Eifelhöhen-Klinik
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Die Eifelhöhen-Klinik AG (EHK) betreibt Einrichtungen der Rehabilitation, Altenpflege und Akutmedizin.
Sie wurde 1970 als Eifelhöhen-Sanatorium GmbH & Co. KG gegründet und 1987 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, wobei die rund 400 KommanditistInnen der GmbH & Co. KG die Aktien übernahmen.
Die Eifelhöhen-Klinik AG wird ... Umstrukturierungen bzw., falls im Einzelnen nicht möglich, gezielten Kapazitätsabbau betreiben. (Rede Kuges in der Hauptversammlung am 28. Juli 2004)
... Darüber hinaus wird eine zunehmende Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen der Ärzte in den Kliniken der Eifelhöhen-Klinik AG notwendig werden.
... Durch die europäische Rechtsprechung und die nationale Änderung des Arbeitszeitgesetzes ergibt sich auch die Notwendigkeit der generellen Reorganisation des Bereitschafts- und Hintergrunddienstes. (Geschäftsbericht 2003)
EHK-Aktien sind Inhaberaktien. 2004 besitzt die AG eine Eigenkapitalquote von 59,3%. Die Westdeutsche Landesbank (WestLB) hat von einer der Tochtergesellschaften der EHK eine Garantie in Höhe von 30 Mio. € halten. Die WestLB ist die Hausbank von Asklepios und spielt(e) eine zwielichtige Rolle beim LBK-Verkauf.
Das EHK-Management rechtfertigt die gewinnmäßig schlechte Entwicklung im Geschäftsbericht 2003 u.a. mit dem Rückgang der Bewilligungsquote [bei den allgemeinen Heilmaßnahmen] unter das Niveau der Krisenjahre 1996 - 1998 .
Als besondere „Verlust“-Bringer gelten die REHA Düsseldorf, 2001 mit modernsten Therapiegeräten aus Insolvenz gekauft, und das Stammhaus in Nettersheim-Marmagen. (Kommentar, weshalb „Verlust“ in Gänsefüßchen steht.)
Die EHK kauft ihre eigenen Aktien - 2003 waren es 0,06%; das Management behält sich vor, bis 2006 10% zu kaufen. (Was bedeutet das?)
Vorstandsvorsitzender der EHK und von 1992 bis 1995 Mitglied der Unternehmensleitung der Paracelsus-Kliniken Deutschland ist Arno Kuge, der außerdem zusammen mit Vertretern von Sana und der Median Kliniken GmbH im Vorstand des Verbandes der Privatkrankenanstalten Nordrhein-Westfalen e.V. (VDPK-NRW) sitzt.
Geplant ist die Gründung einer Holding mit folgenden Geschäftsfeldern:
- Akutkrankenhäuser (als Träger in In- und Ausland und in Geschäftsbesorgung)
- Reha-Kliniken (ambulant und stationär)
- Pflegeeinrichtungen
- Ärztehäuser/Gesundheitszentren
- Blut- und Plasmaprodukte (DGH)
Richtigstellung der EHK
Am 31.1.05 erhielten wir eine E-Mail vom Vorstandsvorsitzenden der EHK, Arno Kuge, in der er uns auf folgenden Fehler aufmerksam machte:
sie berichten u.a. "2004 besitzt die AG eine Eigenkapitalquote von nur 14%. Einer der Hauptgläubiger scheint die Westdeutsche Landesbank (WestLB) zu sein, die eine Garantie in Höhe von 30 Mio. EUR übernommen hat."
Ausweislich unseres Geschätsberichtes 2003, den Sie selbst als Quelle angeben, beträgt die Eigenkapitalquote der AG 59,3 % und des Konzerns 31,1 %. Dies hat sich auch 2004 nicht geändert - und wenn - nur verbessert.
Die WestLB hat keine Garantie gegeben, sondern von einer unserer Tochtergesellschaften erhalten!
Herr Kuge wies außerdem darauf hin:
Das heißt nicht, daß Ihre sonstige Berichterstattung richtig ist.
Deshalb bitten wir alle LeserInnen um extreme Vorsicht bezüglich der Korrektheit der Angaben auf diesen Seiten.
Inhaltsverzeichnis |
Kooperationen
Mit der EHK offiziell verbunden sind:
- GlobalMed GmbH Nettersheim-Marmagen
- Kaiser-Karl-Klinik GmbH Marmagen/Bonn
- REHA Düsseldorf GmbH Düsseldorf
- Aatalklinik Wünnenberg GmbH Wünnenberg (70% Beteiligung)
- GSG Gesellschaft für Schlaganfall-Gesundheitsforschung mbH Wünnenberg, mittelbar (70% Beteiligung)
- Aatalklinik Wünnenberg Pflege GmbH Wünnenberg, mittelbar
Erklärung zur Neuen Pergamon
Aus dem Aktionärsbrief 2/2006 der EHK:
Mit Interesse verfolgen die Gremien der Eifelhöhen-Klinik AG die jüngste Entwicklung bei der Neue Pergamon Krankenhaus Management GmbH, die aufgrund einer Schadensersatzforderung des Klinikums Ludwigshafen in Höhe von rund 6,6 Mio. Euro in eine erhebliche Schieflage geraten sein soll. In der jüngeren Vergangenheit konnten wir vermehrt Anfragen unserer Aktionäre nach möglichen Kooperationsprojekten mit der Neue Pergamon Krankenhaus Management GmbH in Bezug auf den im Jahr 1998 geschlossenen Kooperationsvertrag feststellen. Daher möchten wir an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass es weiterhin keine gemeinsamen Kooperationsprojekte zwischen der Eifelhöhen-Klinik AG und der Neue Pergamon Krankenhaus Management GmbH gibt.
Siehe auch: Neue Pergamon
Übernahmeverhandlungen mit der Neue Pergamon Krankenhaus Management GmbH abgebrochen
Zum 1.1.05 wollte die EHK die Neue Pergamon übernehmen.
Der Kölner Stadt-Anzeiger vom 9.3.06 berichtet unter Berufung auf den Vorstandsvorsitzenden der EHK, Arno Kuge: Vom Tisch ist einstweilen die Übernahme der Neue Pergamon Krankenhaus Management GmbH. Die Verhandlungen wurden abgebrochen, nachdem der angepeilte Zeitrahmen „wegen immer noch fehlender Geschäftsunterlagen der Pergamon Krankenhaus Management GmbH nicht mehr eingehalten werden kann“.
Siehe auch: Neue Pergamon
Gesellschaftspolitische Einflüsse
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Wie die Rhön-Klinikum AG, so unterhält auch die EHK Verbindungen zur Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, die zu einem großen Teil von der Bertelsmann Stiftung getragen wird. Im Rahmen dieser Verbindungen werden Selbsthilfegruppen zur Vernetzung der einzelnen Kliniken und zur Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt, so der EHK-Geschäftsbericht 2003.
Ärtzeschaft
Mit Frieder Hessenauer als Aufsichtsratsmitglied verfügt die EHK außerdem über Verbindungen zur Ärzteschaft: Hessenauer ist Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz sowie Vorstandsmitglied der Akademie für Ärztliche Fortbildung.
Stiftung Institut für Herzinfarktforschung Ludwigshafen
Die Stiftung Institut für Herzinfarktforschung Ludwigshafen hat oder hatte bis 2003 über Aktien und die Neue Pergamon Beziehungen zur EHK (EHK-Geschäftsbericht 2003).
Die Stiftung Institut für Herzinfarktforschung Ludwigshafen kooperiert mit der Galenus Informatik GmbH (Mannheim), die sich mit Datensammlung- und Erfassung im Bereich der Kardiologie befasst und passende Software verkauft.
Außerdem kooperiert die Stiftung wahrscheinlich mit der Galenus Mannheim GmbH, einem Unternehmen der Roche-Gruppe, das weltweit pharmazeutische Wirkstoffe (APIs) und Feinchemikalien an Industriekunden vertreibt. (Hier konnte eine Verwechslung mit anderen Firmen gleichen Namens nicht ausgeschlossen werden. (Wer weiß das?)
S.
S., Aufsichtsratsvorsitzender der Eifelhöhen-Klinik AG, ist Mitglied des Aufsichtsrats der Saarländischen Investitionskreditbank AG, die zu 51% dem Saarland gehört.
S. ist außerdem Aufsichtsratsmitglied der SKG Bank GmbH, die eine Tochter der Landesbank Saar ist und in deren Vorstand sich Vertreter der Cosmos Versicherung AG tummeln.
Letztere ist ein Unternehmen der AMB Generali, die mit ThyssenKrupp, der Volksfürsorge, Allianz, der Central Krankenversicherung AG, der Envivas Krankenversicherung AG u.a. verbunden ist.
Die Envivas bietet Ihnen in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) hochwertige private Zusatzversicherungen an, die den gesetzlichen Krankenversicherungsschutz individuell und bedarfsgerecht ergänzen.
G.
Bis Oktober 2005 war G. Geschäftsführer des Klinikums der Stadt Ludwigshafen für die Neue Pergamon. (Marburger Bund 21.07.05, Pressemitteilung Klinikum Ludwigshafen ohne Datum)
G. war (möglicherweise bis zu dieser Zeit) auch stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Institut für Herzinfarktforschung Ludwigshafen . Hinweise darauf konnten im Internet im April 2006 nicht mehr gefunden werden.
G. ist außerdem Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Humanplasma mbH (DGH), einer Tocher der Neuen Pergamon (Info der Gesellschaft, gelesen 4/06, Mitgliederverzeichnis der Arbeitsgemeinschaft Plasmapherese e.V., gelesen 4/06) sowie Gründer und Hauptgesellschafter der Neuen Pergamon (Presseerklärung Zentrum für Klinische Pharmazie Bottrop 6.4.05).
Ebenfalls Geschäftsführer der Gesellschaft für Humanplasma war S., von 1993 bis Ende 2001 Oberbürgermeister von Ludwigshafen für die SPD. (Westdeutsche Zeitung 29.11.02)
S. unterstützte G. im Skandal um die Vorwürfe der Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Lohse (CDU), die G. in seiner Funktion als Geschäftsführer des Klinikums Ludwigshafen persönliche Bereicherungen vorwarf.
Eine Pressemitteilung der Stadt Ludwigshafen vom 3.3.05 dazu lautet:
Mit großem Interesse hat Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse die jüngsten Äußerungen ihres Amtsvorgängers S. in der Affäre um Klinikums-Geschäftsführer G. zur Kenntnis genommen: Herr S. hat mit seinen Äußerungen bestätigt, dass es für die Tantiemen-Zahlungen aus der Kasse der Alten- und Pflegeheime keine vertragliche Grundlage gegeben hat. Lohse wies noch einmal darauf hin, dass die Geschäftsführung der Alten- und Pflegeheime durch G. im Aufsichtsrat des Klinikums ausdrücklich als geringfügige Tätigkeit ohne Vergütung beschrieben worden sei. Ich denke, dass man das bei einer Vergütung von mehreren hunderttausend Euro im Jahr auch so erwarten kann, erklärte die Oberbürgermeisterin.
Lohse erinnerte außerdem noch einmal an den Gesamtzusammenhang der Vorwürfe gegen den Klinikums-Geschäftsführer: Einen Verstoß gegen das Vergaberecht hat G. ja schon eingestanden. Dabei ging es um 1,2 Millionen Euro, die vom Klinikum an ein Unternehmen geflossen sind, an dem G. selber beteiligt ist. Mit den Äußerungen von Herrn S. ist jetzt der zweite gravierende Pflichtverstoß bestätigt. Dabei geht es nach bisherigem Kenntnisstand um 120.000 Euro, die G. sich ohne Rechtsgrundlage und ohne die Zustimmung des Aufsichtsrates aus der Kasse der Ludwigshafener Alten- und Pflegeheime genommen hat. Ich muss die jüngsten Äußerungen von Herrn S. so verstehen, dass er das gewusst hat. Wenn dem tatsächlich so sein sollte, dann bekäme die spätere Beteiligung von Herrn S. an der Neuen Pergamon allerdings einen ziemlich schalen Beigeschmack.
G. ist Professor für Krankenhausmanagement an der FH Ludwigshafen – Hochschule für Wirtschaft. Es handelt sich um eine Stiftungsprofessur (Info der FH, Stand 4/06). Gestiftet von wem? Auf diese Frage erhielt Ungesundleben am 12.7.06 eine anonyme E-Mail, laut der die FH Ludwigshafen bezüglich der Stifungsprofessur nicht auskunftsbereit sei.
Auf einer Seite des FDP Kreisverbands Ludwigshafen, die am 13.4.06 nur noch im Cache von Google erreichbar war, hieß es mit der Quellenangabe „Die Reinpfalz, Regionalausgabe: Ludwigshafener Rundschau, Datum: Nr.30 / 05. Februar 2005, Seite: Nr.17, Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper“, die Marketing-Firma MSE habe rechtliche Schritte gegen CDU-Fraktionsgeschäftführer Heinrich Jöckel eingeleitet , nachdem dieser Spekulationen über Zusammenhänge zwischen der MSE, dem Klinikum Ludwigshafen und der Parteikasse der SPD angestellt habe. Bürgermeisterin Lohse habe Forderungen der FDP aufgegriffen und verlangt von Stadträten und Aufsichtsräten eine schriftliche Stellungnahme, ob sie Honorare, Bezüge oder andere geldwerte Leistungen von Klinikum, der Neuen Pergamon oder deren Tochterfirmen beziehen . Im Weiteren wird der Vorstandsvorsitzende der Eifelhöhen-Klinik, Arno Kuge, mit der Aussage zitiert, das zeitliche Zusammenfallen des Scheiterns der Verhandlungen mit der Neuen Pergamon mit den Ereignissen in Ludwigshafen sei Zufall .
Die Freie Wählergruppe Ludwigshafen am Rhein e.V. erklärte im Februar 2005:
Nach Auswertung des Sonderprüfberichtes und aller juristischen Einlassungen beider Seiten sind wir Freien Wähler zu der Überzeugung gelangt, dass man einen so erfolgreichen Manager, wie dies G. gerade im Klinikum, bei den Alten- und Pflegeheimen und bei der ehemaligen maroden städtischen Zentralwäscherei war, nicht wegen angeblicher Versäumnisse, die zum Teil schon Jahre zurückliegen und wohl auch vom früheren Aufsichtsrat zumindest „geduldet“ waren, seines Postens entheben kann.
Quellen
- Homepage der Eifelhöhen-Klinik AG
- KKK Bonn: Porträt der Eifelhöhen-Klinik AG
- AktienCheck 24.02.2004
- VDPK-NRW
- Geschäftsbericht SKG Bank GmbH 2003
- Geschäftsbericht AMB Generali 2003
- Klinik Heute 15.11.02
- Klinik Heute 19.3.04
- Ärztezeitung 13.5.04
- ver.di NRW - Infos aus dem Krankenhausbereich
Siehe auch
- Neue Pergamon
- Infotainment über Aktienrückkäufe
- PowerPoint-Präsentation von ver.di: Veränderungen der Krankenhausstruktur und aktuelle tarifliche Entwicklung in NRW (18.05.2004)
- WestLB
- Bertelsmann Stiftung
Hinweis: Personennamen wurden gekürzt - auch innerhalb von Zitaten.

