Bundeswehr
Aus PrivatisierungsWiki
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Ende 2004 gab das Bundesverteidigungsministerium bekannt, bis 2010 insgesamt 105 Krankenhaus-Standorte zu schließen, insbesondere in Sachsen, Hessen und Niedersachsen. (MDR 2.11.04)
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Amberg
Die Mittelbayerische Zeitung vom 26.10.2004 meldet:
Die Marseille-Kliniken AG hat ihr Interesse an dem von Schließung bedrohten Amberger Bundeswehrkrankenhaus (BWK) bekräftigt. Im Fall einer Übernahme würde das Hamburger Unternehmen alle 500 Mitarbeiter, davon 320 zivile, übernehmen. Dies teilte gestern ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mit.
Leipzig-Wiederitzsch
Verkauft werden soll u.a. das Bundeswehrkrankenhaus in Leipzig-Wiederitzsch. Die Marseille-Kliniken AG, Rhön sowie die Knappschaft bewerben sich um das Krankenhaus. (MDR 2.11.04, Radio Leipzig 14.4.05)
Die Marseille-Kliniken AG will, so der MDR, aus dem erst kürzlich für knapp 100 Millionen Euro sanierten Krankenhaus mit seinen 450 Mitarbeitern eine Spezialklinik für zahlungskräftige Russen einrichten. Wie ein Sprecher mitteilte, errichtet das Klinikum derzeit in Moskau ein Diagnosezentrum. Mit Leipzig solle die Behandlungskette weitergeführt werden.
Bis spätestens 2009 sollen in Sachsen 16 Bundeswehrstandorte geschlossen werden (Radio Leipzig 14.4.05). Dagegen gibt es Proteste aus der Bevölkerung (MDR 2.11.04 – mit Video).
Bundeswehrkrankenhaus Wiederitzsch: Fristverlängerung beim Verkauf
mephisto 97.6 Frühnachrichten vom 17.7.06:
Für das Bundeswehr-Krankenhaus in Wiederitzsch gibt es noch immer keinen Käufer
Wie die Bundeswehr mitteilte, ist die Angebotsfrist für Kaufinteressenten bis Oktober verlängert worden. Die mit dem Verkauf beauftragte Gesellschaft begründet die Frist-Verlängerung damit, dass sich das Bundeswehr-Krankenhaus bisher nicht mit den vorhandenen Kaufinteressenten einigen konnte. Der Käufer soll möglichst viele Angestellte übernehmen. Als potentielle Käufer im Gespräch sind bisher die Bundesknappschaft, die Rhön-Kliniken sowie die Marseille-Gruppe. Das Verteidigungsministerium will das Krankenhaus schließen, durch eine Privatisierung sollen die Arbeitsplätze erhalten werden.
Hamburg
Die Welt vom 17.4.05 meldet:
Das Hamburger Bundeswehr-Krankenhaus ist offenbar stärker in seiner Existenz gefährdet als bislang angenommen. Das Verteidigungsministerium prüft derzeit, welche der bundesweit insgesamt acht Armee-Krankenhäuser angesichts wachsenden Spardrucks geschlossen werden müssen. Nach Informationen der WELT steht dabei auch die Hamburger Klinik mit ihren rund 950 Mitarbeitern auf dem Prüfstand. "Das Hamburger Bundeswehr-Krankenhaus wird nicht als komplette Bundeswehrklinik erhalten bleiben", sagt die CDU-Bundestagsabgeordnete Ursula Lietz, Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestags und dort für das Sanitätswesen der Bundeswehr zuständig. "Künftig wird sich die Hamburger Klinik in Kooperation mit dem Bernhard-Nocht-Institut auf Tropenmedizin spezialisieren."
Hamm
Eine Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft hat vom Bund den Auftrag erhalten, einen Investor für das BWK Hamm zu suchen. Das Haus soll möglichst komplett übergeben werden, um eine Schließung zu verhindern. (Quelle: Onlineausgabe des Westfählischen Anzeigers)

