Freie Ärzteschaft

Aus PrivatisierungsWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Dies ist eine Wiki-Seite. Ein Wiki ist eine Art offenes Buch. Alle, die es möchten, können die Texte auf dieser Seite innerhalb von Minuten ergänzen, ändern und löschen. Siehe dazu Hilfe und Arbeitsweise.

Inhalt

Inhalt
Nachrichten
Bundesrepublik
Bundesländer
Städte, Kommunen
Klinikunternehmen/Heimbetreiber
Zusammenschlüsse
Weitere Organisationen
Dokumente
Themen

Selbstdarstellung (gelesen 21.9.07):

Die Freie Ärzteschaft tritt für eine sichere und zukunftsorientierte Medizin ein und spricht sich gegen eine rationierte Staatsmedizin aus. Unsere Ziele:
  • Eintreten für eine sichere, patienten- und zukunftsorientierte Medizin
  • Arzt und Patient sollen wieder im Mittelpunkt der Medizin stehen
  • Wir sind für Erhaltung und Ausbau einer zeitgemäßen ambulanten Versorgung in freier Praxis
  • Wir sind gegen rationierte Staatsmedizin und Bürokratisierung
  • Wir treten für Solidarität aller Arztgruppen untereinander ein
  • Wir sind für menschliche Arbeitsverhältnisse und für eine angemessene Bezahlung in den Medizinberufen
Die Freie Ärzteschaft wurde von Ärzten gegründet, die sich im Forum von Facharzt.de mit berufspolitischen Themen befasst haben. (Selbstdarstellung - gelesen 21.9.07)

Inhaltsverzeichnis

Nachrichten

Juni 2007: Ulla Schmidt öffnet Gesundheitskonzernen und Geschäftemachern Tür und Tor

Pressemitteilung Freien Ärzteschaft 20.6.07:

Freie Ärzteschaft: Ulla Schmidt öffnet Gesundheitskonzernen und Geschäftemachern Tür und Tor

„Jahrzehntelang wurden wir weltweit um unser Gesundheitssystem beneidet – jetzt wird es von Bürokraten, Geschäftemachern und Theoretikern zerstört“, warnt Martin Grauduszus, Präsident der Freien Ärzteschaft (FÄ): „Auch auf dem Hauptstadtkongress dominieren Gesundheitsökonomen mit undurchsichtiger Interessenslage und Geschäftemacher“, kritisiert er anlässlich einer Protestaktion der Organisation auf dem Hauptstadtkongress am Mittwoch.

Die Betroffenen blieben auf der Strecke: Ärzte und Patienten würden von der Politik weder gefragt noch in die Planung mit einbezogen, sagt Grauduszus. Das sei aber auch kein Wunder: „Wenn den Bürgern klar gemacht würde, welche Zerstörung einer erprobten und belastbaren Infrastruktur gerade vorbereitet wird, hätten viele Politiker Schwierigkeiten, beim nächsten Mal erneut gewählt zu werden“, sagt er: „Die Heuschrecken sind in das Gesundheitswesen eingefallen, sie werden nicht eher ruhen, bevor nicht möglichst viele Arztpraxen verschwunden sind und möglichst viele Kliniken sturmreif geschossen seien, damit Klinikkonzerne sie billig übernehmen könnten“.

Es sei erstaunlich, dass ausgerechnet eine sozialdemokratische Ministerin die Steigbügelhalterin der Konzerne spiele, wundert sich Grauduszus: „Schmidts Politik öffnet den Klinikkonzernen Tür und Tor, sie schwächt staatliche Kliniken und freiberufliche Ärzte gleichzeitig und hilft dadurch den Großinvestoren und Konzernen massiv. Warum das ausgerechnet aus der Sozialdemokratie kommen muss verstehe ich absolut nicht“, sagt er.

Die Freie Ärzteschaft e.V. ist der derzeit am schnellsten wachsende Verband niedergelassener Ärzte. Er ist Initiator und Motor der Ärzteproteste das Jahres 2006 und fordert ein wirklich zukunftsfähiges neues Gesundheitswesen.


März 2007: Freie Ärzteschaft appelliert an den Bundespräsidenten, die Gesundheitsreform zu stoppen

In einem offenen Brief fordert die Freie Ärzteschaft (FÄ) den Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler auf, die Gesundheitsreform zu stoppen.

Martin Grauduszus, Präsident der FÄ, sagte (Mitteilung der FÄ):

"Die Hoffnung auf Köhler ist nicht unbegründet" ... Immerhin habe Köhler bereits zwei Gesetze nicht unterschrieben und damit gezeigt, dass er ihm vorgelegte Gesetze durchaus kritisch prüfe. "Ich bitte deshalb alle Kollegen, sofort an der Aktion teilzunehmen und dafür zu sorgen, dass möglichst viele Patienten den offenen Brief an Köhler unterschreiben", sagt Grauduszus.

In dem offenen Brief an den den Bundespräsidenten heißt es:

Wir stehen ... nicht an, hier über die absehbaren, tragischen Konsequenzen eines zunehmend verstaatlichten Systems vor dem Hintergrund insbesondere unserer deutschen Geschichte(n) auszuführen. Wem sonst, wenn nicht unserem Bundespräsidenten mit den Kapazitäten seines gesamten Amtes könnten die historischen Erfahrungen mit planwirtschaftlichen Systemen und deren zwangsweiser Durchsetzung besser bekannt und bewusst sein?

Hätten Sie aber persönlich noch vor 20 Jahren für möglich gehalten, dass Sie einmal in die Situation kommen könnten, für unser Land ein Gesetz gegenzeichnen zu sollen und damit in Kraft treten zu lassen, das die umfassendsten persönlichen und gesundheitlichen Daten eines jeden Patienten für eine zentrale Datenverarbeitung erfassbar macht? Hätten Sie je erwartet, dass eine Vernetzung dieser Daten mit den biometrischen Daten eines jeden Bundesbürgers auf seinen Ausweispapieren eine noch vollständigere Überwachung und Kontrolle auch seines Gesundheitszustandes würde möglich werden lassen? Hätten Sie im Angesicht unserer deutschen Geschichte geglaubt, dass eine solche Lage jemals tatsächlich eintreten würde?

Zur Unterstützung des Briefes werden bei durchblick gesundheit Unterschriften gesammelt.

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge