Ernst & Young, Ernst & Whinney

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Ernst & Young International entstand 1989 aus der Fusion von Arthur Young International und Ernst & Whinney. Ernst & Young Deutschland ist ein Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young International.

2002 verband sich Ernst & Young Deutschland mit Arthur Andersen Deutschland unter dem Namen Ernst & Young. Aus Arthur Andersen ging Accenture hervor.

Nach dem Zusammenschluss mit Arthur Andersen ist Ernst & Young das drittgrößte deutsche Prüfungs- und Beratungsunternehmen. In Deutschland ist Ernst & Young mit rund 6.500 Mitarbeitern an 22 Standorten vertreten und erzielte im Geschäftsjahr 2003/2004 mehr als 860 Mio € Umsatz.

Ernst & Young unterhält eine „strategische Allianz“ mit Accenture (Info von Ernst & Young Südafrika).


Inhaltsverzeichnis

Asklepios Kliniken GmbH

Der alleinige Gesellschafter der Asklepios Kliniken GmbH, Dr. Bernard gr. Broermann, war bis 1983 bei Ernst & Whinney, der viertgrößten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Welt, tätig bzw. mit diesem Unternehmen assoziiert.

In der Wanzen-Affaire der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH 2009 wurde Ernst & Young für Untersuchungen eingeschaltet.

Helios

Die Ernst & Young AG ist der Wirtschaftsprüfer von Helios und der WestLB.

Ameos

Laut Eintragung beim Handelsregisteram Zürich vom 12.1.05 ist Ernst & Young in Zürich Revisionsstelle bei der Ameos AG; außerdem Revisionsstelle bei der Ameos Holding AG (Handelsregisteramt des Kantons Zug 10.02.2006).

Bundesregierung

1984 beauftragte die Bundesregierung Ernst & Whinney mit einer Studie zu diagnosebezogenen Fallpauschalen, die 1986 veröffentlicht wurde (Sundhedsstyrelsen, Dänemark).

Uniklinik Hamburg

Nach Angaben des Hamburger Senats erstellte die Ernst & Whinney GmbH 1995 ein umfangreiches Gutachten zur „Wirtschaftlichkeit“ des Universitätskrankenhauses Hamburg Eppendorf (UKE).


Bundesdeutsche Kommunen: Cross Border Leasing

Ernst & Young und andere „Beratungs“-Unternehmen empfahlen seit 1995 vielen Kommunen ein Finanzierungsmodell namens Cross Border Leasing (CBL – „coss border“: „grenzüberschreitend“). Dabei verkauften Kommunen und Städte Kläranlagen, Messehallen, Straßenbahnen und Schienennetze an US-AnlegerInnen und mieten sie für 99 Jahre zurück. Die Kommunen und Städte erhielten Bargeld, die US-AnlegerInnen erhielten für ihre „Investitionen“ in den USA Steuergutschriften, die höher lagen als das eingesetzte Kapital.

Die Verträge, bis zu 2000 Seiten umfassend, wurden nicht ins Deutsche übersetzt und den jeweiligen Ratsmitgliedern nur in Auszügen und nur in nichtöffentlichen Sitzungen gezeigt, heißt es in der Jungen Welt vom 18.2.05.

US-Finanzbehörden versuchen seit November 2004, CBL-Verträge zu stoppen und den InvestorInnen Bußgelder aufzubrummen. Letztere sind daher bestrebt, den Kommunen „Vertragsverletzungen“ nachzuweisen und „Schadensersatz“ herauszuholen. Die finanziellen Risiken für die Kommunen sind enorm. Ernst & Young und andere „Beratungs“-Unternehmen helfen ihnen mit Risikoanalysen.

Ein CBL ähnliches Finanzierungsmodell wendet Marseille-Kliniken an.


Siehe auch

Ernst & Young im Bundestag

Auszüge aus den Stenografischen Berichten Band 216, 15. Wahlperiode, 44. Sitzung des Bundestags, 9.5.03 – Tagesordnungspunkt 16: Beratung eines Antrags zur Weiterentwicklung einer Biotechnologiestrategie für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland, Dauer: ca. 60 Minuten

Katherina Reiche (CDU/CSU)

... Eine Revolution ist im Gange, die unser aller Leben tiefer und stärker verändern wird als die industrielle und informationelle Revolution. ... Der Anteil der Förderung der Biomedizin an den Forschungsmitteln beträgt in Deutschland nur 25%. In den USA sind dies 33% ... in Kürze werden auch die aufstrebenden asiatischen Länder ... Es ist fahrlässig, das junge Pflänzchen Biotechnologie ... Geben Sie den Unternehmen endlich mehr Luft zum Atmen! ... Der am 7. Mai vorgelegte „Deutsche Biotechnologie-Report 2003“ von Ernst & Young ist ein Alarmzeichen an die Adresse der Bundesregierung. ...

Dr. Carola Reimann (SPD)

... Wir haben die Forschungsförderung gerade für die Biotechnologie ... auf 243 Millionen Euro ... verdoppelt. ... Seit 2001 ... 800 Millionen Euro ... Darüber hinaus ... 180 Millionen Euro ... und ... 400 Millionen Euro ... Darüber hinaus 480 Millionen Euro ... Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ... ist durch diese Bemühungen damit nachhaltig gestärkt. ... Diese Woche wurde der neue „Deutsche Biotechnologie-Report 2003“ von Ernst & Young vorgestellt. ... nach Jahren überschießenden Wachstums erlebt die deutsche Biotechnologie-Industrie eine Phase der Konsolidierung, die von Ernst & Young eigentlich schon länger erwartet worden war ... Der Report weist im Übrigen ausdrücklich darauf hin, dass für die erste Phase, die Gründungsphase, bei Biotech-Unternehmen genügend Kapital vorhanden ist ...

Ulrike Flach (FDP)

... Es sollte ... doch stutzig machen, dass es wieder einmal ein deutscher Wissenschaftler gewesen ist, der in den USA arbeitet ...

Dr. Reinhard Loske (Bündnis 90/Die Grünen)

... Ich glaube, dass wir in diesen Fragen zu einer Lösung kommen können. ...

Helmut Heiderich (CDU/CSU)

... Die Realität der Politik von Rot-Grün und des Kanzlers sehen schlecht aus, verehrter Herr Taus ... Das kann man aktuell beispielsweise dem Biotechnologie-Report von Ernst & Young entnehmen ... Schon 2001 stellten Ernst & Young fest ... Uns ist ein Rätsel, wie Sie bei diesen Vorgaben behaupten können, im Bereich der Biotechnik alles Erforderliche getan zu haben. ... Ich bitte Sie herzlich, im Sinne der deutschen Biotechnikindustrie ...

René Röspel (SPD)

... Ehe Sie etwas zur Situation von Biotechnologieunternehmen sagen, sollten Sie vielleicht erst einmal den Bericht von Ernst & Young wirklich durchlesen ...

Ernst & Young Karrierefäden

Auszüge aus einer Broschüre von Ernst & Young (ca. 2005) – so eine Art Poesie der Neuen Welt ...:

Mit dieser Broschüre halten Sie zugleich den roten Faden für Ihre Zukunft in der Hand. Nehmen Sie ihn auf und folgen Sie ihm. Er führt Sie weiter: zu Ernst & Young. ... Rund 100.000 Mitarbeiter in 140 Ländern laden Sie ein in ihre Welt. ... einem globalen Netzwerk ... Berufsweg, der zum Persönlichkeitsweg, der zum Lebensweg wird ... unser tägliches Ziel, im Denken und Handeln dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus ... Deshalb brauchen wir Ihre Bereitschaft, offen zu sein für eine neue Welt und Ihre Leidenschaft, alles zu geben ... zu erobern. Jeden Tag. ... Sie werden noch wesentlich mehr lernen ... So wachsen Sie von Anfang an über gezieltes und kontinuierliches Persönlichkeits- und Fachtraining hinein in mehr Wissen, mehr Kompetenz, mehr Verantwortung ... Unsere Rolle als Vordenker ... Schlüsselmärkte zu erkennen, bevor jeder sie kennt ... Zukunftsentwicklungen in der Gesetzgebung abzusehen, bevor Sie Gesetz werden ... „Thought Leadership“ nennen wir das. ... Indem wir Persönlichkeit und Leistung jedes Einzelnen achten, tragen wir dazu bei, aus allen gemeinsam ein weltumspannendes Ernst & Young-Team zu formen ... Unser Team braucht Mitarbeiter mit Weitblick und Durchsetzungsvermögen. Kollegen, die mit Zahlen und mit Menschen umgehen können.

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge