Diagnostika GmbH vom Freistaat Sachsen und zwei sächsischen Landkreisen gegründet. Im Oktober 2002 erfolgte die Verschmelzung mit der HAEMA Holding AG zur Haema AG.

MitarbeiterInnen der Haema AG engagieren sich im ARGE Plasmapherese e.V..

Die Haema AG besitzt 100% der Gesellschaftsanteile der Humanplasma GmbH Erfurt (Info des Vereins zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig e.V. 18.01.06).


Ziehm Imaging GmbH

Die ATON AG ist mit 98% an der weltweit agierenden Ziehm Imaging GmbH beteiligt.

Info der ATON GmbH, gelesen 8/07:

Ziehm Imaging ist auf Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service mobiler, digitaler Röntgenbildgebungssysteme spezialisiert.


Zu ihrer Geschichte schreibt die Ziehm Imaging GmbH (gelesen 8/08:

Im Jahre 2000 erwarb Instrumentarium Corp. die beiden Ziehm-Unternehmen in Deutschland und USA, und die Firmennamen lauteten fortan Instrumentarium Imaging Ziehm GmbH (Nürnberg) und Instrumentarium Imaging Ziehm, Inc. (Riverside, USA). Im gleichen Jahr stellte das Unternehmen auf der RSNA in Chicago, Illinois, erstmalig den Ziehm Vision C-Bogen mit einzigartiger neuer VisionCenter™ TFT-Touchscreen-Bedienkonsole vor. Im Oktober 2003 erwarb General Electric Medical Systems (GE) die Firma Instrumentarium. Um die Übernahme von Instrumentarium vollziehen zu können, musste GE den Forderungen des amerikanischen Justizministeriums Folge leisten und das Ziehm-Geschäft weltweit abstoßen. Nach Erwerb durch die ATON GmbH, eine deutsche Anlagenverwaltungsgesellschaft, schlossen sich die beiden Ziehm-Unternehmen – Instrumentarium Imaging Ziehm GmbH and Instrumentarium Imaging Ziehm, Inc. – zu einer einzigen Firma mit Namen Ziehm Imaging zusammen.


Siehe auch

Schweiz: Qualitätsindikatoren nach Vorbild von Helios

KMi (upr) 16.1.08:

Wie das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) jetzt mitteilte, führt es mit sofortiger Wirkung im Rahmen eines Pilotprojektes Qualitätsindikatoren für die Schweizer Krankenhäuser ein, die den von der Helios Kliniken GmbH entwickelten Systematik entsprechen. Die Erhebung und Veröffentlichung von medizinischen Qualitätsindikatoren ist in der vom Schweizer Parlament in der letzten Session verabschiedeten Vorlage zur Spitalfinanzierung vorgesehen. In einem ersten Schritt, so das Bundesamt, werden im Pilotprojekt Fallzahlen und Mortalitätsraten für 25 verschiedene Krankheitsgruppen pro Spital ausgewertet. Eine erste Auswertung soll im Laufe des Sommers publiziert werden. Die Umsetzung der Qualitätsindikatoren, so heißt es weiter, solle nach dem in der deutschen Privatklinikgruppe Helios Kliniken GmbH entwickelten System erfolgen. Dieses System habe den Vorteil, dass auf die in den Spitälern bereits vorhandenen Daten zurückgegriffen werden könne. ...

Humaine Kliniken GmbH

Pressemitteilung Helios 20.3.06:

Die Helios Kliniken GmbH hat einen Vertrag zum Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Humaine Kliniken GmbH unterzeichnet. Mit dem Zukauf des erfolgreichen Klinikunternehmens verstärkt sich Helios erheblich im Bereich der akutmedizinischen Versorgung und setzt seinen Wachstumskurs im Klinikmarkt konsequent fort. ... Humaine betreibt 6 Kliniken mit akutmedizinischer Versorgung und Spezialrehabilitation in den Bereichen Neurologie, Onkologie und Traumatologie mit insgesamt 1.850 Betten, davon 1.530 im Akutbereich. Zur Gruppe gehören zwei Krankenhäuser der Schwerpunktversorgung mit jeweils rund 600 Betten. Humaine wurde im Jahr 1984 gegründet und beschäftigt ca. 2.900 Mitarbeiter. ...


Financial Times Deutschland 27.6.06:

Fresenius hatte im März angekündigt, seine Krankenhaussparte Proserve werde 60 Prozent an Humaine erwerben. Zugleich wurde eine Option auf die restlichen 40 Prozent vereinbart. "Wir werden diese Option ziehen", sagte Gaddum jetzt. Damit geht die Kette dann ganz in Fresenius-Besitz über. Humaine soll im zweiten Halbjahr dieses Jahres voll konsolidiert sein - sofern die Kartellbehörden zustimmen.


Siehe auch

Korrektur zur Verflechtung der Helios Kliniken GmbH

Am 20.08.2004 erhielt Ungesundleben von Torsten Böhmer, Abteilung PR/Marketing der Helios Kliniken GmbH, eine E-Mail mit dem Hinweis, folgende Aussage sei nicht richtig:

Asklepios, Helios und Medica Kliniken bzw. Ameos sind personell miteinander verflochten.

Seit der Firmengründung im Jahre 1994 ist nach Auskunft Torsten Böhmers die Helios Kliniken GmbH von den anderen genannten Unternehmen personell und gesellschaftsrechtlich völlig getrennt und eigenständig. Es bestehen keinerlei Verflechtungen. Die Helios Kliniken GmbH steht zu den genannten Firmen vielmehr in einem Wettbewerbsverhältnis und legt großen Wert auf die Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit des Unternehmens. Mehr Informationen stehen auf der Website der Helios Kliniken zur Verfügung.

Der Satz wurde daraufhin gestrichen.

Weitere Nachrichten zu Helios

September 2005: Niedrige Preise ziehen Schweizer PatientInnen an

Weil die Kosten für Herzoperationen und orthopädische Eingriffe im Vergleich zur Schweiz wesentlich niedriger liegen, schicken grosse Schweizer Krankenversicherer Halbprivat- und Privatpatienten zur Rehabilitation in deutsche Kliniken. Jetzt folgt der nächste Schritt in der Behandlung von Schweizer Patienten im Ausland: Die Krankenkasse CSS hat diese Woche mit dem Herzzentrum in Bad Krozingen und der Helios-Rosmann- Klinik in Breisach Verträge unterzeichnet. Die rund 200 000 Zusatzversicherten der CSS können kardiologische und orthopädische Eingriffe ab sofort an diesen beiden süddeutschen Kliniken durchführen lassen. ... «Eine Öffnung des Marktes auch über die Grenzen hinweg zwingt das Schweizer Gesundheitswesen zu mehr Transparenz, Effizienz und kostengünstigeren Angeboten», sagt Portmann, CSS-Chef (Neue Züricher Zeitung 11.9.05)

Februar 2006: Protestveranstaltungen in Helios-Kliniken

Aus einer Pressemitteilung von ver.di Berlin-Brandenburg 23.2.06:

Am heutigen Donnerstag werden an mehreren Klinikstandorten der HELIOS Kliniken GmbH Veranstaltungen durchgeführt, um sich mit den Kolleginnen im öffentlichen Dienst zu solidarisieren und gleichzeitig für einen Konzerntarifvertrag zu demonstrieren. ... Die Helios Kliniken GmbH hat seit ihrer Gründung vor zehn Jahren 25 Kliniken übernommen. In dieser Zeit wurden in diesen Häusern Arbeitsplätze in vierstelliger Größenordnung durch Nichtbesetzung freiwerdender Stellen (natürliche Fluktuation), Abfindungsregelungen oder Ausgliederungen in z.T. konzerneigene Tochterfirmen abgebaut. Besonders betroffen sind u.a.: Küchen, Reinigung, Wäschereien, Logistik, Technik, Facility-Management, Pforten, Wachschutz, Physiotherapie, Ergotherapie, Labore, EDV, Pathologie, Einkauf, Lager, Apotheke oder die Personalabteilung. Hunderte von Arbeitsverhältnissen wurden bundesweit auf konzerneigene Tochterunternehmen übergeleitet, meist in Bereichen, in denen am Markt schlechtere Lohnbedingungen vorherrschen oder gingen ganz verloren. Die Tochterunternehmen müssen sich um Aufträge aus dem eigenen Konzern in Konkurrenz zu fremden Firmen bewerben. Mitarbeiter/innen die vorher viele Jahre im öffentlichen Dienst beschäftigt waren, müssen in diesen Firmen Gehaltseinbußen von bis zu 35% hinnehmen. Während HELIOS diese Praxis als Eingliederung betrachtet, da es sich um konzerneigene Tochterfirmen handelt, kommt dieses Vorgehen für die Beschäftigten einer Ausgliederung (Outsourcing) gleich, da der Arbeitgeber wechselt und sich die Arbeitsbedingungen zum Teil drastisch verschlechtern. Auch in der Krankenpflege ist der Personalbestand deutlich reduziert worden. Die Beschäftigten arbeiten in der Regel unter hohem Druck und nicht wenige klagen darüber, dass sie - entgegen ihrer Überzeugung und ihrem Berufsethos - teilweise Abstriche an der Qualität der Arbeit machen müssen bzw. diese nur mit übermäßigen Anstrengungen, die niemand lang durchhält, ausgleichen können. Ziel von ver.di ist es, einen weiteren Verlust von Arbeitsplätzen zu verhindern, die Arbeitsbelastung zu begrenzen, die Arbeitssituation mit der Außendarstellung in Übereinstimmung zu bringen, das Lohnniveau zu sichern und die Beschäftigten am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen. Derzeit befinden sich ver.di und die HELIOS Kliniken GmbH in Verhandlungen für einen Konzerntarifvertrag. Als erstes Ergebnis wurde im Dezember 2005 ein Vorschalttarifvertrag zur Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes abgeschlossen. Dieser sieht im wesentlichen die Anwendung der Regelungen des TVöD zum Bereitschaftsdienst vor.


Dezember 2006: Der Fall Herbolzheim

Unter Mehrheitsbeteiligung von Helios gerieht die Klinik Herbolzheim an den Rand der Insolvenz. Der Kreistag von Emmendingen schützte im Dezember 2006 zwei Drittel der MitarbeiterInnen vor Erwerbslosigkeit durch Eingliederung der Klinik in das Kreiskrankenhaus Emmendingen. Die betroffenen MitarbeiterInnen erhalten darüber hinaus Einkommensverbesserungen, weil sie nach TVöD bezahlt werden.

Badische Zeitung 5.12.06:

Einstimmig hat der Kreistag gestern Nachmittag beschlossen, der Herbolzheimer Helios Klinik GmbH die Übernahme des Betriebs im Emmendinger Kreiskrankenhaus anzubieten. Landrat Hanno Hurth und die Sprecher aller Fraktionen erklärten, die Alternative zu dieser Auffang-Lösung wäre die Insolvenz der Helios-Klinik. Dies habe der Kreis im Interesse der medizinischen Versorgung und der Arbeitsplätze unbedingt vermeiden wollen.

Sollten die Gesellschafter der Helios-Klinik GmbH, zu denen auch die Stadt Herbolzheim mit 26 Prozent gehört, dem Übernahmeangebot zustimmen, haben 105 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz künftig im Kreiskrankenhaus Emmendingen. ... Grünen-Fraktionssprecher Stefan Bilharz (Kenzingen) wies darauf hin, dass sich die Übernahme von zwei Dritteln der bisher in Herbolzheim Beschäftigten auch aufs Personal des Kreiskrankenhauses auswirke: Dort bestehende Zeitverträge würden nicht verlängert. ...

Der frühere CDU-Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisrat Alfred Haas (Emmendingen) sagte, nicht der Kreis trage den "schwarzen Peter" und lasse ihn sich auch nicht zuschieben: "Helios ist für die Misere verantwortlich".


Pressemitteilung des Landkreises Emmendingen 1.12.06:

... Da nicht alle Mitarbeiter der Helios Klinik Herbolzheim GmbH dauerhaft im Kreiskrankenhaus Emmendingen weiterbeschäftigt werden können, haben die Helios Kliniken unter Beteiligung des Landkreises Verhandlungen mit dem Betriebsrat der Helios Klinik Herbolzheim GmbH über einen Sozialplan und Interessenausgleich aufgenommen. In den Verhandlungen hat man sich auf die maßgeblichen Eckpunkte dazu geeinigt, insbesondere über das von Helios zu erbringende Finanzvolumen, aus dem auch die Abfindungen für die zu kündigenden Mitarbeiter gezahlt werden. ...

Bei Integration des Herbolzheimer Krankenhausbetriebes in das Kreiskrankenhaus Emmendingen wären zur künftigen Aufgabenerfüllung eigentlich bei strenger betriebswirtschaftlicher Betrachtungsweise nur 45 Vollzeitstellen erforderlich. Der Landkreis ist jedoch vorübergehend bereit auf so genannte Synergieeffekte zu verzichten. Der notwendige Stellenabbau soll über Ausnutzung der normalen Fluktuation erreicht werden. Für viele der übernommenen Mitarbeiter bedeutet dies eine erhebliche Verbesserung, da sie künftig wie die Beschäftigten im Kreiskrankenhaus Emmendingen nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt werden und somit wieder Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten werden.

Ver.di Südbaden 9.12.06:

Knapp zwei Millionen Euro bezahlt Helios demnach an den Landkreis für den Interessenausgleich. Mit dieser Summe werden der Sozialplan und die Abfindungen an die betroffenen 155 Helios-Mitarbeiter finanziert. ... Laut Pressemitteilung bezahlt Helios weitere 10 Millionen Euro, um die Insolvenz der Herbolzheimer Klinik abzuwenden und sie schuldenfrei wieder in den hundertprozentigen Besitz der Stadt Herbolzheim übergehen zu lassen. In den vergangenen fünf Jahren sind laut BZ-Informationen Betriebsverluste von über acht Millionen Euro entstanden. Mit den Millionenleistungen gibt Helios der Stadt Herbolzheim die Möglichkeit, die aufgelaufenen Schulden zu begleichen. ...

Die Stadt Herbolzheim werde laut Bürgermeister Schilling bei Abfindungszahlungen für die gekündigten Mitarbeiter nicht in die Pflicht genommen. Dies sei alleine Sache von Helios, so Schilling. Ungeklärt sei die Frage, ob das Land Anteile der Fördergelder in Höhe von vier Millionen Euro zurückfordere, die in den vergangenen Jahren in den Klinikbetrieb geflossen sind. ...

Vor dem Hintergrund hoher Investitionen und wirtschaftlicher Schwierigkeiten beim Betrieb des Hauses hatte die Helios-Gruppe Mitte Oktober überraschend verkündigt, ihr Engagement in Herbolzheim zu beenden und ihre Anteile am Krankenhaus in Höhe von 74 Prozent an die Stadt Herbolzheim zurückzugeben, um den Weg für ein "regionales Versorgungskonzept" frei zu machen.

</blockquote>


Siehe auch

Januar 2007: Konzerntarifvertrag

KlinikWissen.de 17.1.07:

Die Helios Kliniken GmbH und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben einen bundesweit gültigen Konzerntarifvertrag abgeschlossen. Der Tarifvertrag gilt nach Angaben von Helios grundsätzlich für alle Beschäftigten. Er betreffe zunächst 14.000 Mitarbeiter und werde schrittweise auf alle Kliniken übertragen. Das gaben die beiden Verhandlungsführer von Helios und ver.di heute auf einer Pressekonferenz in Berlin bekannt. Im Dezember hatten sich Helios und der Marburger Bund auf einen Konzerntarifvertrag für Ärzte geeinigt. Wie Helios betont, sei die Vergütung für Ärzte durch den Tarifvertrag mit dem Marburger Bund und die Einigung mit ver.di nun unabhängig von der Gewerkschaftszugehörigkeit konzernweit einheitlich geregelt. Die Arztgehälter würden mit Wirkung vom 1. Januar 2007 bundesweit erhöht. ...

Siehe auch

Dezember 2007: Gewerkschafter zu Schmerzensgeld an Helios-Gründer verurteilt

Hessischer Rundfunk 20.12.07:

Es geschah auf der Kundgebung am 1. Mai: Ein maskierter Gewerkschafter stellte den Milliardär Lutz Helmig symbolisch an den Pranger. Dafür hat ein Gericht dem Gründer der Helios Kliniken jetzt Schmerzensgeld zugesprochen. Das Landgericht Fulda verurteilte sechs Gewerkschafter, an den Fuldaer Unternehmer 15.000 Euro Gründer zu zahlen. Sie hätten ihn bei der Maikundgebung 2007 verunglimpft und damit seine Persönlichkeitsrechte verletzt, teilte das Gericht am Donnerstag mit. ... DGB und IG Metall ... wollen die Rechtmäßigkeit des Urteils vom Oberlandesgericht Frankfurt prüfen lassen. ... Helmig kündigte inzwischen an, auf das ihm zugesprochene Schmerzensgeld zugunsten einer gemeinnützigen Organisation zu verzichten. Voraussetzung dafür sei, dass die Beklagten wie im Urteil festgelegt, ähnliche ihn persönlich diffamierende Prangeraktionen wie am 1. Mai künftig unterließen. Helmig stellte den Beklagten die Höhe ihrer Spende frei.


Neues Deutschland 21.12.07 - zitiert bei LabourNet:

Lutz Helmig ... gehört auch die Mehrheit der Aton-Beteiligungsgesellschaft, das mit ca. 12 000 Mitarbeitern in Fulda zu den führenden Unternehmen gehört. Vom DGB wird er wegen Tarifflucht schon lange kritisiert. ... [Es wurden] sämtliche [sieben] für die Maikundgebung Verantwortlichen zur Zahlung des Schmerzensgeldes verurteilt, darunter der IG-Metall-Sekretär Ferdinand Hareter, der damalige DGB-Regions-Chef Arno Enzmann, der Polizeigewerkschafts-Kreisvorsitzende Thomas Scheunert, der osthessische Verdi-Chef Rolf Müller und der DGB-Regionsvorsitzende Frank Herrmann. ... Die verurteilten Gewerkschafter ... befürchten, dass hier ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte. So könnte in Zukunft jede Kritik am Handeln eines Unternehmers die Gerichte beschäftigen. Denn, wo die Grenze zwischen sachlicher Kritik und Herabwürdigung der Person liegt, kann im Zweifel Gegenstand langwieriger und teuerer juristischer Auseinandersetzungen sein. So könnte ein Unternehmer schon klagen, wenn er von GewerkschafterInnen als Kapitalist bezeichnet wird.


Siehe auch

Carl-Friedrich-Flemming-Klinik

Die Carl-Friedrich-Flemming-Klinik in Schwerin engagiert sich für das Andenken an die Opfer der "Euthanasie" zur Zeit des Nationalsozialismus. Siehe dazu März 2008: Gedenken an die Opfer der Nazi-"Euthanasie"


Weitere Quellen

Siehe auch

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